Das Rezept
für deinen Tisch
Gin, Zitronensaft und Sirup kurz mit Eis shaken.
In einer gekühlten Flöte doppelt abseihen.
Vorsichtig mit Champagner auffüllen.
Mit einer langen, dünnen Zitronenzeste garnieren.
Die Geschichte
Das Getränk wurde um den Ersten Weltkrieg herum in Harry's New York Bar in Paris serviert und verdankt seinen Namen dem berühmtesten französischen Artilleriegeschütz jener Zeit: der 75-mm-Feldkanone, der „Soixante-Quinze“. Soldaten und Journalisten fanden, dass die Kombination aus Gin und Champagner genauso hart einschlug. Harry MacElhone und später der Stork Club in New York machten ihn berühmt; im Filmklassiker Casablanca wird er prominent bestellt. Heute ist er die schicke kleine Schwester des Gin Tonic – und unvermindert festlich.
Das richtige Glas
Der French 75 gehört in eine Flöte: hoch, schmal und auf Stiel, damit die Mousseux des Champagners möglichst lange erhalten bleibt. Eine Flöte mit 19 bis 24 cl bietet genau das richtige Verhältnis zwischen Cocktailbasis und prickelnden Bläschen. Wähle Kristallglas mit einem dünnen Rand für das vollendete Festgefühl – schließlich ist dies ein Cocktail für besondere Momente. Möchtest du ihn lieber in einer Coupette mit dem Charme der Zwanzigerjahre servieren, findest du bei unseren Champagner-Coupégläsern das Richtige.
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Variationen & Twists
Mit Cognac statt Gin trinkst du den French 125, runder und wärmer. Ein mit Angostura beträufelter Zuckerwürfel am Boden macht daraus eine Kreuzung mit dem Champagne Cocktail. Für größere Gruppen: Schüttle die Gin-Zitronen-Basis vorab in einer Karaffe und fülle jedes Glas mit Perlage auf. Mehr Inspiration? Blättere durch alle 80 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Alles muss kalt sein: Gin, Glas und Champagner. Für eine weichere Variante ersetzt du den Gin durch Cognac – dann trinkst du den „French 125“.
Das Verhältnis von Gin und Perlage
Drei Zentiliter Gin, 1,5 cl Zitronensaft und 1 cl Zuckersirup bilden die Grundlage, anschließend füllen 6 bis 9 cl Champagner das Glas. Das entspricht grob 1 Teil Gin auf 2 bis 3 Teile Perlage. Mit 6 cl erhältst du eine kräftige, ginbetonte Variante mit etwa 16 Prozent; mit 9 cl bleibt sie festlich und leicht bei etwa 12 Prozent. Schenke die Perlage immer zuletzt und langsam an der Innenwand entlang ein, denn in einem schmalen Sektglas schäumt sie sonst sofort über den Rand.
Champagner, Prosecco oder Cava
Champagner ist die klassische Wahl und verleiht durch seine Hefelagerung die größte Tiefe. Ein trockener Prosecco funktioniert hervorragend und kostet nur halb so viel; er ist fruchtiger und etwas weniger komplex, was in einem Cocktail mit Zitrone und Zucker kaum auffällt. Cava liegt mit seiner leicht nussigen Note dazwischen. Die einzige zwingende Vorgabe ist, dass die Flasche brut und nicht demi-sec ist, denn im Glas befinden sich bereits 1 cl Zuckersirup. Kühle die Perlage auf etwa 6 Grad; eine lauwarme Flasche schäumt über und verliert innerhalb einer Minute ihre Perlen.
French 75, French 125 oder French Martini
Die Namen klingen ähnlich, die Drinks jedoch nicht. Der French 75 besteht aus Gin, Zitrone, Zucker und Champagner im Sektglas. Ersetzt du den Gin durch Cognac, trinkst du einen French 125: runder, wärmer und deutlich weniger scharf. Der French Martini hat nichts mit Perlage zu tun und wird mit Wodka, Chambord und Ananassaft zubereitet, kräftig geschüttelt, bis sich eine Schaumschicht bildet, und in einem Martiniglas serviert. Wer einen Aperitif sucht, der festlich aussieht und trotzdem klar schmeckt, ist mit dem 75 gut beraten; wer etwas Süßes und Fruchtiges möchte, mit dem Martini.
Für eine Gruppe: Basis vorbereiten, Bubbles pro Glas
Für einen Umtrunk oder Silvester möchtest du nicht jedes Glas einzeln schütteln. Mische Gin, Zitronensaft und Zuckersirup im Verhältnis 3 zu 1,5 zu 1 in einer Karaffe, also für zehn Personen 30 cl Gin, 15 cl Zitronensaft und 10 cl Sirup. Stelle die Basis mindestens zwei Stunden kalt, dann musst du beim Servieren nicht mehr shaken. Schenke pro Flöte 5,5 cl Basis ein und fülle mit 6 bis 9 cl Champagner auf. Rechne mit ungefähr einer Flasche Bubbles für vier bis fünf Gläser und presse die Zitrone am selben Tag aus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem French 75 enthalten?
Gin, frischer Zitronensaft, Zuckersirup und Champagner. Du shaked 3 cl Gin, 1,5 cl Zitronensaft und 1 cl Zuckersirup kurz mit Eis, seihst doppelt in eine gekühlte Flöte ab und füllst sie mit 6 bis 9 cl gekühltem Champagner auf. Eine lange, dünne Zitronenzeste macht ihn perfekt.
Warum heißt der Cocktail French 75?
Der Name bezieht sich auf das französische 75-mm-Feldgeschütz aus dem Ersten Weltkrieg, die Soixante-Quinze. Soldaten und Journalisten in Harry's New York Bar in Paris fanden, dass die Kombination aus Gin und Champagner genauso hart einschlug. Später machte ihn der Stork Club in New York weltberühmt.
Kann man einen French 75 mit Prosecco zubereiten?
Ja, solange die Bubbles trocken sind. Ein Brut-Prosecco oder Cava eignet sich hervorragend und ist zum Mixen oft sinnvoller als teurer Champagner. Vermeide Extra Dry oder Demi-Sec: Im Rezept ist bereits Zuckersirup enthalten, dadurch wird der Cocktail schnell zu süß.
Welches Glas verwendet man für einen French 75?
Eine Champagnerflöte mit 19 bis 24 cl. Die hohe, schmale Form hält die Mousse des Champagners am längsten, und der Stiel verhindert, dass deine Hand die Bubbles erwärmt. Wähle Kristallglas mit einem dünnen Rand: siehe unsere Champagnerflöten.
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