Das Tom-Collins-Rezept
für deinen Tisch
Gin, Zitronensaft und Sirup kurz mit Eis shaken.
In ein hohes, mit frischen Eiswürfeln gefülltes Glas abseihen.
Mit Sodawasser auffüllen und einmal vorsichtig umrühren.
Mit einer Zitronenscheibe und einer Kirsche garnieren.
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Die Geschichte
1874 ging der „Great Tom Collins Hoax“ durch New York: Scherzkekse erzählten Freunden, ein gewisser Tom Collins würde in der Bar um die Ecke schlecht über sie reden. Wer ihn zur Rede stellen wollte, fand keinen Lästerer, sondern dank mitspielender Barkeeper ein erfrischendes Getränk mit diesem Namen. Wahrscheinlicher ist, dass der Cocktail vom John Collins abstammt, benannt nach einem Oberkellner in London und mit dem süßeren Old Tom Gin zubereitet. Name und Rezept verschmolzen, und Jerry Thomas hielt den Tom Collins 1876 offiziell fest.
Das richtige Glas
Dieser Cocktail hat sein eigenes Glas: das Collinsglas, ein hohes, schmales Longdrinkglas, das die Kohlensäure länger hält als ein breites Glas. Ein Fassungsvermögen von 33 bis 47 cl ist perfekt. Genug Platz für Eis, Cocktail und Soda, schmal genug, um die Spritzigkeit zu bewahren. Klares, dünnes Glas passt am besten zum frischen Charakter dieses Klassikers. Möchtest du denselben Gin auch als Longdrink mit Tonic servieren, findest du passende Modelle bei unseren Gin-Tonic-Gläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Tom Collins verwendest du neben dem Glas einen Shaker, einen Jigger zum genauen Abmessen, eine Zitruspresse, lange Eisstäbe und Cocktailspieße. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools- und Cocktailsets.
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Womit machst du einen Tom Collins?
Für einen Tom Collins brauchst du Gin und Genever. Bekannte Flaschen sind Hooghoudt und Linie Aquavit. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Mit Wodka wird er zum Vodka Collins, mit Bourbon zum John Collins, mit altem Jenever zum Dutch Collins - in dieses hohe Glas passt alles. Ein paar Himbeeren oder ein Schuss Holunderblütensirup machen daraus eine sommerliche Variante. Old Tom Gin ergibt die historisch korrekte, etwas süßere Version. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Verwende große, stabile Eiswürfel und gieße das Sodawasser zum Schluss an einem Barlöffel entlang hinein. So behält der Collins sein Prickeln bis zum letzten Schluck. Mit Old Tom Gin schmeckst du die historische Version.
Gut zu wissen
Tom Collins oder John Collins
Die beiden sind miteinander verwandt und werden oft verwechselt. Der John Collins ist der ältere und nach einem Londoner Oberkellner aus dem neunzehnten Jahrhundert benannt; heute bereitet man ihn mit Bourbon statt Gin zu, ansonsten ist der Aufbau identisch. Der Tom Collins verdankt seinen Namen dem süßeren Old Tom Gin, mit dem er ursprünglich ausgeschenkt wurde. Dieselbe Formel mit Wodka heißt Vodka Collins, mit altem Jenever Dutch Collins und mit Tequila Juan Collins. Glas und Mengenverhältnisse bleiben in allen Fällen gleich.
Das Verhältnis und wie stark er ist
Rechne mit 4,5 cl Gin, 3 cl frischem Zitronensaft und 1,5 cl Zuckersirup, also 3:2:1, aufgefüllt mit 6 bis 9 cl Sodawasser. Das Sodawasser bestimmt, wie kräftig der Drink ausfällt: Mit 6 cl kommst du auf etwa 11 Prozent, mit 9 cl auf knapp unter 9. Rechnet man das Schmelzwasser des Eises hinzu, liegt man bei etwa 9 Prozent, vergleichbar mit einem kräftigen Bier. Ist er dir zu sauer, erhöhe den Sirup auf 2 cl, statt die Zitronenmenge zu verringern; so bleibt die Frische erhalten.
Tom Collins oder Gin Fizz: der Unterschied
Auf der Zutatenliste wirken sie identisch, doch die Zubereitung macht den Unterschied. Einen Gin Fizz schüttelt man und serviert ihn klassisch ohne Eis in einem kleineren Glas, wodurch er kürzer, schaumiger und intensiver ist; er sollte sofort getrunken werden. Der Tom Collins kommt in ein mit Eis gefülltes Glas, erhält mehr Soda und ist ein Longdrink, an dem man eine halbe Stunde trinkt. Praktischer Unterschied: Einen Fizz macht man sich selbst an einem Sonntagmorgen, einen Collins schenkt man für vier Personen auf einer Terrasse ein, ohne dass etwas verloren geht.
Old Tom Gin: die historische Version
Old Tom ist der Gin-Stil zwischen Jenever und London Dry: etwas süßer, voller und weicher, meist mit einem leichten Zuckerzusatz. Bis weit ins neunzehnte Jahrhundert war dies der gängige Gin, und der Tom Collins ist nach ihm benannt. Bereitest du ihn mit Old Tom zu, reduziere den Zuckersirup von 1,5 auf 1 cl, sonst wird das Ganze zu süß. Inzwischen sind wieder eine Handvoll Marken für rund dreißig Euro erhältlich, und das macht sich spürbar in der Rundheit bemerkbar.
Häufig gestellte Fragen
Wie macht man einen Tom Collins?
Schüttle 4,5 cl Gin, 3 cl frischen Zitronensaft und 1,5 cl Zuckersirup kurz mit Eis und seihe alles in ein hohes, mit frischen Eiswürfeln gefülltes Glas ab. Fülle mit 6 bis 9 cl Sodawasser auf, rühre einmal vorsichtig um und garniere mit einer Zitronenscheibe und einer Cocktailkirsche.
Wer ist Tom Collins?
Tom Collins hat wahrscheinlich nie existiert. 1874 machte der Great Tom Collins Hoax in New York die Runde: Spaßvögel schickten Freunde in die Bar um die Ecke, um dort einen gewissen Tom Collins zur Rede zu stellen, woraufhin die Barkeeper ihnen ein Getränk mit diesem Namen vorsetzten. Jerry Thomas hielt das Rezept 1876 schriftlich fest.
Heißt es Tom Collins oder John Collins?
Beide gibt es. Der John Collins ist der ältere, benannt nach einem Londoner Oberkellner und heute meist mit Bourbon zubereitet; der Tom Collins verdankt seinen Namen dem süßeren Old Tom Gin. Mit Wodka heißt dieselbe Zusammensetzung Vodka Collins, mit altem Jenever Dutch Collins.
Was bedeutet der Name des Cocktails Tom Collins?
Der Name verweist auf den Scherz von 1874 und auf den Old Tom Gin, mit dem er ursprünglich zubereitet wurde. Inhaltlich steht Collins für eine Familie von Longdrinks aus Spirituose, Zitrusfrucht, Zucker und Soda in einem hohen, schmalen Glas mit 33 bis 47 cl, siehe unsere Longdrinkgläser.
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