Ein Kentucky Mule ist ein Moscow Mule mit Bourbon statt Wodka: 5 cl Bourbon, 2 cl Limettensaft und 12 cl Ginger Beer über viel Eis, in einer Kupfertasse oder einem hohen Glas. Die Vanille und das Karamell des Bourbons machen das Getränk runder und wärmer als die scharfe Wodka-Version, wodurch es auch im Winter funktioniert. Der Ingwer bleibt dabei weiterhin der Chef.

Basis: Bourbon4 ZutatenGlas: kupferne Mule-Tasse
Kupferne Mule-Tasse mit zerstoßenem Eis und einer Limettenspalte
KENTUCKY MULE ✶ BOURBON ✶ KUPFERNE MULE-TASSE ✶ BAUEN & SERVIEREN ✶

Das Kentucky-Mule-Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
5 clBourbon
2 clfrischer Limettensaft
12 clGinger Beer
2 SpaltenLimette, ein Minzzweig und viel Eis
Kentucky Mule zubereiten: Schritt für Schritt
1

Eine kupferne Mule-Tasse oder ein hohes Glas bis zum Rand mit Eiswürfeln füllen und eine halbe Minute stehen lassen, damit das Metall oder Glas wirklich kalt wird.

2

Den Bourbon und den frischen Limettensaft über das Eis gießen.

3

Mit Ginger Beer auffüllen und einmal kurz mit einem Barlöffel von unten nach oben rühren, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.

4

Drücke den Minzzweig einmal zwischen deinen Händen leicht an und lege ihn mit den Limettenspalten auf das Eis.

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Die Geschichte

Der Mule ist eher ein Baukasten als ein Rezept: Spirituose, Limettensaft und Ginger Beer über Eis, mit Ingwer als Tritt in den Abgang. Ersetze den Wodka durch Bourbon, bleibt der Aufbau erhalten, aber der Geschmack verschiebt sich. Während die Wodka-Version vor allem herb und trocken ausfällt, gesellen sich beim Bourbon süße Noten von Vanille und Karamell zum Ingwer, mit Eichenholz darunter. Dass Kentucky im Namen steht, liegt daran, dass der größte Teil des Bourbons von dort stammt. Darüber, wer den Mule zuerst mit Bourbon ausgeschenkt hat, kursieren verschiedene Geschichten, und keine davon lässt sich belegen.

Das richtige Glas

Ein Mule gehört in einen Kupferbecher oder in einen Becher mit Kupferbeschichtung. Metall nimmt die Kälte des Eises schnell auf, wodurch die Außenseite beschlägt und du bereits beim ersten Schluck spürst, dass das Getränk kalt ist. Wie viel länger er tatsächlich kalt bleibt, hängt vor allem von der Eismenge im Becher ab und deutlich weniger vom Material drumherum. Wenn du den Aufbau sehen möchtest, wähle ein hohes Glas mit mindestens fünfunddreißig Zentilitern und sieh dir unsere Longdrinkgläser an.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Kentucky Mule verwendest du neben dem Glas einen Jigger, um Bourbon und Limettensaft abzumessen, einen Barlöffel, um einmal kurz umzurühren, und eine Zitruspresse für frischen Limettensaft. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Womit machst du einen Kentucky Mule?

Für einen Kentucky Mule brauchst du Bourbon. Bekannte Flaschen sind Jim Beam und Jim Beam Black. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

Flasche Jim Beam White 70 cl

mindestens 40 Prozent

Flasche Johnnie Walker Black Label 70 cl

die größere Familie

Flasche Jameson 70 cl

Irischer Whiskey

Flasche Absolut Vodka 70 cl

die Basis des Moscow Mule

Flasche Don Julio Reposado 70 cl

für den Mexican Mule

Flasche Bacardi Carta Blanca 70 cl

für den Dark 'n Stormy

Varianten & Twists

Ein paar Dashes Angostura machen den Kentucky Mule geschmacklich dunkler und verbinden den Ingwer mit dem Eichenholz; das ist die Version, die du in vielen Bars bekommst, wenn du nach einem Mule mit Bitters fragst. Ersetze den Bourbon durch Tequila, und dasselbe Rezept heißt Mexican Mule. Nimmst du dunklen Rum, bist du beim Dark 'n Stormy, und mit Wodka bist du wieder beim Moscow Mule. Mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Stell den Becher eine halbe Stunde vorher ins Gefrierfach und verwende Eis, das gerade aus dem Gefrierfach kommt, denn halb geschmolzene Würfel verdünnen das Getränk innerhalb einer Minute. Gieße das Ginger Beer zuletzt ein und rühre danach nur einmal um, damit die Kohlensäure erhalten bleibt. Drücke das Minzblatt zwischen deinen Händen an, bevor du es hineinlegst: So riechst du bei jedem Schluck die Minze, ohne lose Blätter in deinem Glas zu haben.

Gut zu wissen

Warum Bourbon anders wirkt als Wodka

Wodka bringt vor allem Alkohol und ansonsten wenig Geschmack mit, daher bekommst du den Ingwer in einem Moscow Mule direkt ins Gesicht. Bourbon reift in neuen, ausgebrannten Eichenfässern und nimmt dabei Noten von Vanille, Karamell und etwas Kokos auf. Diese süße Seite legt sich unter den Ingwer und den Limettensaft, wodurch das Getränk runder und wärmer schmeckt und weniger scharf wirkt. Genau deshalb funktioniert ein Kentucky Mule auch im Winter, während die Wodka-Version vor allem ein Sommergetränk bleibt. Der Ingwer verschwindet nicht, er bekommt nur Gesellschaft.

Hält der Kupferbecher dein Getränk wirklich kalt?

Kupfer leitet Wärme hervorragend, und das merkst du sofort: Der Becher wird innerhalb weniger Sekunden kalt, die Außenseite beschlägt und deine Hand spürt die Kälte. Genau das ist aber auch der Nachteil, denn ein guter Wärmeleiter lässt die Wärme deiner Hand und des Raumes ebenso leicht nach innen gelangen. Wie lange dein Getränk kalt bleibt, wird in der Praxis vor allem durch die Menge an Eis im Becher bestimmt. Fülle ihn also wirklich vollständig. Der Kupferbecher ist damit eher eine Frage des Gefühls und der Tradition als der Technik - und das ist kein schlechtes Argument: Ein Getränk schmeckt man auch mit den Händen.

Ginger Beer ist schärfer als Ginger Ale

Ginger Beer wird mit einer ordentlichen Menge Ingwer hergestellt und ist oft vergoren, wodurch sie vollmundig, trüb und ausgesprochen würzig ist. Ginger Ale ist ein Erfrischungsgetränk mit Ingwergeschmack: leichter, süßer und klar. In einem Mule brauchst du die Schärfe von Ginger Beer, denn sie muss es mit 5 cl Bourbon und 2 cl Säure aufnehmen. Nimmst du Ginger Ale, bleibt ein süßes, whiskey-colaartiges Getränk übrig, in dem der Ingwer kaum noch zur Geltung kommt. Möchtest du ihn trotzdem milder, nimm lieber etwas weniger Ginger Beer statt eine andere Flasche.

Die Minze, die du zuerst zwischen deinen Händen anschlägst

Minze gibt ihren Duft über das Öl in den Blättern ab, und dieses Öl wird erst freigesetzt, wenn das Blatt einen Klaps bekommt. Lege den Zweig flach auf eine Hand, schlage einmal mit der anderen Hand darauf und rieche sofort den Unterschied. Fein zerreiben musst du die Minze nicht, das ist sogar ungünstig, weil dabei die Blattadern reißen und Bitterstoffe und grüne Stückchen in dein Getränk gelangen. Stelle den Zweig auf die Seite des Glases, an der dein Mund ansetzt, damit du die Minze riechst, bevor du den Bourbon schmeckst.

Wie viel Eis und welches Eis

Fülle den Becher bis über den Rand. Das klingt nach viel, aber mehr Eis bedeutet weniger Verdünnung: Ein voller Becher schmilzt langsamer als ein halber, weil die Eiswürfel sich gegenseitig kalt halten. Große Würfel oder ein einzelner großer Eisblock schmelzen am langsamsten, Crushed Ice kühlt am schnellsten, verdünnt das Getränk aber auch am stärksten. Für einen Mule funktioniert ein mit Würfeln gefüllter Becher am besten, bei Bedarf mit einer Schicht Crushed Ice obenauf für die Optik. Verwende Eis aus dem Gefrierfach und nicht aus einem Eimer, in dem bereits Wasser steht.

Häufige Fragen

Was ist in einem Kentucky Mule?

Ein Kentucky Mule besteht aus 5 cl Bourbon, 2 cl frischem Limettensaft und 12 cl Ginger Beer, über viel Eis in einem Kupferbecher oder einem hohen Glas aufgebaut. Garniert wird er mit einer Limettenspalte und einem Minzzweig, den du vorher leicht anschlägst.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kentucky Mule und einem Moscow Mule?

Der Aufbau ist gleich, nur die Spirituose unterscheidet sich: Ein Moscow Mule wird mit Wodka zubereitet, ein Kentucky Mule mit Bourbon. Durch die Vanille- und Karamellnoten aus dem Fass schmeckt der Kentucky Mule runder und wärmer, während die Wodka-Version schärfer und trockener bleibt.

Kann ich Ginger Ale anstelle von Ginger Beer verwenden?

Das geht, aber dann wird es ein anderes Getränk. Ginger Ale ist süßer und schmeckt deutlich weniger intensiv nach Ingwer, sodass es gegen 5 cl Bourbon nicht ankommt. Ginger Beer ist würziger und oft fermentiert - genau das braucht ein Mule.

In welchem Glas serviert man einen Kentucky Mule?

In einem Kupferbecher für Mules mit etwa 45 cl oder in einem hohen Glas mit mindestens 35 cl, wenn du den Aufbau sehen möchtest. Wichtig ist vor allem, dass viel Eis hineinpasst. Entdecke die Modelle in unserer Auswahl an Moscow-Mule-Gläsern.

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