Manhattan

Zeitloser
Klassiker

Wenn Cocktails ein Königshaus hätten, säße der Manhattan neben dem Martini auf dem Thron. Rye Whiskey, roter Wermut und ein paar Spritzer Bitters ergeben zusammen einen tiefen, samtweichen Cocktail mit langem Abgang. Perfekt für einen Abend, an dem du dir Zeit nimmst.

Basis: Whiskey 4 Zutaten Glas: Nick-&-Nora-Glas
Manhattan-Cocktail im Nick-&-Nora-Glas
MANHATTAN ✶ WHISKEY ✶ NICK-&-NORA-GLAS ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
5 cl Rye Whiskey (oder Bourbon)
2 cl roter (süßer) Wermut
2 Spritzer Angostura Bitters
Cocktailkirsche (Amarena oder Maraschino)
So wird er zubereitet
1

Ein Rührglas mit Eis füllen und Whiskey, Wermut und Bitters hinzufügen.

2

30 Sekunden lang vorsichtig rühren, bis das Getränk eiskalt ist.

3

In ein gekühltes Nick-&-Nora- oder Coupéglas abseihen.

4

Lass eine Cocktailkirsche ins Glas sinken – dieser letzte Bissen ist etwas für Genießer.

Die Geschichte

Die hartnäckigste Geschichte verortet die Entstehung des Manhattans im Manhattan Club in New York, um 1880, bei einem Bankett, das angeblich von Jennie Churchill – der Mutter von. Historiker bezweifeln das, doch Name und Stadt stimmen jedenfalls: Dies ist der Cocktail des New Yorks im Gilded Age. Der Manhattan überlebte die Prohibition, die Wodkajahre und jeden Hype danach. Barkeeper nennen ihn nicht ohne Grund den Test jeder guten Bar: Bei nur drei Zutaten gibt es nichts zu verbergen.

Das richtige Glas

Der Manhattan wird „straight up“ serviert, also ohne Eis, und verlangt daher nach einem Glas mit Stiel. Ein Nick-&-Nora-Glas – das elegante, glockenförmige Geschwister des Martiniglases – ist heutzutage bei Barkeepern besonders beliebt: Durch den nach innen gebogenen Rand kleckert man weniger, und die Aromen bleiben schön erhalten. Eine Größe von 14 bis 16 cl ist ideal, damit der Cocktail bis zum letzten Schluck kalt bleibt. Servierst du ihn lieber aus einer Coupette, findest du in unserer Auswahl Champagner-Coupégläser.

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Variationen & Twists

Ein Dry Manhattan wird mit trockenem Wermut und einer Zitronenzeste zubereitet, ein Perfect Manhattan halb mit süßem und halb mit trockenem Wermut. Mit Scotch heißt er Rob Roy, mit Cognac Harvard. Probiere auch einmal eine geräucherte Variante: Ein paar Minuten in einer geräucherten Karaffe verwandeln das Glas in einen Abend am Kamin. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch alle 80 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Verwende Amarena-Kirschen statt leuchtend roter Cocktailkirschen und gib ein paar Tropfen der Kirschflüssigkeit dazu – das verleiht dem Manhattan eine subtile, dunkle Süße.

Das Verhältnis 5 zu 2 erklärt

Fünf Zentiliter Rye Whiskey auf 2 cl roten Wermut, also zweieinhalb zu eins, plus zwei Dashes Angostura. Dieses Verhältnis ist moderner als das Original, bei dem häufig zwei zu eins oder sogar gleiche Teile verwendet wurden und das dadurch merklich süßer ausfiel. Wer seinen Manhattan voller möchte, nimmt 4,5 cl Whiskey auf 2,5 cl Wermut, wer ihn trockener möchte, 5,5 auf 1,5. Die zwei Dashes Bitters wirken vernachlässigbar, verbinden aber das Ganze. 30 Sekunden auf Eis rühren, denn ein Manhattan sollte etwa 25 Prozent Verdünnung erhalten.

Wie stark ist ein Manhattan?

Dieser Klassiker kommt im Glas auf etwa 28 Prozent und ist damit einer der kräftigeren Cocktails. Die 5 cl Rye mit 45 Prozent liefern 2,25 cl reinen Alkohol, und die 2 cl Wermut mit 16 Prozent noch einen Bruchteil darüber hinaus. Nach 30 Sekunden Rühren hast du ein Glas mit etwa 9 cl und mehr als 2,5 cl reinem Alkohol, also zwei Standardgläser. Im Glas befindet sich kein Eis, daher verdünnt er sich beim Trinken nicht weiter. Lass dir Zeit und beschränke dich auf einen oder zwei.

Manhattan oder Old Fashioned

Beide sind gerührte Whiskeycocktails mit Bitters, und damit enden die Gemeinsamkeiten. Der Manhattan verwendet 2 cl roten Wermut für Süße und Tiefe und wird ohne Eis in einem Stielglas serviert. Der Old Fashioned wird statt mit Wermut mit Zucker zubereitet, bleibt auf einem großen Eiswürfel im Tumbler und erhält eine Orangenzeste. Dadurch ist der Manhattan komplexer und weiniger, der Old Fashioned purer und stärker auf den Whiskey selbst ausgerichtet. Der Rob Roy ist der Dritte in der Familie: derselbe Aufbau, aber mit Scotch.

Rye oder Bourbon: Was soll man wählen?

Rye ist die historische Wahl und verleiht dem Manhattan sein würzig-pfeffriges Rückgrat, das die Süße des Wermuts schön ausbalanciert. Bourbon enthält mindestens 51 Prozent Mais und macht ihn runder, süßer und zugänglicher. Das kann angenehm sein, wenn du den Wermut etwas sparsamer dosierst. Wähle eine Flasche mit mindestens 45 Prozent Alkohol, denn bei 40 Prozent tritt der Whiskey nach dem Rühren zu sehr in den Hintergrund. Scotch ergibt einen Rob Roy und Cognac einen Harvard. Eine geöffnete Flasche Wermut hält sich gekühlt etwa einen Monat.

Häufige Fragen

Was steckt in einem Manhattan-Cocktail?

Ein Manhattan besteht aus 5 cl Rye Whiskey oder Bourbon, 2 cl rotem, süßem Wermut und zwei Dashes Angostura Bitters, mit viel Eis gerührt und mit einer Cocktailkirsche garniert. Drei Zutaten und eine Garnitur: Genau deshalb ist dies der Cocktail, an dem Barkeeper einander messen.

Wie ist das richtige Verhältnis für einen Manhattan?

Zweieinhalb Teile Whiskey auf einen Teil roten Wermut, also 5 cl auf 2 cl. Ältere Rezepte verwendeten gleiche Teile; die trockenere moderne Version ist inzwischen Standard. Dreißig Sekunden lang mit viel Eis rühren, dann stimmen Verdünnung und Temperatur genau.

Verwendet man für einen Manhattan Rye oder Bourbon?

Rye ist die klassische Wahl und macht ihn würzig und trocken; Bourbon sorgt für süßere Vanille- und Karamellnoten. Beides ist gut, also entscheide nach Geschmack. Eine teure Flasche ist nicht nötig, ein guter Whiskey aus dem mittleren Preissegment lässt sich am besten mixen. Ohne Eis im Stielglas servieren; siehe unsere Nick-and-Nora-Gläser.

Was ist der Unterschied zwischen einem Manhattan und einem Old Fashioned?

In einem Manhattan steckt roter Wermut, in einem Old Fashioned nicht: Er besteht aus Whiskey, Zucker und Bitters. Der Manhattan wird ohne Eis im Stielglas serviert, der Old Fashioned dagegen über einem großen Eiswürfel im niedrigen Glas. Gleiche Basis, zwei völlig unterschiedliche Cocktails.

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