Das Midori-Sour-Rezept
für deinen Tisch
Stelle die Coupette mit etwas Eis und einem kleinen Schluck Wasser in den Gefrierschrank oder Kühlschrank, damit sie eiskalt ist, wenn du einschenkst.
Miss Midori, Zitronensaft und Zuckersirup im Shaker ab. Wenn du die Version mit Eiweiß zubereitest, gib es jetzt hinzu und shake zuerst zehn Sekunden ohne Eis.
Fülle den Shaker mit Eis und shake kräftig zwölf bis fünfzehn Sekunden lang, bis die Außenseite beschlägt und du das Eis nicht mehr lose klappern hörst.
Gieße das Eis aus dem Glas und seihe den Cocktail durch ein feines Sieb in die Coupette ab. Mit einer Zitronenscheibe garnieren. Für die längere Version über Eis in ein Longdrinkglas gießen und mit einem Schuss Mineralwasser auffüllen.
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Die Geschichte
Der Sour ist einer der ältesten Baupläne hinter der Bar: Spirituose, Zitrus und etwas Süßes, in einem Verhältnis, das man sich nach Augenmaß merken kann. Ein Midori Sour folgt diesem Plan, allerdings steht dabei ein Likör statt einer destillierten Basis im Mittelpunkt. Das verändert die Rechnung, denn ein Likör bringt seinen eigenen Zucker bereits mit. Während ein Whiskey Sour Zucker braucht, um die Schärfe der Spirituose abzumildern, benötigt ein Midori Sour Säure, um die Süße im Zaum zu halten. Und die leuchtend grüne Farbe kommt vom Likör, nicht von Melone: Die Frucht steckt im Geschmack, die Farbe in der Flasche.
Das richtige Glas
Einen geshakten Midori Sour servierst du ohne Eis, daher bestimmt die Ausgangstemperatur, wie lange er kalt bleibt. Stell das Glas also vorher kalt. Mit 22 Zentilitern ist ausreichend Platz vorhanden: Nach dem Shaken kommst du mit Eiweiß auf etwa vierzehn Zentiliter, und dann möchtest du noch Spielraum für die Schaumkrone haben. Die Beschreibung dieses Modells sagt genau das: Ein Sour mit Eiweiß bildet eine Schaumschicht, die du nicht am Rand abflachen möchtest. Suchst du eine noch breitere Kuppa, sieh dir die Champagner-Coupes an.
Lehmann Roma Champagnerglas / Coupe 22 cl (6 Stück)
RCR Melodia Longdrinkglas 36 cl (6 Stück)
Beide Sets zusammen € 106,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Midori Sour brauchst du neben dem Glas einen Shaker, einen Jigger zum präzisen Abmessen und ein feines Sieb zum doppelten Abseihen. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools und Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 3 Barwerkzeuge zusammen € 109,80.
Womit machst du einen Midori Sour?
Für einen Midori Sour brauchst du einen Melonenlikör, und der gehört zu den Likören. Eine eigene Seite über Midori haben wir noch nicht, daher findest du unten die Liköre, die ihm am nächsten kommen, sowie den Wodka aus der Barversion. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Varianten & Twists
Die Version, die du in vielen Bars bekommst, enthält zusätzlich 2 cl Wodka: Das streckt den Drink, ohne ihn süßer zu machen, und holt ihn aus der Bonbonwelt. Eiweiß macht die Farbe sanfter, fast pastellgrün, und die Textur dicker. Wenn du ihn als Longdrink möchtest, fülle ihn in einem hohen Glas über Eis mit Sodawasser auf; die Mengenverhältnisse bleiben gleich, das Sodawasser übernimmt den Rest. Ersetzt du den Midori durch Mandellikör, erhältst du einen Amaretto Sour, und mit Blue Curaçao bekommst du denselben Aufbau in einer anderen Farbe. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Stelle das Glas eine Viertelstunde vor dem Shaken in den Gefrierschrank, denn ein Sour ohne Eis lebt von der Temperatur, mit der er ins Glas kommt. Probiere ihn vor dem Abseihen: Zitronen unterscheiden sich deutlich in ihrer Säure, daher korrigierst du ihn bei zu viel Süße mit einem halben Zentiliter zusätzlichem Zitronensaft und bei zu viel Säure mit ein paar Tropfen Sirup.
Gut zu wissen
Warum der Zitronensaft hier keine Garnitur ist
Midori ist ein Likör, und das bedeutet: destillierter Alkohol mit Zucker darin. Schenkst du ihn pur ein, klebt er fast. Die 3 cl Zitronensaft in diesem Rezept sind deshalb keine Verzierung, sondern die Konstruktion: Die Säure durchschneidet den Zucker und macht aus Sirup ein Getränk. Reduzierst du den Zitronensaft auf die Hälfte, bleibt ein Glas flüssige Süßigkeiten übrig, das du nach zwei Schlucken beiseitestellst. Das Verhältnis, das funktioniert, sind gut drei Teile Likör auf zwei Teile Zitronensaft und einen Teil Sirup, und der Sirup dient nur dazu, den Übergang zwischen süß und sauer abzurunden.
Woher diese leuchtende Farbe kommt
Die Farbe eines Midori Sour kommt aus der Flasche und nicht aus der Frucht. Melone allein ergibt einen blass gelbgrünen bis lachsrosa Saft, niemals dieses Neongrün; das steckt im Likör selbst. Das ist kein Nachteil, erklärt aber, warum man die Farbe nicht mit frischer Melone nachbilden kann. Möchtest du ihn farblich sanfter, hilft Eiweiß: Der Schaum obendrauf bricht das Grün und macht daraus einen Pastellton. Servierst du ihn als Longdrink mit Sodawasser, wird die Farbe mitverdünnt und das Ganze heller.
Das Eiweiß: Was es bewirkt und was nicht
Eiweiß fügt keinen Geschmack hinzu. Es bewirkt zwei Dinge: Es bindet Luft zu einer festen Schaumschicht und macht das Getränk im Mund dicker, fast cremig. Schüttle zuerst zehn Sekunden ohne Eis, damit das Eiweiß aufgeschlagen werden kann, und anschließend noch einmal mit Eis, um zu kühlen und zu verdünnen. Danach doppelt abseihen, durch das Sieb des Shakers und durch ein feines Sieb, sonst gelangen Eissplitter in den Schaum. Hast du kein Eiweiß zur Hand oder möchtest du es lieber nicht verwenden, funktioniert die Flüssigkeit aus einem Glas Kichererbsen genauso gut.
Die Version mit Wodka
Viele Bars schenken einen Midori Sour mit zusätzlich 2 cl Wodka aus. Das ist keine Abweichung, sondern eine Lösung: Midori enthält etwa zwanzig Prozent Alkohol und Wodka etwa vierzig, daher macht der Wodka das Getränk kräftiger, ohne ein Gramm Zucker hinzuzufügen. Du erhältst einen etwas trockeneren, längeren Cocktail, in dem die Melone noch gut zur Geltung kommt. Möchtest du das ohne mehr Alkohol, kannst du auch einfach einen halben Zentiliter Zitronensaft zusätzlich nehmen; die Wirkung auf die Süße ist vergleichbar.
Geschüttelt oder in einem hohen Glas aufgebaut
Es gibt zwei Servierarten, und sie schmecken unterschiedlich. Geschüttelt und in eine gekühlte Coupette abgeseiht ist der Cocktail klein, kalt, konzentriert und in fünf Minuten ausgetrunken. In einem hohen Glas mit viel Eis und einem Schuss Sodawasser wird er zum Longdrink, den man eine halbe Stunde in der Hand hält. Pro Schluck ist diese zweite Variante weniger süß, weil das Sodawasser verdünnt und die Kohlensäure die Süße etwas zurückdrängt. Die Mengenverhältnisse musst du nicht anpassen, nur das Glas und das Eis.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem Midori Sour enthalten?
Midori, Zitronensaft und Zuckersirup: 4,5 cl Melonenlikör, 3 cl frischer Zitronensaft und 1,5 cl Sirup, kräftig auf Eis geschüttelt und in eine gekühlte Coupette abgeseiht. Eiweiß ist optional und sorgt für eine Schaumschicht und eine dickere Textur. In vielen Bars kommen noch 2 cl Wodka hinzu.
Wie viel Prozent Alkohol enthält Midori?
Auf dem Etikett stehen rund zwanzig Prozent, also deutlich weniger als bei Gin oder Wodka. Das liegt daran, dass ein Likör größtenteils aus Zucker und Aromen besteht. In einem Midori Sour mit etwa vierzehn Zentilitern ist deshalb weniger Alkohol enthalten als in einem gerührten Cocktail derselben Größe. Sieh immer auf die Flasche, die du zu Hause hast, denn die Varianten unterscheiden sich.
Muss Eiweiß in einen Midori Sour?
Nein. Ohne Eiweiß ist er ein klares, leuchtend grünes Getränk; mit Eiweiß erhältst du eine Schaumkrone, eine weichere Farbe und ein dichteres Mundgefühl. Wenn du Eiweiß verwendest, schüttle zuerst zehn Sekunden ohne Eis und danach mit Eis und seihe doppelt ab. Die Flüssigkeit aus einem Glas Kichererbsen ist eine brauchbare Alternative.
In welchem Glas serviert man einen Midori Sour?
Geschüttelt und ohne Eis gehört er in eine gekühlte Coupette mit etwa zwanzig bis zweiundzwanzig Zentilitern Fassungsvermögen, damit nach dem Shaken noch Platz für die Schaumkrone bleibt. Servierst du ihn als Longdrink mit Sodawasser, nimmst du ein hohes Glas mit mehr als dreißig Zentilitern Fassungsvermögen. Passende Modelle findest du bei unseren Coupette-Gläsern.
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