Espresso
Tonic

Dessert
im Glas

Espresso auf Tonic klingt wie ein Missgeschick und schmeckt wie eine Offenbarung: Die bittere Zitrusnote des Tonics hebt den Kaffee hervor, die Crema vermischt sich mit den Bläschen zu einem bernsteinfarbenen Sonnenuntergang. Diese alkoholfreie Erfrischung eroberte die Specialty-Kaffeebars und ist aus sommerlichen Getränkekarten nicht mehr wegzudenken. Null Prozent, hundert Prozent Überraschung.

Basis: Alkoholfrei 4 Zutaten Glas: Gin-Tonic-Glas / hohes Glas
Espresso Tonic im Gin-Tonic-Glas
ESPRESSO TONIC ✶ ALKOHOLFREI ✶ GIN-TONIC-GLAS / HOHES GLAS ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
1 doppelter Espresso (ca. 4 cl), frisch zubereitet
15 cl guter Tonic, eiskalt
Viel großes Eis
Orangenscheibe oder Zitrone
So wird er zubereitet
1

Ein hohes Glas oder eine Copa großzügig mit Eiswürfeln füllen.

2

Den Tonic über das Eis gießen.

3

Den Espresso langsam über die gewölbte Seite eines Löffels auf den Tonic gießen – so bleibt der Schichteffekt erhalten.

4

Mit Zitrusfrüchten garnieren und mit einem Rührstäbchen servieren.

Die Geschichte

Der Espresso Tonic wurde 2007 in der Kaffeebar Koppi im schwedischen Helsingborg „aus Versehen“ geboren: Die Baristas Anne Lunell und Charles Nystrand experimentierten nach einer Personalfeier mit den Resten – Tonic und Espresso – und waren sofort begeistert. Über Barista-Meisterschaften und die Specialty-Szene reiste das Getränk um die Welt, genau rechtzeitig zum Aufstieg des bewussten, alkoholfreien Aperitifs. Inzwischen steht er von Melbourne bis Amsterdam auf der Karte und beweist, dass 0,0 % ebenfalls spannend sein kann.

Das richtige Glas

Der Espresso Tonic ist ein visuelles Spektakel: die dunkle Kaffeeschicht über dem hellen Tonic, getrennt durch einen goldenen Schaumrand. Dafür braucht man ein großes, kristallklares Glas – eine Copa mit 58 bis 67 cl oder ein hohes Longdrinkglas. Der bauchige Kelch eines Gin-Tonic-Glases fängt außerdem das Kaffeearoma wunderbar ein. Dünnes Glas, viel Eis und vor den Augen deiner Gäste einschenken. Wenn du lieber ein schlichtes, hohes Glas ohne Bauch möchtest, schau dir unsere Longdrinkgläser an.

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Varianten & Twists

Mit einer Orangenscheibe und einem Rosmarinzweig wird er fast zu einem Parfum. Cold Brew statt Espresso ergibt eine weichere, schokoladigere Variante. Und mit einem Schuss Kaffeelikör wird aus der 0,0-Erfrischung doch noch ein Drink – praktisch für gemischte Gesellschaften. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch alle 80 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Verwende einen fruchtigen Espresso (helle Röstung) und ein nicht zu süßes Tonic – zusammen schmecken sie fast wie Cola für Erwachsene. Den Espresso zuerst abkühlen lassen? Nicht nötig: Wenn du ihn über den Löffel gießt, schmilzt kaum Eis.

Das Verhältnis von Espresso und Tonic

Ein doppelter Espresso von etwa 4 cl auf 15 cl Tonic ist das gängige Verhältnis, grob 1 zu 4. Das klingt nach wenig Kaffee, aber Espresso ist konzentriert, und Tonic bringt bereits eigene Bitterkeit mit. Gehst du auf 1 zu 3, wird das Ganze schnell scharf, und die Röstung dominiert. Wenn du ein leichteres Glas bevorzugst, sind 1 zu 5 völlig in Ordnung. Fülle das Glas zuerst großzügig mit großen Eiswürfeln, denn in einem halb vollen Glas schmilzt das Eis so schnell, dass du innerhalb von fünf Minuten einen laschen, lauwarmen Kaffee übrig hast.

Welcher Kaffee und welches Tonic

Nimm einen hell gerösteten, fruchtigen Espresso; Bohnen mit ausgeprägten Zitrus- oder Beerennoten passen nahtlos zum Chinin im Tonic. Eine dunkle italienische Röstung mit Schokoladen- und Rauchnoten steht dazu im Kontrast und macht das Ganze aschig. Beim Tonic wählst du ein neutrales Indian Tonic oder eine trockene Variante mit wenig Zucker. Mediterranes Tonic mit Kräutern überdeckt den Kaffee, und ein blumiges Tonic schmeckt seifig. Wichtig ist, dass das Tonic eiskalt aus dem Kühlschrank kommt, denn Kohlensäure bleibt in kalter Flüssigkeit besser erhalten und die Schichten bleiben so länger klar voneinander getrennt.

Espresso Tonic oder Espresso Martini

Beide kombinieren Kaffee mit etwas anderem, aber es sind völlig unterschiedliche Getränke. Der Espresso Tonic ist alkoholfrei, wird im Glas zubereitet und bleibt lange erfrischend: Espresso, Tonic und viel Eis, in einer Minute fertig. Der Espresso Martini wird mit Wodka und Kaffeelikör zubereitet, fünfzehn Sekunden lang kräftig geschüttelt und ohne Eis in einem kleinen Glas serviert – cremig und mit einer Schaumkrone. Den ersten trinkt man nachmittags auf einer Terrasse, den zweiten nach dem Essen. Was beide gemeinsam haben, ist die Notwendigkeit von frischem Espresso, denn alter Kaffee verrät sich in beiden.

Cold Brew oder ein Schuss Kaffeelikör

Cold Brew anstelle von Espresso ergibt eine weichere, schokoladigere Variante mit weniger Säure; nimm dann 6 cl, da Cold Brew weniger konzentriert ist. Wer trotzdem einen Schuss Alkohol möchte, gibt 2 cl Kaffeelikör oder Amaretto hinzu, bevor der Espresso darübergegossen wird. Dadurch kommt das Glas auf etwa 3 Prozent Alkohol – leicht genug, um es in gemischter Runde neben der 0,0-Version zu servieren. Ein doppelter Espresso enthält rund 120 Milligramm Koffein, vergleichbar mit einer normalen Tasse Kaffee und daher spät am Abend durchaus wissenswert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Espresso Tonic?

Ein alkoholfreier Kaffeecocktail aus einem doppelten Espresso auf eiskaltem Tonic mit viel Eis und einer Zitrusscheibe. Die Bitterkeit des Chinins hebt die Säuren im Kaffee hervor, wodurch das Getränk überraschend frisch und fruchtig schmeckt. Er stammt aus der skandinavischen Specialty-Coffee-Szene.

Wie ist das Verhältnis von Espresso und Tonic?

Ein doppelter Espresso von etwa 4 cl auf 15 cl Tonic, also ungefähr eins zu vier. Mehr Tonic macht ihn leichter und bitterer, weniger Tonic stellt den Kaffee in den Vordergrund. Gieße den Espresso zuletzt über einen Löffel darüber, dann bleibt der Schichteffekt erhalten.

Welchen Kaffee und welches Tonic verwendest du am besten?

Ein fruchtiger Espresso aus hell gerösteten Bohnen und ein Tonic, das nicht zu süß ist. Dunkel gerösteter Kaffee wird in Kombination mit Chinin schnell bitter, während eine helle Röstung Zitrus- und Beerennoten mitbringt. Cold Brew ergibt eine weichere, schokoladigere Variante.

In welchem Glas serviert man einen Espresso Tonic?

In einem großen, kristallklaren Glas: einer Copa mit 58 bis 67 cl oder einem hohen Longdrinkglas. Der bauchige Kelch fängt das Kaffeearoma auf, und es passt viel Eis hinein, sodass die Schichten länger klar bleiben: siehe unsere Gin-Tonic-Gläser.

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