Sangria

Mit
Prickelndes

Sangria ist kein Cocktail, sondern eine Feier in Karaffenform: Rotwein mit frischem Obst, einem Schuss Brandy und einem Hauch Zimt, die gemeinsam über Nacht ihren Geschmack entfalten. Ein großzügiger Pitcher auf dem Tisch, und der Sommerabend organisiert sich von selbst. Das Geheimnis liegt – wie immer bei spanischer Gastfreundschaft – in der Zeit und der Fülle.

Basis: Rotwein 7 Zutaten Glas: Pitcher + Weingläser
Sangria-Cocktail im Pitcher + Weingläser
SANGRIA ✶ ROTWEIN ✶ PITCHER + WEINGLÄSER ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Rezept
für Ihren Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
1 Flasche Rotwein (Tempranillo oder Garnacha)
5 cl Spanischer Brandy
25 cl Orangensaft
2 EL Zucker
1 Orange und 1 Zitrone in Scheiben, 1 Apfel in Würfeln
1 Zimtstange
Schuss Mineralwasser kurz vor dem Servieren
So wird sie zubereitet
1

Das Obst mit dem Zucker und dem Brandy in einen Pitcher geben und 15 Minuten ziehen lassen.

2

Den Wein und den Orangensaft dazugeben und umrühren.

3

Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

4

Mit viel Eis und einem Schuss Mineralwasser servieren; in jedes Glas etwas Obst geben.

Die Geschichte

Schon in der Römerzeit mischten die Bewohner der Iberischen Halbinsel ihren Wein mit Wasser, Kräutern und Obst – Wein war sicherer als Wasser. Der Name leitet sich von „sangre“, Blut, ab und verweist auf die tiefrote Farbe. Jahrhunderte lang war Sangria einfach das, was bei Familienfeiern in der Karaffe war, bis sie auf der Weltausstellung 1964 in New York der amerikanischen Öffentlichkeit durch den spanischen Pavillon vorgestellt wurde. Seitdem ist Sangria weltweit ein Synonym für den spanischen Sommer. In Spanien selbst trinkt man übrigens häufiger den einfachen „tinto de verano“ – für Gäste fährt man jedoch groß auf.

Das richtige Glas

Sangria beginnt mit dem richtigen Pitcher: einer 1,4 bis 1,8 Liter großen Karaffe mit weiter Öffnung, damit das Obst hineinpasst und sich leicht herausschöpfen lässt. Servieren Sie sie in stabilen Weingläsern oder Tumblern mit viel Eis. Eine schöne Glaskaraffe auf dem Tisch ist außerdem die halbe Präsentation – Sangria ist ein Getränk, das man gemeinsam genießen und sehen kann. Robuste Gläser, die Eis und Obst standhalten, finden Sie in unseren Weingläsern.

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Variationen & Twists

Weiße Sangria mit Weißwein, Pfirsich und Trauben ist die frische Schwester, Sangria de Cava die festliche Variante. Im Winter funktioniert eine rote Version mit Orange, Gewürznelken und einem Schuss Portwein wie kalter Glühwein. Goldene Regel: Verwende Wein, den du auch pur trinken würdest. Lust auf mehr Inspiration? Stöbere durch alle 80 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Bereite die Sangria einen Tag vorher zu – der Unterschied zwischen zwei Stunden und einer Nacht Ziehzeit ist enorm. Gib die Kohlensäure und das Eis erst im letzten Moment dazu, sonst verwässert der festliche Genuss.

Weiße Sangria mit Pfirsich und Trauben

Ersetze die Flasche Rotwein durch einen trockenen Weißwein wie Verdejo oder Albariño und lass die Zimtstange weg. Das Obst richtet sich nach der Saison: ein Pfirsich in Spalten, eine Handvoll halbierte weiße Trauben sowie Zitronen- und Limettenscheiben. Verwende weiterhin 5 cl Brandy oder nimm stattdessen weißen Rum oder Pfirsichlikör und ersetze den Orangensaft durch 25 cl Apfel- oder Pfirsichsaft. Zwei Esslöffel Zucker reichen weiterhin aus. Weiße Sangria zieht schneller durch als rote, daher reichen zwei Stunden im Kühlschrank; über Nacht muss sie nicht ziehen.

Sangria de Cava mit Perlwein

In Katalonien wird die festliche Variante mit Cava statt stillem Wein zubereitet. Lass das Obst mit dem Zucker und 5 cl Brandy eine halbe Stunde in 25 cl Orangensaft ziehen und gieße die eiskalte Flasche Cava erst dazu, wenn die Gäste zu Tisch gehen. Danach kaum noch umrühren. Nimm einen Brut-Cava, denn die Sangria enthält bereits Zucker und Obst; ein Semi-Seco macht das Ganze sirupartig. Lass das Mineralwasser diesmal weg und verwende weniger Eis, sonst verflüchtigt sich die Kohlensäure innerhalb von zehn Minuten.

Alkoholfreie Sangria

Nimm einen alkoholfreien Rotwein auf Traubenbasis und keinen Traubensaft, denn der ist neben dem Obst und dem Orangensaft viel zu süß. Lass die 5 cl Brandy weg und ersetze sie durch 5 cl starken, kalten Schwarztee, der die Tannine zurückbringt, die dem 0,0-Wein fehlen. Reduziere den Zucker auf einen Esslöffel und probiere vor dem Servieren. Ansonsten ändert sich nichts: dasselbe Obst, dieselbe Zimtstange, mindestens zwei Stunden kalt stellen und kurz vor dem Ausschenken einen Schuss Mineralwasser dazugeben. Kinder können problemlos mittrinken, was bei einer Gartenparty praktisch ist.

Welches Obst und wie viel pro Person

Orange, Zitrone und Apfel bilden die feste Grundlage; Pfirsich, Nektarine, Erdbeeren und Trauben passen gut dazu. Lass Banane, Melone und Wassermelone weg, denn sie werden matschig und trüben den Krug. Schneide Zitrusfrüchte in einen halben Zentimeter dicke Scheiben, damit die Schale Aroma abgibt, ohne bitter zu werden, und entferne die Scheiben, wenn die Sangria länger als acht Stunden steht. Für die Menge rechnest du mit zwei 20-cl-Gläsern pro Person: Eine Flasche Wein mit den übrigen Zutaten reicht für vier bis fünf Gäste.

Häufige Fragen

Was gehört offiziell in Sangria?

Rotwein, frisches Obst, etwas Zucker und ein Schuss Brandy bilden die Grundlage. Unser Rezept basiert auf einer Flasche Tempranillo oder Garnacha, 5 cl spanischem Brandy, 25 cl Orangensaft, zwei Esslöffeln Zucker, Orange, Zitrone, Apfel und einer Zimtstange, abgerundet mit einem Schuss Mineralwasser kurz vor dem Servieren.

Wie macht man eine gute Sangria?

Lass das Obst zunächst eine Viertelstunde in Zucker und Brandy ziehen, gieße anschließend den Wein und den Orangensaft dazu und stelle alles mindestens zwei Stunden, besser über Nacht, kalt. Eis und Mineralwasser kommen erst beim Servieren dazu; siehe unsere Krüge.

Was ist die Grundlage von Sangria?

Rotwein bildet die Grundlage, vorzugsweise ein geschmeidiger spanischer Tempranillo oder Garnacha ohne starke Holznoten. Die goldene Regel: Verwende Wein, den du auch pur trinken würdest. Obst, Orangensaft und ein Schuss Brandy bauen darauf auf, und die Zeit im Kühlschrank erledigt den Rest.

Welches Obst verwendet man für Sangria?

Klassisch sind Orange und Zitrone in Scheiben sowie Apfel in Würfeln: Sie bleiben stabil und geben Geschmack ab, ohne auseinanderzufallen. Pfirsich, Trauben und Erdbeeren passen besonders gut zu weißer Sangria. Weiches Obst erst später hinzufügen, sonst wird es matschig.

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