Das Rezept
für deinen Tisch
Einen Tumbler mit einem großen Eiswürfel füllen.
Bourbon, Campari und Wermut ins Glas geben.
20 Sekunden lang sanft rühren, bis alles gut gekühlt ist.
Mit einer ausgedrückten Orangenzeste oder einer dunklen Cocktailkirsche garnieren.
Die Geschichte
Der Boulevardier stammt aus dem Paris der 1920er-Jahre, wo der amerikanische Erbe und Verleger Erskine Gwynne die Zeitschrift The Boulevardier für seine Landsleute im Exil herausgab. In Harry's New York Bar ließ er seinen Signature-Drink mixen: Bourbon statt Gin mit Campari und Wermut. Die Barlegende Harry MacElhone verewigte das Rezept 1927 in seinem Buch Barflies and Cocktails. Während der Negroni den Sommer bekam, bekam der Boulevardier den Winter – und mit der modernen Whisky-Renaissance wurde er endgültig wiederentdeckt.
Das richtige Glas
Wie der Negroni schmeckt auch der Boulevardier am besten in einem niedrigen, schweren Tumbler mit einem großen Eiswürfel. Wähle ein Glas mit 34 bis 38 cl Fassungsvermögen und etwas Gewicht im Boden – diesen Cocktail trinkt man langsam, und ein Glas, das gut in der Hand liegt, gehört zu diesem Ritual. Kristallglas mit einer dezenten Struktur bringt das tiefe Bernsteinrot des Drinks wunderschön zur Geltung. Trinkst du ihn lieber „up“, also ohne Eis im Glas, schau dir unsere Nick-and-Nora-Gläser an.
RCR Brillante Tumbler 34 cl (6 Stück)
RCR Alkemist Tumbler 38 cl (6 Stück)
Beide Sets — zusammen 68,90 €, kostenloser Versand ab 50 €.
Variationen & Twists
Mit Rye statt Bourbon wird er trockener und würziger, mit einem rauchigen Scotch verwandelt er sich in einen Smoky Boulevardier. Serviere ihn „up“ in einer Coupette für eine elegante Variante am Abend. Eine über dem Glas flambierte Orangenzeste lässt die Bitternoten runder wirken. Lust auf mehr Inspiration? Blättere durch alle 80 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Viele Barkeeper geben dem Bourbon etwas mehr Raum (4,5 cl gegenüber jeweils 3 cl der anderen Zutaten), damit er nicht untergeht – probiere ihn und passe das Verhältnis nach Geschmack an. Auch mit Rye köstlich, wenn du ein würzigeres Ergebnis möchtest.
Boulevardier oder Negroni: der Unterschied
Ersetze den Gin durch Bourbon, und du hast die grundlegende Veränderung bereits geschafft. Campari und roter Wermut bleiben, aber während Gin mit Wacholder und Zitrusnoten den Campari schärfer wirken lässt, bringt Bourbon Vanille, Karamell und Eichenholz mit. Dadurch wird der Boulevardier runder, wärmer und eindeutig zu einem Winterdrink, während der Negroni das ganze Jahr über als Aperitif funktioniert. Es gibt noch einen Unterschied: Der Negroni wird klassisch zu gleichen Teilen gemixt, der Boulevardier erhält meist etwas mehr Basisalkohol. Außerdem hat Bourbon 45 Prozent gegenüber etwa 40 Prozent bei Gin und ist daher ebenfalls kräftiger.
Gleiche Teile oder mehr Bourbon
Das Originalrezept von Harry McElhone aus dem Jahr 1927 sieht gleiche Teile vor, also dreimal 3 cl. Moderne Barkeeper geben dem Whiskey mehr Raum, meist 4,5 cl Bourbon gegenüber 3 cl Campari und 3 cl Wermut, und das aus gutem Grund: Campari ist so dominant, dass der Bourbon bei gleichen Teilen untergeht. Arbeitest du mit einem Rye mit 50 Prozent oder mehr, kannst du zu gleichen Teilen zurückkehren, ohne dass der Whiskey verschwindet. Möchtest du ihn süßer, nimm 4,5 cl Bourbon, 2 cl Campari und 3 cl Wermut. Miss immer genau ab, denn dieses Rezept kippt schnell.
Welchen Bourbon oder Rye wählst du?
Ein Bourbon mit etwas Gewicht funktioniert am besten, etwa ab 45 Prozent. Flaschen mit einem hohen Maisanteil sind süßer und runder und machen den Cocktail zugänglicher; denk an die Standardabfüllungen von Buffalo Trace oder Four Roses. Rye Whiskey geht in die andere Richtung: pfeffriger und trockener, wodurch der Campari stärker hervortritt. Das ergibt die Version, die heute in vielen Bars ausgeschenkt wird. Eine teure Single-Barrel-Abfüllung brauchst du nicht, denn der Campari überdeckt ihre Nuancen ohnehin. Eine Flasche für rund dreißig Euro leistet hier gute Arbeit.
Up servieren statt auf Eis
Auf einem großen Eiswürfel verdünnt sich der Cocktail langsam, und das gehört dazu. Möchtest du ihn konzentrierter, rühre ihn zwanzig Sekunden lang in einem mit Eis gefüllten Rührglas und seihe ihn in eine gekühlte Coupette oder ein Nick-and-Nora-Glas ab. Ohne Eis im Glas bleibt der Geschmack vom ersten bis zum letzten Schluck gleich, aber dann solltest du ihn innerhalb einer Viertelstunde trinken, da er sich schneller erwärmt. Drücke die Orangenzeste über dem Glas aus und reibe den Rand damit ein. Diese Art des Servierens passt gut zu einer kurzen Runde vor dem Essen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Boulevardier?
Ein Boulevardier ist ein gerührter Whiskeycocktail aus 4,5 cl Bourbon, 3 cl Campari und 3 cl rotem süßem Wermut, serviert auf einem großen Eiswürfel mit Orangenzeste. Stell ihn dir als Negroni vor, bei dem der Gin durch Bourbon ersetzt wird: runder und wärmer, mit Vanille- und Karamellnoten im Hintergrund.
Wie lautet das Rezept für einen Boulevardier-Cocktail?
Fülle einen Tumbler mit einem großen Eiswürfel, gib 4,5 cl Bourbon, 3 cl Campari und 3 cl roten Wermut dazu und rühre zwanzig Sekunden lang vorsichtig, bis alles gut gekühlt ist. Mit ausgedrückter Orangenzeste oder einer dunklen Cocktailkirsche garnieren. Nicht schütteln, nur rühren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Boulevardier und einem Negroni?
Die Basisspirituose. Ein Negroni verwendet Gin, ein Boulevardier Bourbon, während Campari und roter Wermut in beiden enthalten bleiben. Viele Barkeeper geben dem Bourbon außerdem etwas mehr Raum: 4,5 cl gegenüber jeweils 3 cl der anderen Zutaten, damit er vom Campari nicht überdeckt wird.
Welches Glas verwendet man für einen Boulevardier?
Ein niedriger Tumbler mit 34 bis 38 cl Fassungsvermögen und einem beschwerten Boden eignet sich am besten. Du trinkst diesen Cocktail langsam über einem großen Eiswürfel, und ein Glas, das gut in der Hand liegt, gehört zu diesem Ritual. Siehe unsere Old-Fashioned-Gläser.
Alles für deine Bar,
an einer Adresse
Gläser in Gastronomiequalität, als Set geliefert. Heute bestellt, schnell bei dir.
Gläser kaufen →





