Das Rezept
für deinen Tisch
Stelle den Genever vorher in den Gefrierschrank – er sollte sirupartig kalt sein.
Fülle das tulpenförmige Schnapsglas bis über den gewölbten Rand.
Zapfe oder schenke ein kleines, kaltes Bier dazu ein.
Lass den Gast den ersten Schluck Genever ohne Hände nehmen und danach zwischen Genever und Bier abwechseln.
Die Geschichte
Der Kopstoot ist so alt wie die niederländische Trinkkultur selbst: Genever – der Vorläufer des Gins, seit dem siebzehnten Jahrhundert in Schiedam gebrannt – wurde traditionell in einem Tulpenglas ausgeschenkt, das bis zum gewölbten Rand gefüllt wurde. Da man ein solch volles Glas nicht anheben kann, ohne etwas zu verschütten, beugt sich der Trinkende vor und nimmt den ersten Schluck mit den Händen auf dem Rücken. Der „Stoß“ des Genevers, gefolgt von Bier, gab dem Duo seinen Namen. Von der braunen Kneipe bis zur modernen Cocktailbar: Der Kopstoot ist niederländisches Kulturerbe, das man einfach bestellen kann.
Das richtige Glas
Der Kopstoot steht und fällt mit dem richtigen Glas: ein tulpenförmiges Geneverglas mit 3,5 bis 5 cl – das klassische „Volleschenker“-Modell – und ein kleines Pilsglas daneben. Das Tulpenglas mit seiner schmalen Taille hält den Genever kalt und bündelt die Aromen, und das randvolle Einschenken gehört zum Ritual. Mit einem altholländischen Römer machst du das Bild vollständig. Das daneben passende Fluitje oder Vaasje findest du bei unseren Biergläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Kopstoot verwendest du neben dem Glas einen Jigger zum präzisen Abmessen und einen Barlöffel zum Rühren. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Variationen & Twists
Jung und frisch oder alt und malzig: Die Geneverwahl bestimmt den Kopstoot. Mit einem Craftbier statt Pils lassen sich moderne Kombinationen kreieren – ein Tripel zu altem Genever ist überraschend gut. In Flandern trinken sie ihn als „Duikboot“: Das Gläschen sinkt ins Bier. Spektakulär, aber schade um den Genever. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Junger Genever ist leicht und frisch, alter Genever malziger und sanfter – serviere beide und lass die Gäste probieren. Schenke großzügig über den Rand auf ein Untertellerchen: Kleckern ist hier kein Missgeschick, sondern Folklore.
So schenkst du ihn über den Rand gewölbt ein
Das Tulpen-Degustationsglas mit 3,5 bis 5 cl wird bis über den Rand gewölbt gefüllt, sodass die Flüssigkeit dank der Oberflächenspannung gerade noch stehen bleibt. Stelle das Glas daher zuerst auf den Tisch oder ein Untertellerchen und schenke es erst danach voll, denn Anheben ist dann unmöglich. Der Genever kommt direkt aus dem Gefrierfach und ist zähflüssig kalt, was das Einschenken erleichtert und den Alkohol sanfter wirken lässt. Das Bier zapfst du kurz vor dem Servieren daneben, in ein Flötchen mit etwa 20 cl. Kleckern auf das Untertellerchen gehört einfach dazu.
Wie stark ist ein Kopstoot insgesamt
Die Kombination ergibt insgesamt etwas mehr als anderthalb Standardgläser. Die 3,5 cl Genever mit 35 Prozent liefern 1,2 cl reinen Alkohol, und ein 20 cl Flötchen Pils mit 5 Prozent fügt 1 cl hinzu. Zusammen sind das 2,2 cl reiner Alkohol, verteilt auf 23,5 cl Flüssigkeit, was einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von etwa 9 Prozent entspricht. Da der Genever in ein oder zwei Schlucken getrunken wird und das Bier langsam, fühlt es sich leichter an, als es ist. Zwei Kopstoot an einem Abend liegen bereits an der oberen Grenze dessen, was sich angenehm trinken lässt.
Kopstoot oder U-Boot
Bei einem Kopstoot stehen die beiden Gläser nebeneinander und du bestimmst selbst den Rhythmus: zuerst der Genever, dann das Bier oder abwechselnd. Beim flämischen U-Boot lässt du das gefüllte Geneverglas in das Bierglas sinken, woraufhin alles auf einmal geleert werden muss. Das sorgt für Spektakel, aber nicht für Geschmack, denn der Genever verschwindet vollständig im Pils und die Temperatur stimmt nicht mehr. In der niederländischen Trinkkultur gilt das U-Boot daher auch als Studentenvariante. Wer etwas vom Genever schmecken möchte, hält die Gläser getrennt.
Junger oder alter Genever und welches Bier
Junger Genever enthält wenig Malzwein und ist neutral, leicht und getreidig, weshalb er zu einem frischen Pils passt. Alter Genever enthält mindestens 15 Prozent Malzwein, schmeckt voller und weicher und verdient ein Bier mit mehr Körper, zum Beispiel ein Tripel oder ein Amberbier. Korenwijn mit 51 Prozent Malzwein oder mehr ist die kräftigste Variante und wird am besten pur getrunken. Halte das Bier klein: ein Fluitje mit 20 cl oder ein Vaasje mit 25 cl. Ein großes Glas macht aus dem Kopstoot ein abendfüllendes Projekt und nimmt der Kombination die Spannung.
Häufige Fragen
Was ist ein Kopstoot?
Ein Kopstoot ist kein gemixter Cocktail, sondern ein Duo: ein tulpenförmiges Schnapsglas mit 3,5 cl eiskaltem Genever und ein kleines Glas Pils daneben. Den ersten Schluck Genever nimmst du ohne Hände und wechselst danach zwischen Genever und Bier ab. Der Stoß des Genevers gab der Kombination ihren Namen.
Welchen Genever verwendet man für einen Kopstoot?
Junger Genever ist leicht, neutral und frisch; alter Genever ist malziger, weicher und runder im Geschmack. Beides ist richtig, also ist es vor allem eine Frage der Vorliebe. Stell die Flasche vorher ins Gefrierfach, denn ein Kopstoot sollte beim Servieren sirupartig kalt sein.
Warum trinkt man den ersten Schluck ohne Hände?
Weil das Glas bis zu einer Wölbung über den Rand gefüllt wird. Ein so volles Glas kann man nicht anheben, ohne etwas zu verschütten, also beugt sich der Trinkende mit den Händen auf dem Rücken nach vorn. Das ist Folklore aus der braunen Kneipe und zugleich der lustigste Teil des ganzen Rituals.
Wie viel Genever kommt in einen Kopstoot?
3,5 cl, eingeschenkt bis knapp über den Rand eines tulpenförmigen Geneverglases, auch Volleschenker genannt. Dazu stellst du ein Fluitje oder Vaasje Pils von etwa 20 bis 25 cl. Ohne dieses Tulpenmodell funktioniert das Ritual nicht; siehe unsere Genevergläser.
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