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Grüner
Veltliner

Grüner Veltliner ist die wichtigste weiße Rebsorte Österreichs. Er wächst vor allem in Niederösterreich, entlang der Donau in der Wachau, im Kamptal und im Kremstal. Im Glas ist er trocken und frisch: grüner Apfel, Zitrusfrüchte, eine würzige Note und der weiße Pfeffer, für den er bekannt ist. Derselbe Name steht auf einer einfachen Literflasche und auf einem Wein, der jahrelang lagern kann. Weitere Stile findest du bei Weißwein.

Basis: Weißwein8 bis 10 GradGlas: kompakter Weißweinkelch
Weißweinglas mit einem kompakten Kelch und hellgelbem Weißwein auf einem cremeweißen Hintergrund
GRÜNER VELTLINER ✶ WEISSWEIN ✶ KOMPAKTER WEISSWEINKELCH ✶ KÜHLEN & EINSCHENKEN ✶

So schenkst du ihn ein
einen Grünen Veltliner in

Was du brauchst
1 FlascheGrüner Veltliner in der 75-cl-Flasche
1 Weißweinglasmit einem kompakten Kelch
1 Korkenzieheroder Schraubverschluss
Einschenken: Schritt für Schritt
1

Stell die Flasche etwa drei Stunden in den Kühlschrank, damit der Wein auf 8 bis 10 Grad kommt. Ein leichter Grüner Veltliner darf am kälteren Ende dieses Bereichs liegen, ein reifer und vollerer am oberen Ende. Eiskaltes Einschenken unterdrückt die Würze und den Pfeffer.

2

Viele Grüne Veltliner haben einen Schraubverschluss, und die Literflaschen, die in Österreich beim Heurigen auf den Tisch kommen, haben einen Kronkorken. Wenn sich ein Korken darin befindet, schneide die Kapsel unterhalb der Verdickung am Flaschenhals rundherum durch, setze die Spirale mittig auf den Korken und drehe sie gerade nach unten.

3

Karaffieren ist nicht nötig. Ein junger Grüner Veltliner lebt von seiner Frische und gewinnt durch zusätzliche Luft kaum. Bei einer reifen, einige Jahre alten Flasche kannst du sie eine halbe Stunde vorher öffnen, stell sie aber vor allem in einen Kühler mit Wasser und Eis neben den Tisch.

4

Fülle das Glas bis etwa zu einem Drittel. Darüber bleibt Platz für das Aroma, und weil sich nur wenig Wein im Glas befindet, bleibt er kühl. Schenke lieber öfter eine kleine Menge nach, als das Glas bis zum Rand zu füllen.

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Die Geschichte

Grüner Veltliner gehört zu Österreich wie Riesling zu Deutschland. Der größte Teil wächst in Niederösterreich, auf Terrassen und Hängen entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse. In der Wachau, im Kamptal und im Kremstal liefert die Rebsorte die ernsthaften Weine; auf dem flacheren Land außerhalb entstehen die einfachen Weine, die in und um Wien beim Heurigen aus einer Literflasche mit Kronkorken ausgeschenkt werden. Dieses Doppelleben ist typisch für die Rebsorte: Derselbe Name steht auf einer Flasche, die man gedankenlos leert, und auf einem Wein, der jahrelang auf der Flasche liegen kann.

Das richtige Glas

Grüner Veltliner trinkt sich aus einem Glas mit kompakter Kuppa. Der Wein braucht wenig Luft und viel Kühle: Je weniger Oberfläche der Luft ausgesetzt ist, desto länger bleiben Temperatur und frische Säure erhalten. Eine schmalere Öffnung führt die Zitrus- und Pfeffernoten außerdem geradliniger zur Nase, während sie sich in einer breiten Kugel verflüchtigen. Die passenden Größen findest du bei den Weißweingläsern; bleibt die Flasche auf dem Tisch stehen, leistet ein Weinkühler mindestens genauso viel wie das Glas.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Grüner Veltliner brauchst du neben dem Glas vor allem einen Korkenzieher – obwohl viele Grüner Veltliner mit Schraubverschluss verschlossen sind – und einen Weinkühler, um die Flasche auf Temperatur zu halten. Die Bar-Tools unten kommen zum Einsatz, sobald der Wein in einem Gespritzten oder Spritz landet: ein Barlöffel zum Umrühren und ein Zester für einen Streifen Zitronenschale. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools- & Cocktailsets.

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Was schenkst du dazu ein?

Grüner Veltliner ist ein Wein für den Tisch, aber meistens steht noch mehr auf dem Tisch. Das sind die Weine, die davor, dazu oder danach kommen – von einem Glas Crémant zum Auftakt bis zu einem Moscato zum Dessert. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie der Wein schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

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von knochentrocken bis süß

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Variationen & Twists

Die Bandbreite liegt in der Region. In der Wachau verwenden die Winzer drei eigene Bezeichnungen: Steinfeder für die leichtesten Weine, Federspiel für die mittlere Kategorie und Smaragd für die reifsten und vollmundigsten. Außerhalb der Region steht auf dem Etikett meist nur der Name der Region. Am anderen Ende des Spektrums steht der Gespritzte, bei dem Österreicher einfachen Weißwein mit Mineralwasser verlängern und so ein langes, leichtes Getränk zubereiten. Mehr lesen? Entdecke alle Getränke und Marken.

Serviertipp

Bei 8 bis 10 Grad ausschenken und die Flasche in einem Kühler aufbewahren. Grüner Veltliner ist einer der wenigen Weine, die es mit Spargel aufnehmen können: Die würzige Note harmoniert mit dem Grün des Stängels, bei dem viele andere Weine bitter wirken. Und in Österreich wird er nicht ohne Grund zum Schnitzel serviert, denn seine frische Säure durchdringt die frittierte Panade.

Gut zu wissen

Was Steinfeder, Federspiel und Smaragd bedeuten

Das sind drei Bezeichnungen, die die Winzer in der Wachau untereinander verwenden und die man außerhalb dieser Region nicht findet. Steinfeder steht für die leichtesten Weine, Federspiel für die mittlere Kategorie und Smaragd für die reifsten und vollmundigsten. Sie sagen etwas über die Reife der Trauben bei der Lese und damit über das Gewicht des Weins im Glas aus, nicht über die Qualität des Erzeugers. Fast niemand kennt sie, und trotzdem verrät eine Flasche aus der Wachau sofort, was man erwarten kann.

Der weiße Pfeffer, für den er bekannt ist

Viele Verkoster erkennen im Grünen Veltliner eine Note, die an frisch gemahlenen weißen Pfeffer erinnert, neben grünen Äpfeln und Zitrusfrüchten. Wie stark diese Note ausgeprägt ist, unterscheidet sich von Flasche zu Flasche und von Region zu Region. Bei leichten, früh gelesenen Weinen fällt sie am stärksten auf; bei den reifen und vollmundigen Flaschen tritt sie in den Hintergrund, und gelbe Früchte kommen an ihre Stelle.

Die Literflasche mit Kronkorken

In Österreich wird einfacher Grüner Veltliner beim Heurigen aus einer Literflasche mit Kronkorken ausgeschenkt. Das ist kein minderwertiger Wein, sondern ein anderer Zweck: jung trinken, kalt, ohne viel Aufwand. Dieselbe Rebsorte ergibt in der Wachau und im Kamptal Flaschen, die gerade jahrelang lagern können. Grüner Veltliner ist somit beides, und das Etikett verrät, welche der beiden Varianten man in der Hand hält.

Wie viel Alkohol er enthält

Das hängt vom Stil ab. Leichte, früh gelesene Weine liegen im unteren Bereich, reife und volle Flaschen aus der Wachau deutlich höher; über die gesamte Bandbreite sind ungefähr 11 bis 14 Prozent üblich. Der Prozentsatz steht auf dem Etikett, und bei dieser Rebsorte sagt er auch etwas über das Gewicht des Weins im Glas aus.

Wie lange man ihn aufbewahren kann

Die einfachen Flaschen sind dafür gemacht, jung getrunken zu werden, und schmecken innerhalb von ein oder zwei Jahren am besten. Die reifen Weine aus der Wachau, dem Kamptal und dem Kremstal können dagegen jahrelang lagern; die frische Frucht weicht dann langsam einer runderen, honigartigeren Note. Die Flaschen liegend, kühl und dunkel lagern.

Häufige Fragen

Wie schmeckt Grüner Veltliner?

Trocken und frisch, mit grünem Apfel, Zitrusfrüchten und einer würzigen Note. Das Merkmal, für das er bekannt ist, ist ein Hauch frisch gemahlenen weißen Pfeffers. Leichte Flaschen sind schlank und besonders frisch; die reifen Weine aus der Wachau sind voller und haben mehr gelbe Früchte, wobei der Pfeffer in den Hintergrund tritt.

Was bedeuten Steinfeder, Federspiel und Smaragd?

Es sind drei Bezeichnungen der Winzer in der Wachau, in aufsteigender Reihenfolge der Reife: Steinfeder ist die leichteste, Federspiel die mittlere und Smaragd die reifste und vollste. Sie stehen nur auf Flaschen aus dieser Region. Außerhalb der Wachau sagt der Regionsname auf dem Etikett mehr darüber aus, was man im Glas bekommt.

Bei welcher Temperatur und in welchem Glas schenkt man Grünen Veltliner aus?

Zwischen 8 und 10 Grad, in einem Glas mit kompakter Kelchform. Der Wein braucht wenig Luft und sollte vor allem kühl bleiben; eine schmalere Öffnung hält die Temperatur länger und lenkt die Zitrus- und Pfeffernoten zur Nase. Bis zu einem Drittel einschenken und die Flasche in einen Kühler stellen.

Was isst man zu Grüner Veltliner?

Spargel und Wiener Schnitzel sind die beiden Klassiker. Beim Spargel hilft die würzige Note, die das Grüne des Stängels aufgreift; beim Schnitzel durchdringen die frischen Säuren die frittierte Panade. Außerdem passt er gut zu Fisch, Hähnchen, grünen Salaten und Gerichten mit vielen Kräutern.

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