Roséwein
Rosé ist einfach Wein aus blauen Trauben, bei dem die Schalen kurz mit dem farblosen Saft mitgären. Je länger dieser Kontakt dauert, desto dunkler der Wein und desto voller der Geschmack. Die Farbe im Glas verrät also schon etwas über die Flasche.


Wein nach Sorte
Rosé ist eine der drei Weinfarben. Hier erfährst du mehr über die beiden anderen und über Schaumweine in einer rosafarbenen Variante.

Weißwein
Weißwein wird im selben schlanken Glas und bei derselben Serviertemperatur wie Rosé serviert, nur fehlt ihm die Farbe aus den Schalen.
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Rotwein
Bei Rotwein mazerieren die Schalen 24 Stunden im Most, deutlich länger als bei Rosé. Das sieht und schmeckt man sofort.
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Champagner
Rosé-Champagner ist der einzige Roséwein, dem am Ende der Herstellung Rotwein zugesetzt werden darf.
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Prosecco
Der italienische Schaumwein, den es auch in einer rosafarbenen Variante gibt und der in fast jedem Spritz zu finden ist.
Über Prosecco →Blaue Trauben, farbloser Saft und kurze Maischestandzeit
Rosé ist Wein aus blauen Trauben, und damit ist das größte Missverständnis gleich aus dem Weg geräumt: Weißwein kommt dabei nicht zum Einsatz. Der Saft aus Trauben ist nämlich immer farblos, auch bei blauen Trauben. Die Farbe steckt in der Schale, und der Winzer lässt die Schalen kurz mit dem Saft vergären. Für Rosé bleiben sie acht bis vierzehn Stunden im Most, während die Schalen bei Rotwein einen ganzen Tag darin liegen. Je länger der Kontakt, desto dunkler der Wein. Mit dieser Einweichzeit bestimmt der Winzer also genau, wie intensiv das Rosa wird. Rosé reicht deshalb von hellem Orange bis kräftigem Erdbeerrosa, und durch die kurze Gärung schmeckt er leicht, erfrischend und fruchtig.
Rotwein mit Weißwein zu Rosé zu mischen, ist nicht erlaubt. In der EU ist es sogar verboten, einen so hergestellten Wein als Rosé zu vermarkten, und auch unter Winzern ist das verpönt. Es gibt genau eine Ausnahme: Rosé-Champagner, dem am Ende der Herstellung Rotwein zugesetzt wird. Welche blaue Traube in der Flasche steckt, unterscheidet sich je nach Region. Grenache, Syrah, Mourvèdre und Tempranillo sind die üblichen Sorten; auf den Flaschen werden sie oft durch Cinsault, Carignan oder Merlot ergänzt. Die Regel, dass Rosé aus blauen Trauben hergestellt wird, kennt eine Ausnahme: Ein Blush wird aus Pinot Grigio hergestellt, einer Traube, deren rosa gefärbte Schale gerade genug Farbe abgibt.
Kurz gefasst
Sechs Flaschen, von blassem Lachsrosa bis Beerenrot
Die Farbintensität sagt etwas über den Geschmack aus, denn sie hängt von der Traube und davon ab, wie lange die Schalen mitvergoren sind. Diese sechs sind nach ihrer Farbe geordnet, vom hellsten Wein aus der Provence bis zum kräftigsten Spanier.

Château de Berne Romance
Hellrosa in der Farbe, mit Erdbeere, Pfirsich, Melone und Mango. Blumig, frisch und fruchtig und damit das Paradebeispiel für die Provence.

Riporta Rosato
Brillante, hellrosa Farbe und ein duftendes Bouquet aus wilden Erdbeeren und Granatapfel, unterlegt mit zarten blumigen Noten. Der Geschmack ist frisch und saftig.

Pierre de Prunet Rosé
Ein lachsrosa Wein, der für seinen vollen und zugleich seidigen Geschmack geschätzt wird. Leicht zu trinken und kräftig genug für asiatisches Essen.

Inycon Growers Pinot Grigio Blush
Die Ausnahme in dieser Auswahl, denn er wird aus Pinot Grigio hergestellt, dessen rosa gefärbte Schale für die Blush-Farbe sorgt. Lebendig, voll reifer Himbeeren und Kirschen, weich und saftig.

Mucho Más Rosado
Voller Aromen roter Früchte, mit einem intensiven, frischen und süßlichen Geschmack von roten Johannisbeeren, Brombeeren und Kirschen. Das ist die dunklere, süßere Seite des Rosés.

Cune Rosado
100 Prozent Tempranillo aus Rioja, mit Himbeeren, Erdbeeren und Blaubeeren im Glas. Ein lakritzartiger Hauch Süßholz und ein kräftiger Abgang machen ihn zum kräftigsten der sechs.
Suchst du etwas Frisches zu einem Salat, nimm einen leichten Provence-Rosé. Trinkst du ihn zu Tapas oder zum Grillen, wähle eine dunkle Flasche aus Spanien.
Immer fruchtig, ansonsten hängt es von der Farbe ab
Von hellem Orange bis Erdbeerrosa
Der Geschmack von Rosé hängt von der Traube und der Farbintensität ab, und beides geht Hand in Hand. Eine blasse Flasche ist meist leicht und elegant, eine dunkle vollmundiger und sinnlicher.
Rote Früchte und Zitrus
In allen Rosés schmeckt man Frucht, von Kirschen und Orangen bis zu Melone und Zitrusnoten. Bei manchen kommen würzige Noten wie Lavendel, Thymian oder Rosmarin hinzu, andere stecken voller reifer roter Früchte.
Leicht und erfrischend
Da die Schalen nur kurz mitgären, bleibt der Geschmack leicht, erfrischend und fruchtig. Der größte Unterschied ist dabei, ob der Wein trocken oder süß ist – von einem leichten, eleganten Rosé zum Aperitif bis hin zu einem würzigen, süßen Wein.
Geschmacksprofil eines leichten, trockenen Rosés. Eine dunklere, süßere Flasche schneidet bei Süße und Fruchtigkeit besser und bei Frische deutlich schlechter ab.
So schenkt man Rosé ein
Rosé trinkt man gekühlt, aus einem schlanken Glas und ganz unkompliziert. Diese drei Dinge machen den Unterschied.
Auf 8 bis 10 Grad kühlen
Rosé serviert man gekühlt bei 8 bis 10 Grad. Ist der Wein zu warm, verliert er seine Fruchtigkeit und vor allem der Alkohol tritt stärker hervor. Ist er zu kalt, riecht man weniger und die Säure dominiert den Geschmack. Direkt aus dem Kühlschrank auf den Tisch – genau richtig.
Das richtige Glas →Bis knapp über die breiteste Stelle einschenken
Weißwein und Rosé schenkt man bis knapp über die breiteste Stelle des Glases ein, also etwas voller als Rotwein. Aus einer 75-cl-Flasche bekommt man etwa sechs Gläser. Zu dritt leert man beim Essen also eine Flasche.
Roségläser ansehen →Zum Grillen und Aperitif
Ein hellrosa, trockener Rosé passt hervorragend zu gegrilltem Hähnchen oder einem frischen Salat und damit zu fast allem, was vom Grill kommt. Die üppige Fruchtigkeit eines süßen Rosés kommt dagegen bei einem Fruchtdessert am besten zur Geltung.
Von hell nach dunkel →Cocktails mit prickelndem Rosé
Rosé wird fast immer pur getrunken, und klassische Cocktails mit Rosé gibt es kaum. Diese vier werden mit einem verwandten Schaumwein zubereitet, Prosecco oder Champagner.

Aperol Spritz
Prosecco, Aperol und ein Schuss Sprudelwasser über ein Glas voller Eis gießen.
Hugo Spritz
Holunderblütensirup, Prosecco, Sprudelwasser, Minze und Limette.
Bellini
Pfirsichpüree ins Glas geben und anschließend langsam mit Prosecco auffüllen.
Kir Royal
Crème de cassis ins Glas geben und mit Champagner auffüllen.Das richtige Glas für Rosé
Rosé gehört in ein schlankes Weißweinglas und nicht in den breiten Kelch eines Rotweinglases. Ein schmaleres Glas hält den Wein länger kühl und lässt die Aromen weniger schnell verfliegen. Das sind die Gläser, die wir selbst empfehlen.
Alles, was du noch über Rosé wissen wolltest
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Zu den Cocktailrezepten →Wie wird Roséwein hergestellt?
Woher stammt die Farbe des Roséweins?
Kann man Rosé herstellen, indem man Rot- und Weißwein mischt?
Aus welchen Trauben wird Rosé hergestellt?
Wie viel Prozent Alkohol enthält Rosé?
Bei welcher Temperatur schenkt man Rosé ein?
Welches Glas verwendet man für Rosé?
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