So schenkst du ein
ein Grappa in
Stelle ein kleines tulpenförmiges Stielglas bereit. Kühle jungen Grappa auf 10 bis 15 Grad; gereiften Grappa servierst du wärmer, in Richtung Raumtemperatur.
Gieße 4 cl ein und halte das Glas am Stiel, damit deine Hand das Getränk nicht erwärmt.
Grappa wird pur getrunken, ohne Eis und ohne Mixer. In Italien kommt er nach dem Essen auf den Tisch, nach dem Kaffee; das nennt man Ammazzacaffè.
Für einen Caffè corretto gießt du 2 cl Grappa in einen frischen Espresso von 2,5 cl und rührst kurz um.
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Die Geschichte
Wenn die Trauben für Wein gepresst wurden, bleibt ein feuchter Kuchen aus Schalen, Kernen und Stielen zurück. In Italien wird diese Vinaccia nicht weggeworfen, sondern kommt in den Kessel, und daraus entsteht Grappa. Da kaum Saft darin enthalten ist, wird der Trester meist mit Dampf destilliert, und das erfordert sorgfältige Arbeit: Zu starkes Erhitzen erzeugt bittere Noten. Junger Grappa kommt anschließend in Stahltanks und bleibt klar. Wer ihn in Holz lagert, erhält mit der Zeit eine bernsteinfarbene Invecchiata oder eine Riserva, wenn er noch länger lagert. Ein sortenreiner Grappa stammt aus einer einzigen Rebsorte, zum Beispiel Moscato oder Nebbiolo.
Das richtige Glas
Grappa gehört in ein kleines Glas auf Fuß mit tulpenförmigem Kelch: eine Wölbung am Boden, die den Duft sammelt, und ein Hals, der sich etwas verengt, sodass der Alkoholdampf an deiner Nase vorbeigeführt wird, statt direkt hineinzuziehen. Der Fuß ist nicht nur Zierde; wenn du das Glas am Stiel hältst, erwärmt deine Hand das Getränk nicht. Acht bis zehn Zentiliter sind völlig ausreichend, denn es kommen nur wenige Zentiliter hinein. Beide Sets unten findest du auch bei den Likörgläsern.
Chef & Sommelier Spirits Grappa-Likörglas 10 cl (6 Stück)
Nude Glass Pure Grappaglas 8 cl (6 Stück)
Beide Sets zusammen € 74,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Grappa verwendest du neben dem Glas einen Jigger, um vier Zentiliter abzumessen, und einen Barlöffel, um den Schuss im Espresso umzurühren. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 2 Bar-Tools zusammen € 59,85.
Wozu passt das ?
Grappa steht noch nicht in unserem Getränke-Guide. Dies sind die Flaschen, die ihm am nächsten kommen: der Wein, bei dessen Herstellung Trester übrig bleibt, die Trauben, die in einen monovarietalen Grappa kommen, und die italienischen Flaschen, die neben ihm auf dem Tisch stehen. Auf jeder Getränkeseite erfahren Sie den Alkoholgehalt, wie er schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas Sie benötigen.
Variationen & Twists
Giovane und invecchiata sind die beiden Hauptrichtungen: klar aus dem Stahltank gegenüber bernsteinfarben aus dem Holz, wobei eine riserva noch länger im Fass gelagert wurde. Daneben gibt es monovarietalen Grappa aus einer einzigen Rebsorte, etwa Moscato oder Nebbiolo, in dem man diese Traube wiedererkennen kann. Außerdem gibt es aromatisierten Grappa, in dem Kräuter oder Früchte gezogen haben, etwa die Variante mit einem Zweig Weinraute in der Flasche. Mehr lesen? Entdecken Sie alle Getränke und Marken.
Serviertipp
Schenken Sie jungen Grappa bei 10 bis 15 Grad aus und gereiften etwas wärmer, in Richtung Zimmertemperatur. Halten Sie das Glas am Stiel fest. In Italien wird Grappa nach dem Essen, nach dem Kaffee, serviert; das nennt man Ammazzacaffè, und mit einem Schuss im Espresso heißt es Caffè corretto.
Gut zu wissen
Was ist Vinaccia?
Der Trester, der übrig bleibt, wenn Trauben für Wein gepresst wurden: Schalen, Kerne und Stiele, mit noch etwas Flüssigkeit darin. Diese Masse ist der Rohstoff für Grappa. Da sie wenig Saft enthält, wird meist mit Dampf statt mit einer gewöhnlichen Brennblase gearbeitet.
Darf alles Grappa heißen?
Nein. Die Bezeichnung ist geschützt und darf nur für Produkte aus Italien sowie aus den italienischen Kantonen der Schweiz und aus San Marino verwendet werden. Ein vergleichbares Destillat aus Frankreich heißt Marc, aus Spanien Orujo und aus Portugal Bagaceira.
Giovane, invecchiata oder riserva?
Giovane ist junge Grappa, die nach dem Brennen in Stahl ruht und klar bleibt. Invecchiata lagert im Holz und ist dadurch bernsteinfarben; eine Riserva lagert dort noch länger. Junge Grappa schmeckt schärfer und traubiger, gereifte runder und holziger.
Was ist eine sortenreine Grappa?
Eine Grappa aus dem Trester einer einzigen Rebsorte, zum Beispiel Moscato, Nebbiolo oder Pinot. Auf dem Etikett ist dann diese Rebsorte angegeben. Da nur eine Sorte verwendet wird, lässt sich ihr Charakter im Aroma wiedererkennen.
Caffè corretto oder Ammazzacaffè?
Ein Caffè corretto ist ein Espresso mit einem Schuss Spirituose, häufig Grappa. Ein Ammazzacaffè ist das Gläschen, das NACH dem Kaffee als separates Glas serviert wird. Beide gehören zum Abschluss einer italienischen Mahlzeit.
Bei welcher Temperatur schenkt man Grappa aus?
Eine junge Grappa bei etwa 10 bis 15 Grad, also leicht gekühlt, aber nicht eiskalt. Eine gereifte Grappa wird wärmer ausgeschenkt, in Richtung Zimmertemperatur, weil das Holz dann besser zur Geltung kommt. Zu kalt wirkt eine gereifte Grappa flach.
Häufige Fragen
Woraus wird Grappa hergestellt?
Aus Vinaccia, dem Trester aus Schalen, Kernen und Stielen, der nach dem Pressen der Trauben für die Weinherstellung übrig bleibt. Dieser Trester wird gebrannt; Grappa ist also kein Weindestillat, sondern ein Tresterdestillat.
Wie stark ist Grappa?
Meist etwa 40 Prozent, manchmal etwas mehr. Der genaue Alkoholgehalt steht immer auf dem Etikett. Grappa wird pur in Portionen von ein paar Zentilitern ausgeschenkt.
Welches Glas passt zu Grappa?
Ein kleines tulpenförmiges Stielglas mit etwa acht bis zehn Zentilitern Fassungsvermögen. Die Wölbung am Boden sammelt das Aroma, und der schmale Hals leitet die Alkoholdämpfe nach oben; durch den Stiel hältst du deine Hand vom Getränk fern.
Was ist der Unterschied zwischen Grappa und Marc?
Im Grunde kaum: Beide werden aus dem Trester von Trauben gebrannt. Der Unterschied liegt in der Herkunft und im Namen. Grappa kommt aus Italien, Marc aus Frankreich, und jedes Land hat seine eigenen Regeln und seinen eigenen Stil.
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