Das Rezept
für deinen Tisch
Ein Longdrinkglas mit Eiswürfeln füllen.
Das Ginger Beer und optional den Limettensaft ins Glas geben.
Den dunklen Rum vorsichtig über die runde Rückseite eines Barlöffels gießen, damit er als Schicht obenauf schwimmt.
Mit einer Limettenspalte garnieren und mit einem Rührstäbchen servieren.
Die Geschichte
Der Cocktail entstand Ende des neunzehnten Jahrhunderts auf Bermuda, wo die Familie Gosling bereits seit 1806 ihren schwarzen Black Seal Rum herstellte und Seeleute der Royal Navy ihr eigenes Ginger Beer brauten. Die Kombination war unausweichlich. Ein Seemann soll über das Getränk gesagt haben, es habe die Farbe „einer Wolke, unter der nur ein Narr oder ein toter Mann hindurchsegeln würde“. Ein bemerkenswertes Detail: Gosling's ließ den Namen gesetzlich schützen – offiziell ist es nur dann ein Dark 'n Stormy, wenn ihr Rum verwendet wird. Die Segelwelt übernahm den Cocktail als inoffizielles Abschlussgetränk.
Das richtige Glas
Der berühmte Sturmeffekt – dunkler Rum, der über dem hellen Ginger Beer schwebt – kommt nur in einem klaren, hohen Glas richtig zur Geltung. Wähle ein Longdrinkglas mit 36 bis 47 cl Fassungsvermögen und ohne allzu viele Verzierungen: Der Farbkontrast ist hier die Show. Eine schlichte Zylinderform bringt den Schichteffekt am besten zur Geltung. Möchtest du ihn in einem Kupferbecher servieren, findest du hier unsere Moscow-Mule-Gläser.
Duralex Picardie Longdrinkglas 36 cl (6 Stück)
Onis Icon Longdrinkglas 47 cl (6 Stück)
Beide Sets — zusammen 53,90 €, kostenloser Versand ab 50 €.
Varianten & twists
Mit goldenem Rum und Angostura wird er leichter und würziger, mit einem Schuss Falernum tropischer. Der Stormy Weather – mit einer Scheibe frischem Ingwer muddled – ist etwas für echte Ingwerfans. Offiziell gehört Gosling’s hinein, aber jeder vollmundige, dunkle Rum mit Charakter kommt dem Original nahe. Lust auf mehr Inspiration? Stöbere durch alle 80 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Gieße den Rum langsam über einen Barlöffel, damit eine klare Trennung zwischen Dunkel und Hell entsteht. Lass deine Gäste selbst umrühren – der Moment, in dem der Sturm losbricht, gehört zum Erlebnis.
Das Verhältnis von Rum und Ginger Beer
Sechs Zentiliter dunkler Rum auf zehn Zentiliter Ginger Beer sind das übliche Mischverhältnis, also etwa 1 zu 1,7. Das ist bewusst rummiger als bei einem Moscow Mule, denn der Ingwer soll die Melasse unterstützen und nicht überdecken. In einem 36-cl-Longdrinkglas mit viel Eis ergibt das ungefähr 12 Prozent Alkohol. Wenn du dein Glas lieber würziger magst, nimm 5 cl Rum auf 12 cl Ginger Beer. Der Zentiliter Limettensaft ist im Rezept optional, hebt das Ganze aber spürbar an, weil er die Süße ausgleicht.
Ginger Beer oder Ginger Ale
Das macht den Unterschied zwischen einem guten und einem enttäuschenden Dark ’n Stormy aus. Ginger Beer wird mit echter Ingwerwurzel gebraut oder fermentiert und ist scharf, trüb und ziemlich würzig. Ginger Ale ist ein Erfrischungsgetränk mit Ingweraroma: süßer, klarer und deutlich milder. Mit Ale erhältst du ein trinkbares Glas, aber der Kontrast zum dunklen Rum geht verloren. Wähle ein Ginger Beer mit deutlich wahrnehmbarer Ingwerschärfe und achte auf den Zuckergehalt, denn manche Marken enthalten mehr als zehn Gramm pro 100 Milliliter. Fehlt es an Schärfe, drücke eine Scheibe frischen Ingwers aus.
Der Unterschied zu einem Moscow Mule
Die beiden ähneln sich auf dem Papier stark, aber der Unterschied liegt in der Basis und im Aufbau. Ein Moscow Mule wird mit Wodka, Limettensaft und Ginger Beer zubereitet und in einem Kupferbecher vollständig umgerührt. Beim Dark ’n Stormy lässt man dunklen Rum zuletzt über einen Barlöffel aufschichten, sodass sichtbar zwei Schichten entstehen. Geschmacklich lässt der Wodka dem Ingwer viel Raum, während der Rum mit seinen Melasse- und Karamellnoten einen Kontrapunkt setzt. Der Mule ist dadurch frischer und spritziger, der Dark ’n Stormy vollmundiger und wärmer.
Alkoholfrei mit 0,0-Rum
Alkoholfrei funktioniert dieses Rezept besser als die meisten anderen, gerade weil das Ginger Beer so viel Charakter mitbringt. Nimm 6 cl alkoholfreien dunklen Rum und halte dich an den restlichen Teil des Rezepts, einschließlich der 1 cl Limettensaft. Wenn du keinen 0,0-Rum hast, kommt eine Mischung aus 4 cl starkem Schwarztee, 2 cl Rohrzuckersirup und ein paar Tropfen Vanilleextrakt überraschend nah an den Rumgeschmack heran. Den Schichteffekt erhältst du, indem du diese dunkle Basis genauso langsam über die gewölbte Seite eines Löffels gießt wie beim Original.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem Dark 'n Stormy?
Dunkler Rum und Ginger Beer, in diesem Rezept 6 cl Rum auf 10 cl Ginger Beer, optional mit 1 cl frischem Limettensaft und einer Limettenspalte. Der Rum wird zuletzt über die gewölbte Seite eines Barlöffels gegossen, damit er als dunkle Schicht über dem Ginger Beer schwebt.
Wie ist das Verhältnis von Rum und Ginger Beer?
Ungefähr ein Teil Rum auf anderthalb bis zwei Teile Ginger Beer, hier 6 cl auf 10 cl. Mehr Ginger Beer macht ihn frischer und würziger, weniger macht ihn kräftiger. Verwende echtes Ginger Beer und kein Ginger Ale, sonst fehlt dem Cocktail die Schärfe des Ingwers vollständig.
Was ist der Unterschied zu einem Moscow Mule?
Beide enthalten Ginger Beer und Limette, aber ein Moscow Mule wird mit Wodka zubereitet und in einem Kupferbecher serviert. Der Dark 'n Stormy wird mit dunklem Rum zubereitet und verdankt seinen Namen dem sichtbaren Schichteffekt, der nur in einem klaren Glas richtig zur Geltung kommt.
In welchem Glas serviert man einen Dark 'n Stormy?
In einem klaren Longdrinkglas mit 36 bis 47 cl Fassungsvermögen und einer schlichten Zylinderform. Nur so sieht man den dunklen Rum über dem hellen Ginger Beer schweben – und genau dieser Kontrast ist die ganze Show. Wähle ein Glas ohne aufwendige Verzierungen: siehe unsere Longdrinkgläser.
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