Gin &
Tonic

Frisch
& fruchtig

Zwei Zutaten und trotzdem so viel zu erzählen: Gin & Tonic hat sich von einer britischen Medizin zum meistservierten Longdrink der Niederlande entwickelt. Das Geheimnis eines wirklich guten G&T liegt in den Details – dem Verhältnis, dem Eis, der Garnitur und vor allem: dem Glas. Mit einem großzügigen Copaglas machst du aus einer einfachen Mischung ein Erlebnis.

Basis: Gin 4 Zutaten Glas: Copa-/Gin-Tonic-Glas
Gin-&-Tonic-Cocktail im Copa-/Gin-Tonic-Glas
GIN & TONIC ✶ GIN ✶ COPA / GIN-TONIC-GLAS ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Rezept
für deinen Tisch

Wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
5 cl Gin
10 à 15 cl gutes Tonic
Viel großes, hartes Eis
Passende Garnitur zu deinem Gin: Limette, Grapefruit, Gurke, Wacholderbeeren oder Rosmarin
So gelingt er
1

Kühle das Glas vor und fülle es anschließend großzügig mit großen Eiswürfeln – mehr Eis bedeutet weniger Verwässerung.

2

Gieße den Gin über das Eis und rühre drei Sekunden um, damit er gekühlt wird.

3

Gieße das Tonic langsam an einem Barlöffel entlang dazu, damit die Bläschen erhalten bleiben.

4

Verfeinere ihn mit einer oder zwei Garnituren, die die Botanicals deines Gins hervorheben – weniger ist mehr.

Die Geschichte

Gin & Tonic wurde in Britisch-Indien geboren, wo Soldaten ihre tägliche Dosis bitteres Chinin gegen Malaria mit Zucker, Wasser und einem kräftigen Schuss Gin hinunterspülten. Was als Medizin begann, wurde zur Gewohnheit, und aus der Gewohnheit wurde eine Institution. Die große Revolution kam um 2010 aus Spanien: Barkeeper in San Sebastián und Barcelona servierten ihre „Gin-Tonica“ in riesigen Ballongläsern mit viel Eis und überraschenden Garnituren. Dieser spanische Servierstil eroberte Europa und verlieh dem G&T eine zweite Jugend – plus Hunderte neue Craft-Gins zum Ausprobieren.

Das richtige Glas

Das spanische Copaglas – ein Ballonglas auf Stiel – ist der Standard für einen modernen G&T. Der bauchige Kelch fängt die Aromen der Botanicals ein, der Stiel hält deine warme Hand vom Eis fern und das Glas bietet Platz für eine Menge Eiswürfel, was die Verwässerung sogar reduziert. Wähle eine großzügige Copa mit 50 bis 67 cl. Den Unterschied zu einem gewöhnlichen Longdrinkglas schmeckst und riechst du sofort. Trinkst du ihn lieber aus einem hohen, schmalen Glas, schau dir unsere Longdrinkgläser an.

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Variationen & Twists

Jeder Gin verlangt nach seiner eigenen Garnitur: Zitrus-Gins nach Zitrone oder Grapefruit, würzige Gins nach Rosmarin oder Wacholder, florale Gins nach Gurke. Mit mediterranem Tonic wird er milder, mit Dry Tonic präziser. Passe die Garnitur an die Jahreszeit an: leichte Drinks im Sommer, würzige im Winter. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch alle 80 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Ein gutes Verhältnis zum Merken: 1 Teil Gin auf 2 bis 3 Teile Tonic. Gieße das Tonic erst am Tisch dazu – dieser zischende Moment gehört zum Erlebnis.

Das richtige Gin-Tonic-Verhältnis

Ein Teil Gin auf zwei bis drei Teile Tonic ist die Faustregel, also 5 cl Gin mit 10 bis 15 cl Tonic. Bei einem Verhältnis von 1:2 tritt der Gin deutlich hervor und du kommst auf etwa 13 Prozent Alkohol; bei 1:3 wird daraus ein langer, unkomplizierter Drink mit rund 9 Prozent. Welches Verhältnis du wählst, hängt vor allem vom Gin selbst ab: Ein kräftiger London Dry mit 47 Prozent verträgt 1:3 problemlos, während ein milder Gin mit 37,5 Prozent bei 1:2 besser zur Geltung kommt.

Welches Tonic passt zu welchem Gin?

Tonic ist kein neutrales Auffüllmittel, sondern macht die Hälfte des Geschmacks aus. Ein klassisches Indian Tonic mit viel Chinin passt zu einem trockenen London Dry, bei dem Wacholder im Vordergrund steht. Mediterranes Tonic, milder und würziger, kommt bei floralen oder Zitrus-Gins besser zur Geltung. Ein Dry Tonic mit weniger Zucker lässt einem komplexen Craft Gin den meisten Raum. Wichtig ist in jedem Fall eine kleine Flasche statt einer großen, denn die Kohlensäure verschwindet rasend schnell. Gieße das Tonic langsam über einen Barlöffel ins Glas und rühre danach höchstens einmal um.

Pink Gin Tonic zubereiten

Die rosa Variante ist die bekannteste Version, und es gibt zwei Zubereitungsarten. Für einen Pink Gin auf Basis von Erdbeeren oder roten Früchten verwendest du einfach 5 cl Gin und ein neutrales Tonic; diese Gins sind oft etwas süßer, daher solltest du einen mit wenig Zucker wählen. Die klassische Zubereitung funktioniert anders: Ein paar Spritzer Angostura Bitters in einem gewöhnlichen Gin Tonic färben ihn hellrosa und sorgen statt für Frucht für würzige Bitterkeit. Garniere die erste Variante mit Erdbeere oder Himbeere, die zweite mit einer breiten Orangenzeste. Beides funktioniert, schmeckt aber völlig unterschiedlich.

Alkoholfreier Gin Tonic

Alkoholfreier Gin hat einen großen Sprung gemacht und funktioniert in dieser Kombination besser als in den meisten Cocktails, weil das Tonic so viel Bitterkeit und Struktur mitbringt. Nimm 5 cl 0.0-Gin auf 10 cl Tonic, also etwas weniger Tonic als bei der gewöhnlichen Version, denn ohne Alkohol wird das Ganze schnell wässrig. Wähle einen 0.0-Gin mit deutlichem Wacholderaroma und arbeite mit einer kräftigen Garnitur: einer breiten Grapefruitzeste, Wacholderbeeren oder einem Rosmarinzweig, den du kurz zwischen den Händen reibst. Große, harte Eiswürfel sind hier besonders wichtig, denn Schmelzwasser ist der größte Feind.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das richtige Verhältnis für einen Gin Tonic?

Ein Teil Gin auf zwei bis drei Teile Tonic, in diesem Rezept 5 cl Gin auf 10 bis 15 cl Tonic. Wer die Botanicals eines Craft-Gins gut schmecken möchte, wählt ein Verhältnis von eins zu zwei; für einen leichteren, längeren Drink geht man auf eins zu drei. Miss ab, statt zu schätzen.

Welche Garnitur passt zu welchem Gin?

Lass die Garnitur die Botanicals verstärken: Zitrus-Gins verlangen nach Zitrone oder Grapefruit, würzige Gins nach Rosmarin oder Wacholderbeeren, blumige Gins nach Gurke. Beschränke dich auf ein oder zwei Elemente. Ein Berg aus Früchten sieht festlich aus, überdeckt aber gerade den Gin, für den du bezahlt hast.

Wie macht man einen alkoholfreien Gin Tonic?

Ersetze den Gin durch einen alkoholfreien 0.0-Gin und halte dich an den Rest des Rezepts: viel großes Eis, gutes Tonic und dieselbe Garnitur. Da Alkohol als Geschmacksträger dient, darfst du etwas großzügiger garnieren. Serviere ihn im selben Copaglas wie den Rest des Tisches.

Welches Glas verwendet man für einen Gin Tonic?

Eine spanische Copa mit 50 bis 67 cl. Der bauchige Kelch fängt die Aromen der Botanicals ein, der Stiel hält deine warme Hand vom Eis fern und es passt viel Eis hinein, was eine Verwässerung verhindert: siehe unsere Gin-Tonic-Gläser.

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