Das Aperol-Sour-Rezept
für deinen Tisch
Gib Aperol, Zitronensaft, Zuckersirup und Eiweiß ohne Eis in den Shaker und schüttle fünfzehn Sekunden kräftig; das ist der Dry Shake.
Öffne den Shaker, fülle ihn mit Eis und schüttle weitere zehn bis fünfzehn Sekunden, bis sich die Außenseite wirklich kalt anfühlt.
Seihe den Cocktail durch ein feines Sieb in ein gekühltes Glas, damit keine Eissplitter in die Schaumschicht gelangen.
Gib ein paar Tropfen Bitters auf den Schaum und ziehe mit einem Zahnstocher eine Linie hindurch.
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Die Geschichte
Die meisten kennen Aperol nur mit Sprudel aufgegossen, wobei die Bitterkeit vor allem im Nachgeschmack auftaucht. In einem Sour passiert etwas anderes. Zitronensaft und Zuckersirup klemmen die Bitterkeit zwischen Säure und Süße ein, und das Eiweiß legt eine Schicht darüber, die die scharfen Kanten abrundet. Übrig bleibt ein Drink mit derselben Orange und denselben Kräutern, aber mit einer cremigen Textur, die man eher bei einem Whiskey Sour oder einem Amaretto Sour erwartet. Es ist die einfachste Art, Aperol einmal ernst zu nehmen, statt ihn mit Prosecco hinunterzuspülen.
Das richtige Glas
Ein Sour mit Schaum braucht ein Glas mit einer breiten Öffnung, damit sich die Schaumschicht darin ausbreiten kann, anstatt als Klumpen in einem schmalen Kelch zu bleiben. Eine Coupe oder Coupette erfüllt das genau, und auf der flachen Schale siehst du die Tropfen Bitter, die du obenauf gibst. Etwa elf Zentiliter Flüssigkeit plus Schaum erfordern ein Glas mit mindestens zwanzig Zentilitern Fassungsvermögen; eine kleinere Coupette geht auch, dann schenkst du sie jedoch bis zum Rand voll. Suchst du dieselbe Form in einem anderen Stil, sieh dir unsere Champagner-Coupes an.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Aperol Sour verwendest du neben dem Glas einen Cocktailshaker zum kräftigen Schütteln, einen Jigger zum genauen Abmessen und ein feines Barsieb, damit keine Eissplitter in den Schaum gelangen. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du bei unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 3 Bar-Tools zusammen € 67,80.
Womit machst du einen Aperol Sour?
Für einen Aperol Sour brauchst du Aperol, einen italienischen Bitterlikör, der zu den Likören gehört. Kennst du ihn nur aus dem Aperol Spritz, ist dieses Glas etwas ganz anderes. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Wenn du kein rohes Ei verwenden möchtest, nimm 2 cl Aquafaba, die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen; sie lässt sich fast genauso gut aufschäumen und ist geschmacksneutral. Ein halbes Maß Amaretto neben dem Aperol macht das Ganze vollmundiger und nussiger. Ersetzt du den Zitronensaft durch Grapefruitsaft, wird der Sour bitterer und weniger süß, und ein paar Basilikumblätter im Shaker verleihen ihm eine würzige Note. Noch mehr Inspiration? Stöbere in mehr als 100 Cocktailrezepten.
Serviertipp
Stelle das Glas vorher ins Gefrierfach oder fülle es während des Shakens mit Eis und Wasser, denn in einem kalten Glas bleibt die Schaumschicht deutlich länger bestehen. Serviere ihn direkt nach dem Abseihen: Nach etwa fünf Minuten beginnt der Schaum zusammenzufallen und der Drink zerfällt. Gib die Bittertropfen erst darauf, wenn das Glas auf dem Tisch steht.
Gut zu wissen
Was das Eiweiß genau bewirkt
Eiweiß besteht größtenteils aus Eiweißketten, die durch kräftiges Schütteln auseinanderfallen und sich um die Luftbläschen legen. So entsteht eine dichte, stabile Schaumschicht statt loser Blasen. Gleichzeitig bindet dieses Eiweiß einen Teil der Bitterstoffe aus dem Aperol, wodurch die Bitterkeit weniger scharf auf der Zunge ankommt. Das Ergebnis ist ein Glas, das sich cremiger und runder anfühlt, obwohl du keinen Tropfen Sahne verwendet hast.
Zuerst ohne Eis, danach mit Eis
Der Dry Shake ist die Runde ohne Eis. Weil nichts kühlt und nichts verdünnt, kann das Eiweiß ungestört aufschäumen und du baust in fünfzehn Sekunden eine kräftige Schicht auf. Erst danach kommt das Eis dazu - für die Kälte und die Verdünnung, die jeder Sour braucht. Gibst du alles auf einmal mit Eis in den Shaker, wird die Mischung zu schnell kalt und der Schaum bleibt dünn und grobporig. Die Reihenfolge ist also wichtiger als die Kraft, mit der du schüttelst.
Rohes Eiweiß - oder lieber nicht
Rohes Eiweiß ist nicht für jeden geeignet. Verwende ein frisches Ei und halte es bis kurz vor der Verwendung kühl oder lasse das Ei ganz weg. Aquafaba, die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen, lässt sich fast genauso gut aufschäumen und hat keinen Eigengeschmack; nimm dieselbe Menge von 2 cl. Wer bei sich selbst Zweifel hat, ob das Ei eine gute Idee ist, wählt einfach Aquafaba und verpasst nichts.
Das Verhältnis passt sich deinem Sirup an
Bei einem Sour steht und fällt alles mit dem Gleichgewicht zwischen Säure und Süße, und das hängt davon ab, wie süß dein Sirup ist. Ein Sirup aus einem Teil Zucker und einem Teil Wasser ist deutlich milder als ein Sirup aus zwei Teilen Zucker und einem Teil Wasser; mit Letzterem reichen bereits 1 cl. Probiere daher immer, bevor du abseihst, und gleiche mit einem halben cl Sirup oder einem halben cl Zitronensaft nach. Wie du den Sirup selbst herstellst, steht auf unserer Seite über Zuckersirup herstellen.
Warum das kein Spritz ist
Ein Spritz ist ein Longdrink: Bitteres, Bläschen und Sodawasser auf viel Eis, gedacht zum langsamen Austrinken. Ein Sour ist kurz und wird ohne Eis im Glas serviert, geschüttelt statt aufgebaut und mit Säure und Süße statt mit Bläschen. Dieselbe Flasche ergibt dadurch zwei Drinks, die sich kaum ähneln. Wer den Aperol Spritz kennt, erkennt höchstens die Orangennote wieder.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem Aperol Sour?
Ein Aperol Sour besteht aus 5 cl Aperol, 2,5 cl frischem Zitronensaft, 1,5 cl Zuckersirup und 2 cl Eiweiß. Alles wird kräftig geschüttelt und doppelt in ein gekühltes Glas abgeseiht, mit ein paar Tropfen Bitter auf dem Schaum.
Warum ist Eiweiß in einem Sour?
Das Eiweiß bindet einen Teil der bitteren Stoffe und bildet beim Schütteln eine dichte Schaumkrone. Dadurch wird das Getränk runder und cremiger, als man es von Aperol erwartet, ohne dass sich der Geschmack selbst verändert.
Geht es auch ohne rohes Ei?
Ja. Rohes Eiweiß ist nicht für jeden geeignet; nimm dann 2 cl Aquafaba, die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen. Es schäumt fast genauso gut und hat keinen Eigengeschmack. Wenn du ein Ei verwendest, nimm ein frisches.
Was ist der Unterschied zu einem Aperol Spritz?
Ein Aperol Spritz ist ein Longdrink mit Prosecco und Sodawasser auf viel Eis. Ein Aperol Sour ist kurz, wird mit Zitrone, Sirup und Eiweiß geshakt und ohne Eis in einer gekühlten Coupette serviert.
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