Das Rezept
für deinen Tisch
Gin, Zitronensaft und Sirup kurz mit Eis shaken.
In einen mit Crushed Ice gefüllten Tumbler abseihen.
Fülle mit zusätzlichem Crushed Ice auf, bis sich ein kleiner Hügel über dem Glasrand bildet.
Gieße die Crème de mûre langsam darüber und garniere mit Brombeeren und Zitrone.
Die Geschichte
Dick Bradsell – dieselbe Londoner Barlegende, die den Espresso Martini erfand – kreierte den Bramble 1984 im Fred's Club in Soho. Er wollte einen wirklich britischen Cocktail zubereiten und erinnerte sich an seine Kindheit auf der Isle of Wight, wo er entlang der Wege Brombeeren pflückte. Gin, Zitrone, Zucker und ein „Drizzle“ Brombeerlikör über zerstoßenem Eis: Einfacher konnte die Hommage nicht sein, schöner auch nicht. Der Bramble gilt als Beginn der Londoner Cocktailrenaissance und steht weltweit auf modernen Barkarten.
Das richtige Glas
Der Bramble gehört in ein niedriges, breites Glas voller Crushed Ice, damit der Brombeerlikör sichtbar durch das Eis nach unten „bluten“ kann. Ein klarer Tumbler mit 31 bis 34 cl ist die klassische Wahl. Wähle ein schlichtes Modell ohne allzu viele Schliffe – das rotviolette Farbspiel ist hier die Dekoration. Mit einer Brombeere und einer halben Zitronenscheibe darauf ist das Bild perfekt. Weitere niedrige, breite Modelle mit stabilem Boden findest du bei unseren Tumblergläsern.
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Variationen & Twists
Crème de Cassis statt Crème de mûre ergibt eine süßere Beerenvariante, und mit Himbeerlikör wird daraus ein Raspberry Bramble. Im Herbst schmeckt er wunderbar mit einem Löffel Brombeermarmelade im Shaker. Das Crushed Ice ist nicht optional: Dadurch „blutet“ der Likör so schön. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch alle 80 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Gieße den Likör erst am Tisch über das Eis – dieses langsame Herabsickern in Rot ist der schönste Moment dieses Cocktails. Keine Crème de mûre? Crème de Cassis funktioniert ebenfalls, schmeckt aber etwas süßer.
Warum Crushed Ice Pflicht ist
Ohne Crushed Ice bekommst du keinen Bramble, sondern einen Gin Sour mit einer roten Schicht obenauf. Crushed Ice bildet ein dichtes Bett aus kleinen Kristallen, durch das die Crème de mûre langsam sickern kann – genau dadurch entstehen diese roten Adern. Große Eiswürfel lassen den Likör auf einmal auf den Boden laufen. Ein weiterer Vorteil: Crushed Ice kühlt schneller und verdünnt sich beim Trinken gerade genug, um die Süße abzumildern. Keine Eismaschine zu Hause? Gib Eiswürfel in ein sauberes Geschirrtuch und schlage mit einem Nudelholz darauf, bis die Stückchen erbsengroß sind.
Crème de mûre: kaufen oder ersetzen?
Brombeerlikör findest du in besseren Spirituosenläden und online. Giffard und Merlet sind die Marken, die du in den Niederlanden am häufigsten findest, und eine 70-cl-Flasche reicht bei 1,5 cl pro Cocktail lange. Wenn du keinen hast, ist Crème de Cassis die nächstliegende Alternative: etwas süßer und stärker nach schwarzer Johannisbeere schmeckend, aber mit derselben Fülle und Farbe. Himbeerlikör ergibt einen Raspberry Bramble, leichter und sommerlicher. Was nicht funktioniert, ist alkoholfreier Brombeersirup, denn er ist zu dünn und bleibt nicht als Streifen im Eis hängen.
Welchen Gin wählst du?
Ein klassischer London Dry ist die Standardwahl und lässt die Brombeeren die Hauptrolle spielen. Möchtest du mehr Frucht, ist Bombay Bramble ein naheliegender Schritt: Dieser Gin wird mit Brombeeren und Himbeeren mazeriert und verstärkt genau das Aroma, um das es in diesem Cocktail geht. Bedenke jedoch, dass er süßer ausfällt. Reduziere den Zuckersirup dann von 1 cl auf einen halben Zentiliter. Sloe Gin funktioniert ebenfalls, ist aber so süß, dass du ihn am besten zur Hälfte mit trockenem Gin mischst. Würzige Gins mit Pfeffer oder Koriander bilden einen schönen Kontrast.
Der Bramble im Wandel der Jahreszeiten
Im August und September, wenn es frische Brombeeren gibt, kannst du vor dem Shaken vier oder fünf Früchte mit dem Zuckersirup muddeln. Das verleiht mehr Tiefe und eine dunklere Farbe; die Kerne siebst du anschließend einfach heraus. Im Winter funktioniert ein halber Barlöffel Brombeermarmelade im Shaker genauso gut und bringt eine leicht marmeladige Rundheit mit. Ersetze im Herbst einen Teil der Zitrone durch Blutorangensaft für eine mildere Säure. Die Mengenverhältnisse bleiben gleich; nur die Herkunft der Früchte ändert sich.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem Bramble enthalten?
Ein Bramble besteht aus 4 cl Gin, 1,5 cl frischem Zitronensaft, 1 cl Zuckersirup und 1,5 cl Crème de mûre, serviert auf Crushed Ice mit frischen Brombeeren und einer Zitronenscheibe. Die ersten drei Zutaten schüttelst du zusammen, den Brombeerlikör gießt du erst danach langsam über das Eis.
Wodurch kann man Crème de mûre ersetzen?
Crème de cassis ist die beste Alternative: etwas süßer und beeriger, aber mit demselben Effekt. Himbeerlikör ergibt einen Raspberry Bramble. Was du nicht ersetzen solltest, ist das Crushed Ice, denn gerade dadurch sinkt der Likör so schön durch den Cocktail nach unten.
Wer hat den Bramble erfunden?
Dick Bradsell, der Londoner Barkeeper, der auch den Espresso Martini erfand, kreierte den Bramble 1984 im Fred's Club in Soho. Er wollte einen wirklich britischen Cocktail und erinnerte sich an das Brombeerpflücken auf der Isle of Wight. Der Drink gilt als Ausgangspunkt der Londoner Cocktailrenaissance.
Welches Glas verwendet man für einen Bramble?
Ein niedriger, breiter Tumbler mit 31 bis 34 cl ist die klassische Wahl, damit der Brombeerlikör sichtbar durch das Crushed Ice nach unten sinkt. Wähle ein schlichtes Modell ohne viel Schliff, denn das Farbenspiel ist hier die Dekoration. Sieh dir unsere Old-Fashioned-Gläser an.
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