So bereitest du einen Pisco Sour zu
für deinen Tisch
Pisco, Limettensaft, Sirup und Eiweiß in den Shaker geben und 10 Sekunden ohne Eis shaken.
Jetzt das Eis dazugeben und noch 15 Sekunden kräftig shaken.
Durch ein Feinsieb in ein gekühltes Coupe- oder kleines Tumblerglas abseihen.
Drei Tropfen Angostura auf den Schaum geben. Lust auf etwas mehr? Zeichne eine kleine Figur hinein.
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Die Geschichte
1916 eröffnete der amerikanische Barkeeper Victor „Gringo“ Morris in Lima seine Morris' Bar. Dort servierte er einen Sour mit Pisco aus der Umgebung. Sein peruanischer Mitarbeiter Mario Bruiget fügte Eiweiß und Angostura hinzu; diese Version ist heute der Standard. Ob der Pisco Sour nun aus Peru oder Chile stammt, darüber streiten sogar die Regierungen. Beide Länder betrachten Pisco als nationales Kulturerbe. Wie auch immer: Er ist einer der mildesten und samtigsten Sours, die man zubereiten kann.
Das richtige Glas
In Lima bekommt man ihn in einem kleinen, stabilen Glas. Heute ist eine Coupette der Standard, in der kommt die weiße Schaumschicht am besten zur Geltung. Nimm eine Coupette mit 19 bis 26 cl Fassungsvermögen und einer klaren Schale. Dann heben sich das Weiß des Schaums, der hellgelbe Cocktail und die dunkelroten Bitters-Tropfen gut voneinander ab und deshalb sieht er auch auf Fotos so schön aus. Wenn du eine etwas tiefere Schale möchtest, schau dir unsere Coupette-Gläser an.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Pisco Sour verwendest du neben dem Glas einen Boston-Shaker, einen Jigger zum genauen Abmessen, ein Cocktailsieb, ein feines Sieb zum doppelten Abseihen und eine Bittersflasche. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Variationen & Twists
In Chile lassen sie das Eiweiß weg und verwenden Pica-Limetten. Gleicher Name, ganz anderes Getränk. Nimm Honig statt Zuckersirup, dann wird er runder. Etwas Ingwer sorgt für eine moderne Variante. Wenn du kein Ei möchtest, funktioniert Aquafaba auch hier. Suchst du nach mehr? Schau dir mehr als 100 Cocktailrezepte an.
Serviertipp
Für den klassischen Geschmack nimmst du Pisco aus der Rebsorte Quebranta. Und die Angostura ist nicht nur zur Dekoration da. Bei jedem Schluck riechst du sie, und das verleiht dem Cocktail eine zusätzliche Note.
Gut zu wissen
Der Dry Shake für den Schaum
Beginne mit zehn Sekunden Schütteln ohne Eis. Ohne die Kälte kann das Eiweiß viel mehr Luft aufnehmen. Die Proteine entfalten sich und bilden einen festen Schaum. Gib danach das Eis dazu und schüttle weitere fünfzehn Sekunden, damit er abkühlt und etwas Wasser dazukommt. Machst du es andersherum, bleibt nur eine dünne Schicht Bläschen übrig, die sich innerhalb einer Minute auflöst. So bekommst du einen halben Zentimeter Schaum, der bis zum letzten Schluck stehen bleibt. Doppelt abseihen, damit die letzten Eissplitter zurückbleiben.
Pisco Sour ohne Ei, mit Aquafaba
Statt Eiweiß nimmst du 2 cl Aquafaba. Das ist die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen. Sie enthält lösliche Proteine und Stärke und verhält sich beim Schütteln fast genauso wie Eiweiß. Du schmeckst sie nicht heraus. Nimm eine Dose ohne zugesetztes Salz und schüttle die Flüssigkeit vor der Verwendung kurz auf. Der Dry Shake ist weiterhin nötig und mit Aquafaba darf er etwas länger dauern: fünfzehn Sekunden ohne Eis und dann fünfzehn mit. Mit einem halben Barlöffel extra Zuckersirup wird die Textur noch cremiger.
Welchen Pisco wählst du?
Pisco Quebranta aus Peru ist der Klassiker. Er ist neutral genug, um Limette und Eiweiß Raum zu lassen, mit einer leicht nussigen Note darunter. Acholado ist eine Cuvée aus mehreren Rebsorten und funktioniert ebenfalls prima. Die aromatischen Piscos aus Torontel oder Italia lässt du hier lieber stehen. Sie sind so blumig, dass sie den ganzen Cocktail dominieren. Peruanischer Pisco hat einen Alkoholgehalt von 38 bis 48 Prozent und reift nicht in Holzfässern. Chilenischer Pisco ist milder und hat oft in Holzfässern gereift. Damit gelingt dir ein ganz anderer Sour.
Wie kräftig ist ein Pisco Sour?
Mit 4,5 cl Pisco mit etwa 42 Prozent kommst du im Shaker auf ungefähr 19 Prozent. Durch 25 Sekunden Shaken mit viel Eis kommt grob ein Viertel Wasser dazu. Im Glas sind es dann etwa 15 Prozent, verteilt auf insgesamt rund 12 cl inklusive Schaum. Das ist vergleichbar mit einem kräftigen Glas Wein. Durch die Schaumkrone lässt er sich allerdings deutlich leichter trinken. Pro Glas kannst du mit etwa 180 Kalorien rechnen, vor allem aus dem Pisco und den 2 cl Zuckersirup.
Häufig gestellte Fragen
Was kommt in einen Pisco Sour?
Er enthält 4,5 cl Pisco, 3 cl frischen Limettensaft, 2 cl Zuckersirup und ein Eiweiß. Auf den Schaum kommen drei Tropfen Angostura Bitters. Das Eiweiß macht ihn cremig und sorgt für die dicke weiße Schaumkrone, für die er bekannt ist.
Was ist ein Pisco Sour?
Der bekannteste Cocktail Südamerikas. Ein Sour mit Pisco, mit Limette, Zucker und Eiweiß geshakt, samtweich und mit einer Schaumkrone. Serviere ihn in einer kalten Coupette mit 19 bis 26 cl, darin kommt die weiße Schaumkrone am besten zur Geltung. Schau dir zum Beispiel unsere Champagner-Coupette-Gläser an.
Woraus wird Pisco hergestellt?
Pisco ist ein Traubenbrand, der aus Traubenmost aus Peru und Chile destilliert wird. Für einen klassischen Pisco Sour nimmt man Quebranta. Mit aromatischen Trauben wie Torontel und Italia wird der Cocktail blumiger. Peru und Chile betrachten Pisco beide als ihr nationales Erbe, und darüber sind sie sich bis heute nicht einig.
Wie viel Prozent Alkohol hat Pisco?
Meist zwischen 38 und 48 Prozent, und Pisco wird unverdünnt abgefüllt. Nach dem Shaken mit Eis, Limettensaft und Zuckersirup bleiben im Cocktail etwa 15 Prozent übrig. Deshalb lässt sich ein Pisco Sour gefährlich leicht trinken. Also nicht zu großzügig einschenken.
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