Das Oolong-Tee-Rezept
für deinen Tisch
Fülle das Glas und die Kanne mit heißem Wasser, lasse sie eine halbe Minute stehen und gieße das Wasser weg. In einem kalten Glas sinkt die Wassertemperatur sofort, und dann öffnen sich die gerollten Blätter nicht richtig. Trockne die Außenseite ab, damit du das Glas später sauber anfassen kannst.
Gib sechs Gramm gerollte Blätter in die Kanne, etwa zwei gestrichene Teelöffel, und gieße Wasser mit 85 bis 95 Grad darüber. Für einen leichten taiwanischen Oolong nimmst du 85 Grad, für einen dunklen chinesischen Wuyi darfst du bis auf 95 Grad gehen. Koche das Wasser und lasse es anschließend ein paar Minuten stehen.
Lasse den ersten Aufguss eine Minute ziehen und schenke die Kanne danach vollständig in das Glas aus. Lasse die Blätter nicht im Wasser, sonst zieht der nächste Aufguss weiter. In dieser Minute siehst du, wie sich die Kügelchen öffnen und zu ganzen Blättern entfalten.
Schenke noch vier- oder fünfmal über denselben Blättern auf. Lasse den zweiten Aufguss genauso lange ziehen wie den ersten und verlängere danach jedes Mal um zwanzig bis dreißig Sekunden. Die ersten Aufgüsse sind blumig und leicht, die späteren runder und voller; höre auf, sobald kein weiterer Geschmack hinzukommt.
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Die Geschichte
Oolong stammt vor allem aus China und Taiwan und wird hergestellt, indem die Blätter nach der Ernte welken, zerdrückt werden und die Oxidation auf halbem Weg gestoppt wird. Wie weit dieser Prozess geht, bestimmt alles. Ein heller taiwanischer Oolong wird kaum oxidiert und bleibt grün und blumig; ein dunkler Wuyi aus den Bergen Fujian wird stärker oxidiert und anschließend geröstet, wodurch er an geröstete Nüsse und Karamell erinnert. Zwischen diesen beiden Extremen liegt die ganze Familie. Das Rollen der Blätter gehört zu dieser Verarbeitung: Es beschädigt die Zellen und sorgt dafür, dass sich die Blätter erst in heißem Wasser vollständig öffnen.
Das richtige Glas
Oolong wird in einem klaren Glas aufgegossen, damit du sehen kannst, wie sich die Blätter öffnen und welche Farbe der Aufguss hat. Ein doppelwandiges Glas mit etwa 22 Zentilitern ist dafür angenehm: Die Doppelwand hält den Tee länger warm, während die Außenseite kühl genug bleibt, um sie anzufassen. Wenn du nach der Gongfu-Methode mit kurzen Aufgüssen arbeitest, sind kleine Gläser mit vierzehn Zentilitern praktischer, denn sie werden in einem Zug geleert. Weitere Modelle mit Doppelwand findest du bei den doppelwandigen Gläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Oolong-Tee verwendest du neben dem Glas einen langen Barsirup, um die Blätter umzudrehen und den Honig unterzurühren, sowie ein feines Cocktailsieb, das lose Blattteilchen vom Ausgießstrahl fernhält. Das sind die Bar-Utensilien, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Utensilien & Cocktailsets.
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Welche Tasse passt zu Oolong?
Oolong trinkt sich auch pur hervorragend, aber ein kleiner Schuss passt dazu. Bleib bei einer Flasche, die mit gerösteten Blättern mithalten kann, etwa Likör, Whisky oder Rum. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Auch kalt aufgegossen gelingt er: sechs Gramm Blätter auf einen halben Liter kaltes Wasser, über Nacht in den Kühlschrank stellen, und du erhältst einen klaren Tee, der Eistee nahekommt. Ein dunkler, gerösteter Wuyi verträgt einen kleinen Schuss Sahne, aber bei einem leichten taiwanischen Oolong überdeckt Milch die blumige Seite. Ein Streifen Orangenschale im Glas passt gut dazu, und Honig passt besser zu den gerösteten Sorten als zu den grünen. Mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Stelle die Kanne auf den Tisch und schenke bei jedem Aufguss nach, damit alle den Unterschied zwischen dem ersten und dem vierten Aufguss erleben. Reiche etwas Herzhaftes oder leicht Süßes dazu, etwa Nüsse oder Trockenfrüchte. Lass die Blätter zwischen zwei Aufgüssen niemals im Wasser stehen.
Gut zu wissen
Warum Oolong zwischen grünem und schwarzem Tee liegt
Nach dem Pflücken lässt man die Blätter zunächst welken und quetscht sie, anschließend wird die Oxidation gestoppt. Bei grünem Tee geschieht das nahezu sofort, bei schwarzem Tee erst, wenn das Blatt vollständig durchoxidiert ist. Oolong liegt dazwischen, irgendwo zwischen zehn und achtzig Prozent, und deshalb reicht das Geschmacksbild von blumig und grün bis geröstet und dunkel.
Wie oft du dasselbe Blatt aufgießen kannst
Fünf- bis sechsmal ist normal, und mit gut gerolltem Blatt gelingt manchmal mehr. Lass den zweiten Aufguss genauso lange ziehen wie den ersten und verlängere danach jedes Mal um zwanzig bis dreißig Sekunden. Schenke die Kanne jedes Mal vollständig aus; Blätter, die im Wasser bleiben, ziehen weiter und werden bitter.
Welche Temperatur du beibehältst
85 bis 95 Grad. Einen hellen, grünen taiwanischen Oolong hältst du niedrig, bei etwa 85 Grad, sonst verschwindet die blumige Note. Ein dunkler, gerösteter Wuyi darf auf 95 Grad kommen, denn er braucht Hitze, um sich zu entfalten. Koche das Wasser und lass es anschließend zwei bis vier Minuten stehen, dann liegst du in diesem Bereich.
Taiwanischer Stil im Vergleich zu chinesischem Wuyi
Taiwanische Oolongs sind leicht oxidiert, zu Kügelchen gerollt und grün, mit einer blumigen und cremigen Note. Wuyi-Oolongs aus Fujian sind stärker oxidiert und anschließend geröstet, bestehen aus langen dunklen Strängen und schmecken nach gerösteten Nüssen und Karamell. Dieselbe Pflanze, eine andere Verarbeitung.
Gongfu: viele Blätter und kurze Aufgüsse
Bei der Gongfu-Methode verwendest du deutlich mehr Blätter bei wenig Wasser, etwa fünf Gramm auf einen Deziliter, und gießt bereits nach zwanzig bis vierzig Sekunden ab. So erhältst du zehn oder mehr kurze, kräftige Aufgüsse statt fünf langer. Dafür brauchst du kleine Gläser, die du in einem Zug leer einschenkst.
Koffein in Oolong
Oolong enthält wie grüner und schwarzer Tee Koffein. Wie viel davon in deinem Glas landet, hängt von der Menge der Blätter, der Wassertemperatur und der Ziehzeit ab. Die ersten Aufgüsse lösen am meisten Koffein heraus, die späteren immer weniger.
Häufige Fragen
Was ist Oolong-Tee?
Oolong ist Tee von derselben Pflanze wie grüner und schwarzer Tee, wobei die Oxidation auf halbem Weg gestoppt wird. Dadurch liegt er geschmacklich zwischen den beiden. Die Blätter sind gerollt, öffnen sich in heißem Wasser wieder und können fünf- bis sechsmal aufgegossen werden.
Wie heiß muss das Wasser für Oolong sein?
Zwischen 85 und 95 Grad. Einen hellen, grünen taiwanischen Oolong hältst du bei etwa 85 Grad; ein dunkler, gerösteter Wuyi darf auf 95 Grad kommen. Koche das Wasser und lass es zwei bis vier Minuten stehen, bevor du einschenkst.
Wie oft kann man Oolong erneut aufgießen?
Fünf- bis sechsmal mit derselben Portion Blätter. Lass den zweiten Aufguss genauso lange ziehen wie den ersten und verlängere danach jedes Mal um zwanzig bis dreißig Sekunden. Gieße die Kanne immer vollständig aus, sonst ziehen die Blätter weiter.
Welches Glas verwendest du für Oolong?
Ein klares Glas, damit du siehst, wie sich die Blätter öffnen. Ein doppelwandiges Glas mit rund 22 Zentilitern Fassungsvermögen hält den Tee länger warm und bleibt außen kühl genug zum Anfassen. Bereitest du den Tee mit kurzen Aufgüssen zu, nimm kleine Gläser mit vierzehn Zentilitern.
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