Dry
Martini

Zeitloser
Klassiker

Der Dry Martini ist mehr als ein Cocktail – er ist ein Statement. Eiskalter Gin mit einem Hauch trockenem Wermut, serviert in diesem ikonischen V-förmigen Glas: Stilvoller und eleganter geht es nicht. Von klassischen Hotelbars bis hin zu James Bond ist der Martini seit über einem Jahrhundert der Inbegriff von Raffinesse.

Basis: Gin 4 Zutaten Glas: Martiniglas
Dry-Martini-Cocktail im Martiniglas
DRY MARTINI ✶ GIN ✶ MARTINIGLAS ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Rezept
für deinen Tisch

Wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
6 cl Gin
1 cl trockener Wermut
Zitronenzeste oder grüne Olive
Viel Eis zum Rühren
So wird er zubereitet
1

Das Martiniglas mit Eis vorkühlen oder vorher ins Gefrierfach stellen.

2

Ein Rührglas mit Eis füllen und Gin sowie Wermut hineingießen.

3

30 Sekunden rühren, bis die Mischung eiskalt ist – durch das Rühren bleibt der Cocktail klar.

4

In das gekühlte Glas abseihen und mit Zitronenzeste oder einer Olive garnieren.

Die Geschichte

Über den Ursprung des Martinis wird seit Generationen diskutiert. Entstand er während des Goldrauschs in Kalifornien als „Martinez“, oder verdankt er seinen Namen dem italienischen Wermuthersteller Martini & Rossi? Sicher ist, dass der Cocktail Anfang des 20. Jahrhunderts seine endgültige Form erhielt und in den darauffolgenden Jahrzehnten immer „trockener“ wurde: mehr Gin, weniger Wermut. Ernest Hemingway, Winston Churchill und zahlreiche Hollywoodstars trugen zum Mythos bei. Eine Regel blieb immer bestehen: Einen Martini serviert man eiskalt.

Das richtige Glas

Für einen Dry Martini gibt es nur eine richtige Wahl: das klassische Martiniglas mit seiner kegelförmigen Schale auf einem langen Stiel. Der Stiel verhindert, dass deine Hand das Getränk erwärmt, während die weite Öffnung den Aromen von Gin und Zitrone viel Raum lässt. Entscheide dich für eine kompakte Größe von 19 bis 21 cl – ein Martini sollte klein und eiskalt sein, nicht groß und lauwarm. In unserem Sortiment findest du sowohl schlichte moderne als auch Art-déco-inspirierte Varianten. Wenn du ein kleineres Glas möchtest, aus dem weniger leicht etwas verschüttet wird, sieh dir unsere Nick-&-Nora-Gläser an.

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Variationen & Twists

Von „wet“ (mehr Wermut) bis „bone dry“ (kaum Wermut), mit Olive oder Twist: Der Martini lässt sich individuell gestalten. Ein Dirty Martini bekommt einen Schuss Olivenlake, ein Gibson eine Silberzwiebel. Frage Gäste immer nach ihren Vorlieben – das Gespräch darüber gehört zum Ritual. Lust auf mehr Inspiration? Blättere durch alle 80 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Bewahre deinen Gin im Gefrierschrank und deine Martinigläser im Kühlschrank auf. Reibe den Glasrand vor dem Einschenken mit Zitronenzeste ein – dieses erste Aroma macht den Unterschied.

Das Verhältnis von Gin und Wermut

Sechs Zentiliter Gin auf einen Zentiliter trockenen Wermut ergeben ein Verhältnis von 6:1, und das ist nach modernen Maßstäben bereits ziemlich trocken. Um 1900 wurde noch mit gleichen Teilen gearbeitet; im Laufe der Jahrzehnte wurde der Wermutanteil immer weiter reduziert. Wer den Wermut wirklich schmecken möchte, liegt mit 5:1,5 oder sogar 4:2 richtig und erhält einen angenehm würzigen Martini. Ein wichtiges Detail: Trockener Wermut ist Wein und oxidiert. Bewahre die geöffnete Flasche im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb eines Monats, sonst schmeckst du vor allem Essig.

Shaken oder rühren

Rühren, dreißig Sekunden lang – und dafür gibt es einen guten Grund. Beim Shaken gelangt Luft in den Cocktail und kleine Eissplitter lösen sich, wodurch der Martini trüb wird und seine seidige Textur verliert. Bei einem Getränk, das aus nichts anderem als Gin und Wermut besteht, fällt das sofort auf. Rühre mit viel Eis in einem Rührglas, bis die Außenseite beschlägt; dadurch verdünnst du den Drink um etwa zwanzig Prozent – genau genug, um den Alkohol zu bändigen. Die geschüttelte Variante gibt es durchaus und sie hat ihre Anhänger, aber dann trinkst du bewusst einen kälteren, etwas wässrigeren und schaumigen Martini.

Wet, dry und bone dry erklärt

Diese Begriffe beziehen sich alle auf die Menge an Wermut. Wet bedeutet großzügig, etwa 4 cl Gin auf 2 cl Wermut, sodass die Kräuter und die leichte Süße deutlich zur Geltung kommen. Dry ist das Standardverhältnis dieses Rezepts: 6 cl Gin auf 1 cl Wermut. Bone dry oder extra dry geht noch weiter: Man spült nur das Glas mit Wermut aus oder hält die Flasche kurz daneben, wie Churchill es der Überlieferung zufolge tat. Ein Perfect Martini ist wiederum etwas anderes und verwendet je zur Hälfte trockenen und süßen Wermut. Wenn du in einer Bar bestellst, lohnt es sich, wet oder dry zu verlangen.

Dry Martini, Vesper oder Gibson

Drei gerührte Gin-Klassiker, die leicht miteinander verwechselt werden. Der Gibson ist exakt derselbe Dry Martini, jedoch mit einer Silberzwiebel statt einer Olive oder Zeste; diese Zwiebel verleiht ihm eine leichte Säure und einen herzhaften Duft. Der Vesper aus Casino Royale wird mit 6 cl Gin, 2 cl Wodka und 1 cl Lillet Blanc zubereitet, geschüttelt und ist dadurch kälter und milder im Kräuteraroma. Der Dirty Martini erhält einen Schuss Flüssigkeit aus dem Olivenglas und wird trüb und salzig. Das Grundgerüst bleibt stets gleich: viel Gin, etwas Aromatisches, eiskalt serviert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist in einem Dry Martini enthalten?

Gin und trockener Wermut, in diesem Rezept 6 cl Gin auf 1 cl Wermut, mit viel Eis gerührt und mit einer Zitronenzeste oder einer grünen Olive garniert. Mehr ist es nicht: Die Qualität liegt hier vollständig in der Temperatur, dem Verhältnis und dem vorgekühlten Glas.

Wie ist das richtige Verhältnis von Gin und Wermut?

Sechs Teile Gin auf einen Teil Wermut gelten als moderner Standard. Wenn du ihn feuchter möchtest, geh in Richtung 4:1; Bone Dry bedeutet kaum mehr als ein Ausspülen des Glases mit Wermut. Frag deine Gäste nach ihren Vorlieben, denn dieses Gespräch gehört zum Ritual.

Sollte man einen Dry Martini schütteln oder rühren?

Rühren. Dreißig Sekunden Rühren mit viel Eis machen ihn eiskalt und halten den Cocktail glasklar, während Schütteln Luftbläschen einbringt und das Getränk trüber und schärfer macht. Nur wer bewusst einen trüberen, lebhafter wirkenden Martini möchte, weicht von der klassischen Methode ab.

Welches Glas verwendet man für einen Dry Martini?

Das klassische Martiniglas mit kegelförmiger Schale, vorzugsweise 19 bis 21 cl. Der lange Stiel hält deine warme Hand vom Getränk fern, und die weite Öffnung gibt den Gin- und Zitrusaromen Raum. Klein und eiskalt lautet die Devise: Sieh dir unsere Martinigläser an.

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