So schenken Sie ein
einen alkoholfreien Wein in
Stellen Sie die Flasche mindestens drei Stunden in den Kühlschrank oder eine halbe Stunde in einen Eimer mit Wasser und Eis. Alkoholfreien Wein servieren Sie kälter als das Original: Bei 6 bis 8 Grad fällt der dünnere Körper weniger auf und die Frische kommt besser zur Geltung. Lauwarm überwiegt dagegen die Süße.
Öffnen Sie die Flasche. Ist sie mit einem Korken und Drahtkorb verschlossen, lösen Sie zunächst den Draht, während Sie den Daumen auf dem Korken lassen. Drehen Sie anschließend die Flasche, nicht den Korken, und lassen Sie den Korken mit einem Seufzen statt mit einem Knall entweichen. Bei einem Schraubverschluss oder einem gewöhnlichen Korken gehen Sie wie gewohnt vor.
Karaffieren bringt hier wenig, und bei einer schäumenden Variante wirkt es sogar gegen Sie: Gerade die Bläschen kaschieren, was der Alkohol nicht mehr trägt. Lassen Sie die Flasche also bis zum Einschenken verschlossen und kalt. Nur bei einem stillen Rotwein kann ein paar Minuten Luft das Aroma etwas öffnen.
Schenken Sie bis etwa zu einem Drittel des Glases ein, in derselben Form wie beim Original: eine Flöte oder Tulpe für den Schaumwein, ein Weinglas für den stillen Wein. Stellen Sie die Flasche zwischendurch zurück in den Kühlschrank und trinken Sie sie möglichst am selben Tag aus, denn Aroma und Kohlensäure verflüchtigen sich schnell.
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Die Geschichte
Alkoholfreier Wein wird nicht ohne Alkohol hergestellt, sondern mit Alkohol. Zuerst entsteht ein gewöhnlicher Wein, mit Trauben und Gärung und allem, was dazugehört. Danach wird der Alkohol entfernt. Das kann durch Vakuumdestillation geschehen, bei der der Wein unter niedrigem Druck bereits bei einer niedrigen Temperatur kocht, sodass der Geschmack weniger leidet. Es ist auch eine Umkehrosmose möglich, bei der der Wein unter Druck an einer Membran entlanggeführt wird, die Alkohol und Wasser durchlässt und den Rest zurückhält. Die dritte Methode ist der Spinning Cone, eine rotierende Säule, die zunächst die flüchtigen Aromen auffängt und sie anschließend wieder hinzufügt.
Das richtige Glas
Der Ausgangspunkt ist einfach: Verwende das Glas, das zum Original gehört. Ein alkoholfreier Schaumwein gehört in eine Flöte oder ein Tulpenglas, damit die Kohlensäure nicht auf einmal entweicht, und ein alkoholfreier Weißwein in ein gewöhnliches Weinglas. Ein spezielles Glas für alkoholfreien Wein gibt es nicht, weder in diesem Sortiment noch als eigenes Modell. Da diese Weine gut gekühlt am besten zur Geltung kommen, hilft ein langer Stiel: So musst du den Kelch nicht anfassen. Sieh dir auch die Weißweingläser und für die Flasche zwischendurch die Weinkühler an.
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Das richtige Werkzeug
Für eine Flasche alkoholfreien Wein brauchst du neben dem Glas vor allem einen Korkenzieher und einen Weinkühler, denn kalt zu bleiben ist hier die halbe Miete. Die Bar-Tools unten kommen zum Einsatz, sobald die Flasche in einen Mocktail kommt: ein Jigger zum Abmessen und eine Zitruspresse für frischen Saft. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 2 Bar-Tools zusammen € 78,85.
Welches Getränk passt dazu?
Alkoholfreier Wein enthält selbst keinen oder kaum Alkohol, beginnt aber als gewöhnlicher Wein. Diese Seiten erklären, woher die Originale stammen, von Prosecco bis Champagner. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie er schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Nicht jeder Stil gelingt gleich gut. Schaumwein funktioniert am besten, weil die Perlage und die Säure auffangen, was der Alkohol nicht mehr trägt. Aromatischer Weißwein kommt danach: Riesling, Sauvignon Blanc und Muskat bringen so viel Eigenduft mit, dass genug übrig bleibt. Vollmundiger Rotwein ist am schwierigsten, denn gerade dort sorgte der Alkohol für Körper und Rundheit. Achte auch auf das Etikett: „Alkoholfrei“ wird für bis zu 0,5 Prozent verwendet, 0,0 bedeutet null. Mehr lesen? Entdecke alle Getränke und Marken.
Serviertipp
Bei 6 bis 8 Grad einschenken und die Flasche zwischendurch kalt halten, denn lauwarm tritt der Restzucker stärker hervor. Die Flasche noch am selben Tag austrinken: Geruch und Kohlensäure verschwinden schneller als bei Wein mit Alkohol. Dazu passt Essen mit viel Eigengeschmack, etwa geräucherter Fisch, ein Salat mit Zitrone oder etwas Scharfes, denn die süße Seite vieler alkoholfreier Weine passt gut dazu.
Gut zu wissen
Wie der Alkohol entfernt wird
Es gibt drei gängige Verfahren. Bei der Vakuumdestillation senkt Unterdruck den Siedepunkt, sodass der Alkohol bei niedriger Temperatur verdampft und der Geschmack weniger leidet. Bei der Umkehrosmose fließt der Wein unter Druck an einer Membran entlang, die nur Alkohol und Wasser durchlässt; anschließend wird das Wasser wieder zurückgeführt. Beim Spinning Cone läuft der Wein als dünner Film durch eine rotierende Säule, fängt zunächst die flüchtigen Aromen auf, entfernt anschließend den Alkohol und fügt die Aromen wieder hinzu.
Warum es so schwierig ist
Alkohol bewirkt im Wein mehr, als man denkt. Er sorgt für das Mundgefühl, vermittelt einen süßen Eindruck, ohne dass Zucker ins Spiel kommt, und transportiert die Aromastoffe zur Nase. Entfernt man ihn, fällt alles drei gleichzeitig weg und es bleibt etwas Dünneres und Flacheres übrig. Deshalb fügen Hersteller oft Traubensaft, ein Süßungsmittel oder Kohlensäure hinzu, um diese Lücke zu füllen.
Alkoholfrei im Vergleich zu 0,0
Alkoholfrei ist die Bezeichnung für bis zu 0,5 Prozent. Daher ist meist noch ein kleiner Rest Alkohol enthalten. Steht 0,0 auf dem Etikett, bedeutet das null. Für den Geschmack macht dieser Unterschied meist wenig aus; wer genau wissen möchte, was enthalten ist, liest das Etikett.
Welche Stile am besten gelingen
Schaumwein gelingt am einfachsten: Die Bläschen und die Säure füllen den Raum, den der Alkohol hinterlässt, und der Unterschied zum Original fällt am wenigsten auf. Danach kommt aromatischer Weißwein wie Riesling, Sauvignon Blanc und Muskat, da diese Trauben von sich aus viel Duft mitbringen. Vollmundiger Rotwein ist am schwierigsten, denn dort leistete der Alkohol die meiste Arbeit, und häufig bleibt etwas Dünneres und Süßlicheres übrig.
Warum Zucker oder Kohlensäure hinzugefügt werden
Nach der Entfernung des Alkohols bleibt nur wenig Körper übrig. Traubensaft oder ein Süßungsmittel bringt diese Rundung zurück, Kohlensäure verleiht dem Getränk wieder etwas Spannung. Wie viel davon hinzugefügt wird, unterscheidet sich je nach Flasche stark. Der Zuckergehalt ist oft auf dem Etikett angegeben, und bei Schaumweinversionen sagt eine Bezeichnung wie brut oder demi-sec etwas darüber aus.
Häufige Fragen
Wie wird alkoholfreier Wein hergestellt?
Zuerst wird ganz normaler Wein aus Trauben und durch Gärung hergestellt. Danach wird der Alkohol entfernt, durch Vakuumdestillation, Umkehrosmose oder einen Spinning Cone. Bei allen drei Verfahren besteht das Ziel darin, den Alkohol zu entfernen, ohne Duft und Geschmack mitzunehmen, was jedoch nie vollständig gelingt.
Was ist der Unterschied zwischen alkoholfrei und 0,0?
Alkoholfrei ist die Bezeichnung für bis zu 0,5 Prozent, daher ist meist noch ein kleiner Rest Alkohol enthalten. 0,0 bedeutet null. Für den Geschmack macht das meist wenig Unterschied; wer genau wissen möchte, was enthalten ist, liest das Etikett.
Warum schmeckt alkoholfreier Wein dünner?
Alkohol verleiht Wein Körper, sorgt für einen süßen Eindruck und bringt die Aromastoffe zu deiner Nase. Wird er entfernt, gehen diese drei Dinge gleichzeitig verloren. Hersteller füllen diese Lücke oft mit Traubensaft, Süßungsmitteln oder Kohlensäure, aber es bleibt ein anderes Getränk als das Original.
In welchem Glas und bei welcher Temperatur schenkt man alkoholfreien Wein aus?
Im selben Glas wie das Original: eine Sektflöte oder Tulpe für Schaumwein, ein Weinglas für stillen Wein. Schenke ihn gekühlt bei etwa 6 bis 8 Grad aus, denn kalt fällt der dünnere Körper weniger auf. Trinke die Flasche noch am selben Tag aus, da Duft und Kohlensäure schnell verschwinden.
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