Das Rezept
für deinen Tisch
Alle Zutaten außer der Garnitur kräftig mit Eis shaken.
In ein hohes Glas oder Hurricane-Glas mit frischem Eis abseihen.
Auf die Farbe achten: zartes Korallenrosa, nicht knallrot.
Mit einem Ananasstück und einer Kirsche garnieren.
Die Geschichte
Der Barkeeper Ngiam Tong Boon von der Long Bar im Raffles Hotel erfand den Sling zu einer Zeit, als es die Etikette Frauen verbot, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Seine rosa, unschuldig wirkende Kreation löste das elegant. Das Originalrezept ging verloren – die heutige Version ist eine Rekonstruktion aus den 1930er-Jahren, basierend auf den Erinnerungen ehemaliger Barkeeper und einer Notiz in einem Safe. In der Long Bar wird er noch heute an einer laufenden Theke gemixt, während die Gäste Erdnussschalen auf den Boden werfen: der letzte Ort in Singapur, an dem man legal kleckern darf.
Das richtige Glas
Im Raffles wird der Sling in einem hohen, leicht taillierten Glas serviert – ein 44 cl fassendes Hurricane-Glas mit Stiel kommt dem am nächsten und lässt der rosa Farbe viel Raum. Ein großzügiges Longdrinkglas mit 47 bis 55 cl funktioniert ebenfalls hervorragend. Das Wichtigste: Höhe, Klarheit und Platz für eine üppige Garnitur. Für das taillierte Modell, das dem Glas im Raffles am nächsten kommt, besuche unsere Hurricane-Gläser.
Royal Leerdam Hurricane-Cocktailglas mit Stiel 44 cl (6 Stück)
Bormioli Rocco Diamond Longdrinkglas 47 cl (6 Stück)
Beide Sets - zusammen € 67,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Singapore Sling brauchst du neben dem Glas einen Shaker, einen Jigger zum präzisen Abmessen, eine Zitruspresse und Glasstrohhalme. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 4 Bar-Tools - zusammen € 102,75.
Variationen & Twists
Das Raffles-Rezept ist der Standard, aber ältere Varianten sind trockener: Gin, Kirschlikör, Zitrone und Soda - einen Versuch wert für alle, die es weniger süß mögen. Mit frischem Ananassaft und einer zurückhaltenden Menge Grenadine bleibt er am ehesten elegant. Kirsche und Ananas als Garnitur sind Pflicht und Teil des Erbes. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Cherry Heering und Bénédictine sind die Geschmacksträger, die du nicht durch „etwas Ähnliches“ ersetzen solltest. Mit frischem Ananassaft statt Saft aus der Packung wird er merklich leichter und frischer.
Was jede der neun Zutaten bewirkt
Neun Zutaten klingen nach viel, aber jede hat eine Aufgabe. Die 3 cl Gin bilden das Rückgrat, 1,5 cl Cherry Heering sorgen für Farbe und Kirschtiefe, und 0,75 cl Cointreau plus 0,75 cl Benedictine bringen jeweils Orange und würzige Honignoten. Die 12 cl Ananassaft machen ihn lang und schaumig, 1,5 cl Limettensaft halten die Süße im Zaum, 1 cl Grenadine gibt zusätzliche Farbe, und ein Schuss Angostura rundet alles ab. Lässt du zwei davon weg, hast du immer noch ein Getränk, aber keinen Sling mehr.
Cherry Heering und Benedictine ersetzen
Diese beiden Flaschen sind die Investition in dieses Rezept. Cherry Heering ist ein dänischer Kirschlikör mit 24 Prozent Alkohol, dunkel und kaum künstlich; günstiger Cherry Brandy macht den Cocktail knallrot und süß - genau das Gegenteil des Korallenrosa, das du suchst. Benedictine ist ein Kräuterlikör mit 40 Prozent Alkohol auf Basis von Honig und siebenundzwanzig Kräutern und am schwierigsten zu ersetzen; Drambuie kommt ihm noch am nächsten. Zusammen musst du mit etwa sechzig Euro rechnen, aber mit 1,5 und 0,75 cl pro Glas kannst du damit Dutzende zubereiten.
Wie stark der Sling wirklich ist
Auf den ersten Blick ist das ein Urlaubsgetränk, tatsächlich stecken gut 6 cl Spirituosen und Likör im Glas. Zähl einfach mit: 3 cl Gin, 1,5 cl Kirschlikör, 0,75 cl Cointreau und 0,75 cl Benedictine, zusammen etwa 2,3 cl reiner Alkohol. Verteilt auf ein Glas mit etwa 25 cl ergibt das 9 bis 12 Prozent. Durch die 12 cl Ananassaft schmeckt er wie Limonade, und genau das war 1915 beabsichtigt. Zwei Stück reichen den meisten Gästen.
Für eine Gruppe: vorher mischen
Niemand möchte bei zwölf Gästen neun Zutaten pro Glas abmessen. Mische alles außer dem Ananassaft und der Garnitur in einer Flasche: Für zwölf Personen sind das 36 cl Gin, 18 cl Cherry Heering, 9 cl Cointreau, 9 cl Benedictine, 18 cl Limettensaft, 12 cl Grenadine und ein Teelöffel Angostura. Stelle diese Basis kalt und füge den Saft erst kurz vor dem Servieren hinzu, denn Ananassaft schmeckt nach einigen Stunden bitter. Pro Glas schüttelst du dann 8,5 cl Mischung mit 12 cl Ananassaft und viel Eis.
Häufig gestellte Fragen
Woraus besteht ein Singapore Sling?
Der Singapore Sling kombiniert 3 cl Gin mit 1,5 cl Kirschlikör, 0,75 cl Cointreau, 0,75 cl DOM Benedictine, 12 cl Ananassaft, 1,5 cl Limettensaft, 1 cl Grenadine und einem Schuss Angostura Bitters. Diese neun Zutaten ergeben zusammen die zarte korallenrosa Farbe und den würzig-fruchtigen Charakter.
Warum ist der Singapore Sling so berühmt?
Er wurde um 1915 vom Barkeeper Ngiam Tong Boon in der Long Bar des Raffles Hotels erfunden, zu einer Zeit, in der Frauen in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken durften; seine rosafarbene Kreation sah wie Fruchtsaft aus. Das Raffles serviert ihn noch immer, und das machte ihn weltberühmt.
Wie viel Alkohol steckt in einem Singapore Sling?
Rechne mit gut 6 cl Spirituosen und Likör in einem Glas mit etwa 25 cl Flüssigkeit, was ungefähr 12 bis 14 Prozent entspricht. Durch die 12 cl Ananassaft schmeckt er viel milder, als er tatsächlich ist - genau der Effekt, für den er einst entwickelt wurde.
Welches Glas verwendet man für einen Singapore Sling?
Im Raffles wird er in einem hohen, leicht taillierten Glas serviert; ein 44-cl-Hurricaneglas auf Fuß kommt dem am nächsten. Ein großzügiges Longdrinkglas mit 47 bis 55 cl funktioniert genauso gut. Entscheidend sind Höhe, Klarheit und Platz für die üppige Garnitur, siehe unsere Longdrinkgläser.
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