Das Disaronno-Sour-Rezept
für deinen Tisch
Disaronno, den Bourbon, den Zitronensaft und das Eiweiß in den Shaker geben und zehn Sekunden ohne Eis shaken.
Eis dazugeben und weitere fünfzehn Sekunden shaken, bis der Shaker beschlägt.
Doppelt in einen Tumbler mit einem großen Eiswürfel abseihen.
Mit einer halben Zitronenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.
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Die Geschichte
Disaronno stammt aus Saronno in Norditalien und wird seit Generationen unter diesem Namen verkauft. Über die genauen Anfänge gibt es vor allem schöne Geschichten, von denen sich nur wenige belegen lassen. Auffällig ist, dass keine Mandeln enthalten sind. Der Geschmack stammt von Aprikosenkernen, Kräutern und Karamell. Der Sour ist deutlich jünger. In den Siebzigern wurde Amaretto in Amerika populär, und so fand der Likör ganz selbstverständlich seinen Weg ins feste Sour-Rezept, mit Spirituose, Zitrusfrüchten und Zucker. Die Marke wurde bekannter als die Sorte. Deshalb bestellt die Hälfte der Niederlande diesen Cocktail unter dem Markennamen.
Das richtige Glas
Der Disaronno Sour wird on the rocks in einem niedrigen Tumbler mit 32 bis 38 cl serviert. In das breite Glas passt ein großer Eiswürfel, und der Schaumkrone steht genug Platz zur Verfügung. In einem schmalen Glas quillt der Schaum über den Rand. Ein schwerer Boden ist praktisch. Das Glas bleibt stehen, wenn du den Eiswürfel hineingleiten lässt, und das Getränk bleibt länger kalt. Nimm ein klares Glas, denn die bernsteinfarbene Flüssigkeit unter dem weißen Schaum macht die halbe Wirkung aus. Wenn du ein schwereres Modell mit dickem Boden suchst, schau dir die Old-Fashioned-Gläser an.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Disaronno Sour brauchst du neben dem Glas einen Boston-Shaker, einen Jigger zum genauen Abmessen, ein Cocktailsieb, ein Feinsieb zum doppelten Abseihen und eine Zitruspresse. Das sind die Bar-Utensilien, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Utensilien & Cocktailsets.
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Womit machst du einen Disaronno Sour?
Für einen Disaronno Sour brauchst du Amaretto. Bekannte Flaschen sind Disaronno und Villa Massa. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Ohne Eiweiß bekommst du einen kurzen, kräftigen Sour, der in einer halben Minute fertig ist. Eine Mischung aus Zitrone und Limette macht ihn frischer. Ein paar Tropfen Angostura auf dem Schaum sorgen für mehr Duft. Nimm Whisky statt Zitronensaft und du hast einen Godfather, mit demselben Likör, aber ohne Säure. Mit einem halben Barlöffel Zuckersirup wird er runder, obwohl diese Flasche das fast nie nötig hat. Amaretto mit Cognac auf Eis heißt French Connection.
Serviertipp
Presse die Zitrone immer frisch aus. Bei einem Likör, der so süß ist, schmeckt man Saft aus der Packung sofort heraus. Stell den Tumbler vorher kurz ins Gefrierfach. In einem warmen Glas fällt die Schaumkrone innerhalb einer Minute zusammen. Ein großer Eiswürfel schmilzt langsamer als eine Handvoll kleiner Würfel.
Gut zu wissen
Wie viel Likör, Zitrone und Bourbon
Disaronno ist süßer als die meisten Amarettos. Die Säure entscheidet also, ob der Cocktail ausgewogen bleibt. Wir nehmen 4,5 cl Likör auf 2,5 cl frischen Zitronensaft, etwas weniger als zwei zu eins. Zuckersirup muss nicht hinein, der Likör ist süß genug. Die 1,5 cl Bourbon sind offiziell optional. Sie geben dem Mandelgeschmack aber eine trockene Basis, sodass der Cocktail weniger wie ein Dessert wirkt. Immer noch zu süß? Erhöhe den Zitronensaft zunächst auf 3 cl, bevor du die Likörmenge änderst.
Wie schmeckt Disaronno?
Er riecht nach Mandel, aber auf der Zutatenliste von Disaronno stehen keine Mandeln. Der Geschmack kommt von Aprikosenkernen, Kräutern und Karamell. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa achtundzwanzig Prozent. Das ist wenig für eine Spirituose und viel für einen Likör, außerdem enthält er reichlich Zucker. Deshalb braucht jeder Disaronno-Cocktail etwas Saures oder Bitteres. Probiere den Likör zuerst pur, dann weißt du, wie viel Zitrone dazu muss. Eine geöffnete Flasche hält sich monatelang. Bewahre sie aber dunkel und nicht neben dem Herd auf.
Disaronno Sour oder Amaretto Sour
Es ist derselbe Cocktail. Disaronno ist der bekannteste Amaretto. Wer also diesen Sour bestellt, bekommt einen Amaretto Sour mit einem Markennamen darauf. Der Unterschied liegt in der Flasche. Bei trockeneren Marken wie Lazzaroni oder Luxardo braucht man etwas weniger Zitrone, bei Disaronno genau diese Säure. Die Technik ist dieselbe, nur das Verhältnis verschiebt sich um einen halben Zentiliter. Wenn du die allgemeine Version mit anderen Marken vergleichen willst, sieh dir den Amaretto Sour an. Dort wird dieselbe Zubereitung mit Zuckersirup erklärt.
Disaronno Sour ohne Shaker zubereiten
Kein Shaker? Ein sauberes Einmachglas mit gut schließendem Deckel funktioniert genauso gut. Erst zehn Sekunden ohne Eis schütteln, dann fünfzehn Sekunden mit Eis. Durch ein feines Sieb oder ein Teesieb abseihen, sonst schwimmen kleine Eissplitter auf dem Schaum und die Schaumkrone fällt schneller zusammen. Wenn du es professioneller angehen willst, verwende zwei Becher, die aufeinanderpassen. Die findest du bei den Boston-Shakern. Mit einem Jigger musst du nicht schätzen, denn einen halben Zentiliter zu viel Likör schmeckt man sofort.
Ohne rohes Ei: mit Aquafaba shaken
Kein rohes Eiweiß? Nimm 2 cl Aquafaba, die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen. Sie schäumt fast genauso gut, und man schmeckt nichts davon. Die Reihenfolge bleibt gleich. Erst trocken shaken, dann bildet sich der Schaum. Erst danach kommt Eis für die Kälte und die Verdünnung dazu. Lass das trockene Shaken nicht aus, sonst bekommst du kaum eine Schaumkrone. Mit einem halben Barlöffel extra wird die Schicht dicker, aber der Geschmack auch etwas flacher. Innerhalb weniger Minuten servieren. Schaum, der lange steht, wird zäh.
Wie trinkt man Disaronno außer als Sour?
Amaretto passt am besten zu gerösteten und bitteren Aromen. Zwei Zentiliter in einem heißen Espresso ergeben einen Caffè corretto mit Mandel, und in kaltem Kaffee mit Milch funktioniert das genauso gut. Mit Cola und einer Limettenspalte hast du einen einfachen Longdrink. Mit Prosecco und einem Schuss Soda wird daraus ein süßer Spritz. Auf Eis mit etwas Sahne hast du ein Dessert im Glas. Achte aber darauf, dass der Likör nicht überwiegt. Bei mehr als 3 cl überdeckt er bereits alles andere.
Häufige Fragen
Was kommt in einen Disaronno Sour?
4,5 cl Disaronno, 1,5 cl Bourbon, 2,5 cl frisch gepresster Zitronensaft und ein Eiweiß. Dazu eine halbe Zitronenscheibe und eine Cocktailkirsche. Du kannst den Bourbon weglassen, aber er gibt dem süßen Likör eine trockene Basis. Zuckersirup brauchst du nicht, der Likör ist süß genug.
Wie macht man einen Disaronno Sour ohne Eiweiß?
Das geht ganz einfach. Schüttle dasselbe Mischverhältnis fünfzehn Sekunden lang mit Eis und seihe es in einen Tumbler mit einem großen Eiswürfel ab. Die Schaumkrone und das weiche Mundgefühl gehen dabei verloren, der Geschmack nicht. Wenn du trotzdem Schaum ohne rohes Ei möchtest, nimm 2 cl Aquafaba aus einer Dose Kichererbsen und schüttle zuerst zehn Sekunden ohne Eis.
Ist ein Disaronno-Cocktail dasselbe wie ein Amaretto-Cocktail?
Eigentlich schon. Disaronno ist der bekannteste Amaretto und steht in den meisten Hausbars. Andere Marken sind trockener oder bitterer, dann kannst du etwas weniger Zitronensaft nehmen. Probiere den Likör pur, bevor du abmisst. So weißt du, ob du bei 2,5 cl Zitrone bleibst oder einen halben Zentiliter dazugibst.
Welches Glas verwendet man für einen Disaronno Sour?
Ein niedriger Tumbler mit 32 bis 38 cl Fassungsvermögen. In das breite Glas passen ein großer Eiswürfel und die Eiweißschaumkrone, und die Bernsteinfarbe kommt schön zur Geltung. Nimm ein Glas mit schwerem Boden, dann bleibt es stehen, wenn du den Eiswürfel hineinfallen lässt.
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