Bisque ist eine gebundene Krustentiersuppe, deren Geschmack nicht vom Fleisch, sondern von den Köpfen und Schalen kommt. Diese röstest du zuerst kräftig in der Pfanne, bis sie knallrot sind; erst danach kommen das Gemüse, das Tomatenmark und ein Schuss Cognac dazu. Nach dem Sieben bleibt eine glatte, tief orangefarbene Suppe zurück, die du in ein kleines Gläschen gießt, mit einer Garnele am Rand und Champagner daneben.

Basis: Krustentierschalen und Fischbrühe4 ZutatenGlas: Gläschen mit 6,4 cl
Leeres Arcoroc Hot Shot Gläschen mit 6,4 cl, eingeschnürter Taille und dickem Boden
BISQUE ✶ KRUSTENTIERSCHALEN UND FISCHBRÜHE ✶ GLÄSCHEN MIT 6,4 CL ✶ RÖSTEN & SIEBEN ✶

Das Bisque-Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
125 GrammGarnelen- oder Hummerköpfe und -schalen
50 GrammZwiebel, Möhre und Staudensellerie, gewürfelt
250 mlFischbrühe, plus ein Esslöffel Tomatenmark
2 clCognac, plus 15 Gramm Reis und 3 cl Sahne
Bisque zubereiten: Schritt für Schritt
1

Die Köpfe und Schalen abspülen, trocken tupfen und in einer trockenen, heißen Pfanne oder in einem 220 Grad heißen Ofen rösten, bis sie knallrot sind und nach gerösteten Garnelen riechen. Rechne mit fünf bis zehn Minuten. Un geröstete Schalen ergeben eine fade, wässrige Suppe, also warte wirklich, bis die Farbe umschlägt.

2

Die Zwiebel, die Möhre und den Staudensellerie in derselben Pfanne weich braten und das Tomatenmark einrühren, sodass es eine Minute mitbrät. Die Pfanne anschließend vom Herd nehmen, den Cognac dazugießen und vorsichtig anzünden; wenn du nicht flambieren möchtest, lass den Alkohol eine Minute einkochen.

3

Die Fischbrühe dazugießen, bis alles bedeckt ist, den Reis einstreuen und alles 45 Minuten mit schräg aufgelegtem Deckel sanft ziehen lassen. Der Reis zerkocht und bindet die Suppe später, sodass du kein Mehl brauchst.

4

Alles kurz pürieren, durch ein feines Sieb drücken und die Suppe anschließend noch einmal durch ein ausgespültes Tuch laufen lassen. Erst nach dem zweiten Durchgang ist sie glatt genug für ein Glas. Die Sahne einrühren, noch einmal erhitzen, ohne sie aufzukochen, und mit Salz abschmecken.

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Die Geschichte

Bisque gehört zur französischen Küche und bezeichnet eine gebundene Suppe aus Schalentieren: Hummer, Kaisergranate, Krabben oder Garnelen. Das Besondere an der Suppe ist, dass der teure Teil, das Fleisch, kaum darin enthalten ist. Der Geschmack kommt aus den Köpfen und Schalen, die beim Schälen übrig bleiben, und genau deshalb ist Bisque traditionell ein sparsames Gericht: Man macht daraus eine Vorspeise aus etwas, das sonst im Abfalleimer landen würde. Die glatte, beinahe samtige Struktur gehört ebenso dazu wie der Geschmack. Diese erhältst du, indem du die Suppe zuerst siebst und anschließend bindest, nicht indem du mehr Sahne einrührst.

Das richtige Glas

Heiße Suppe in einem kleinen Glas erfordert ein Glas, das Temperaturschwankungen standhält, und das ist bei Gläsern in kleinen Ausschankgrößen selten. Das Hot-Shot-Gläschen ist dafür gemacht: Laut Beschreibung verträgt das hitzebeständige Glas heiße Shots und Likörkaffee, ohne zu springen, und 6,4 Zentiliter sind genau die Amuse-Größe für drei Schlucke. Der Rand ist stabil genug, um eine geschälte Garnele darüberzuhängen. Möchtest du eine volle Portion als Vorspeise, nimm das breite, niedrige Amuseglas mit 23,5 Zentilitern, in das ein Esslöffel passt und auf dem die Garnitur oben liegen bleibt. Weitere kleine Größen findest du bei den Shotgläsern.

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Das richtige Werkzeug

Für eine Bisque verwendest du neben dem Glas ein feines Sieb, um die Suppe hindurchzudrücken, und einen Jigger, um den Schuss Cognac abzumessen. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Was schenkst du dazu ein?

Bisque ist reichhaltig und cremig, daher passt etwas Trockenes und Frisches dazu, das die Sahne durchschneidet. Champagner ist die klassische Wahl zu Schalentieren, und ein trockener Weißwein mit etwas Fülle funktioniert genauso gut. Den Cognac aus dem Rezept trinkt man lieber danach als dazu. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

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Variationen & Twists

Mit Hummerköpfen wird die Suppe vollmundiger als mit Garnelen, mit Krabben erhältst du eine süßere Variante. Wer keinen Cognac zu Hause hat, lässt ihn weg und verwendet einen zusätzlichen Löffel Tomatenmark; so bleiben Farbe und Körper erhalten. Eine Prise Cayennepfeffer am Ende macht die Suppe schärfer, ohne dass sie wirklich pikant schmeckt, und mit einem halben Löffel weniger Reis bleibt sie gießfähig statt löffelfest. Mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Spüle das Glas zuerst mit heißem Wasser aus und gieße es weg, dann bleibt die Suppe länger warm. Hänge im letzten Moment eine geschälte Garnele über den Rand und lass ein paar Tropfen Sahne in einem Streifen über die Oberfläche laufen. Stell bei der vollen Portion einen Löffel dazu, denn eine gebundene Suppe bleibt sonst im Glas zurück.

Gut zu wissen

Warum muss man die Schalen zuerst rösten?

Weil darin der gesamte Geschmack steckt und er erst freigesetzt wird, wenn die Schalen braun und leuchtend rot werden. Beim Rösten verdampft die Feuchtigkeit, und die Proteine und Zucker in der Schale karamellisieren. Das sorgt für die geröstete, fast nussige Note, die eine Bisque unverwechselbar macht. Wirfst du die Schalen roh in die Brühe, entziehst du ihnen vor allem Wasser, und die Suppe bleibt fade. Warte, bis es im Topf wirklich nach gerösteten Garnelen riecht.

Mit Cognac flambieren: Muss das sein, und wie macht man es sicher?

Das ist nicht nötig, bewirkt aber etwas: Die hohe Flamme verbrennt die scharfe Alkoholnote und lässt den getrockneten Fruchtton des Cognacs in der Suppe zurück. So geht's: Nimm den Topf vom Herd, schalte die Dunstabzugshaube aus, gieße den Schuss hinein und zünde ihn vorsichtig mit einem langen Streichholz an - mit ausgestrecktem Arm und ohne brennbare Gegenstände darüber. Lass die Flamme von selbst erlöschen. Wer lieber nicht flambiert, lässt den Alkohol einfach eine Minute einkochen; das ergibt fast dasselbe.

Reis oder Mehlschwitze: Womit bindet man eine Bisque?

Traditionell mit Reis. Du lässt eine Handvoll Reis in der Brühe mitkochen; er zerkocht und gibt seine Stärke ab, woraufhin du alles pürierst und siebst. Das bindet, ohne den mehlig-dicken Geschmack, den eine Mehlschwitze verursachen kann, und die Suppe bleibt nach dem Sieben glatt. Eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl funktioniert ebenfalls und geht schneller, aber du musst sie wirklich kurz garen, sonst schmeckst du das Mehl noch heraus.

Zweimal sieben: zuerst das Sieb, dann das Tuch

Nach dem Pürieren ist die Suppe voller Schalensplitter, die ein gewöhnliches Sieb nicht zurückhält. Drücke sie zuerst durch ein feines Sieb und lass sie anschließend noch einmal durch ein ausgespültes Geschirrtuch oder Käsetuch laufen. Wringe das Tuch nicht aus, sondern lass die Suppe in Ruhe hindurchlaufen. Das dauert ein paar Minuten und macht den Unterschied zwischen einer Suppe, die man aus einem Teller löffelt, und einer Suppe, die man aus einem Glas trinken kann.

Bisque als Amuse-Gueule im Glas

Fülle ein fünf bis zehn Zentiliter fassendes Glas bis etwa zu zwei Dritteln, das sind drei Schlucke. Hänge eine geschälte Garnele über den Rand, damit dein Gast sofort sieht, woraus die Suppe gemacht ist. Siebe die Suppe besonders gründlich, denn in einem Glas spürt man jeden Splitter, den man in einem Teller nicht bemerken würde. Halte sie warm, aber nicht kochend, sonst trinkt sie niemand aus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Bisque?

Bisque ist eine französische, gebundene Suppe aus Schalentieren, meist aus Hummer, Kaisergranat, Krabben oder Garnelen. Der Geschmack kommt aus den gerösteten Köpfen und Schalen, nicht aus dem Fleisch. Die Suppe wird gesiebt und mit Reis oder einer Mehlschwitze gebunden und kurz vor dem Servieren mit Sahne verfeinert.

Warum muss man die Schalen für Bisque rösten?

Weil sich der Geschmack erst entfaltet, wenn die Schalen braun werden. Röste sie trocken in einer heißen Pfanne oder in einem auf 220 Grad vorgeheizten Ofen, bis sie leuchtend rot sind und du sie riechst; das dauert fünf bis zehn Minuten. Un geröstete Schalen ergeben eine fade, wässrige Suppe.

Kann man Bisque ohne Cognac zubereiten?

Ja. Der Cognac sorgt für mehr Tiefe, aber die Suppe gelingt auch ohne ihn. Lass ihn weg und füge für Farbe und Fülle einen zusätzlichen Esslöffel Tomatenmark hinzu. Möchtest du den Cognac verwenden, aber nicht flambieren, lass den Alkohol eine Minute einkochen; dadurch verliert er ebenfalls seine Schärfe.

In welchem Glas serviert man Bisque als Amuse-Gueule?

In einem fünf bis zehn Zentiliter fassenden Glas, das heiße Flüssigkeit verträgt, bis etwa zu zwei Dritteln gefüllt und mit einer geschälten Garnele am Rand. Für eine volle Vorspeisenportion wählst du ein breites, niedriges Glas mit gut zwanzig Zentilitern Fassungsvermögen, in das ein Esslöffel passt.

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