Das Mezcal-Margarita-Rezept
für deinen Tisch
Reibe die Außenseite der Hälfte des Glasrandes mit einer Limettenspalte ein und drehe nur diesen Teil durch grobes Salz, eventuell gemischt mit gemahlenem Chili. Halte das Glas dabei schräg, dann bleibt die Innenseite sauber.
Gib den Mezcal, den Limettensaft und den Agavensirup oder Triple Sec in einen Shaker und fülle ihn zu zwei Dritteln mit Eis.
Kräftig zehn bis fünfzehn Sekunden shaken, bis der Shaker von außen beschlägt.
Seihe den Cocktail in das vorgekühlte Glas ab, ohne das Eis aus dem Shaker mitzugießen, und lege ein Limettenrad auf die ungesalzene Seite des Randes.
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Die Geschichte
Mezcal und Tequila stammen beide aus der Agave, aber Tequila wird ausschließlich aus blauer Agave hergestellt, während Mezcal aus einer ganzen Reihe von Agavenarten gewonnen werden darf. Der Unterschied, den du schmeckst, liegt vor allem in der Herstellung: Für Mezcal werden die Herzen der Pflanze in einer Grube im Boden über heißen Steinen und Holz gegart, und dieser Rauch zieht in den Saft ein, der später daraus gewonnen wird. In einer Margarita bemerkst du das sofort. Das Rezept ändert sich nicht, aber das Getränk: Während Tequila pfeffrig und pflanzlich bleibt, legt sich nun eine rauchige Schicht darüber, wodurch Säure und Salz anders zur Geltung kommen.
Das richtige Glas
Ein Margaritaglas hat eine breite, flache Kelchform, und genau das brauchst du, wenn du mit einem Rand arbeitest: Eine schmale Öffnung lässt sich nie sauber mit Salz bedecken. Durch den weiten Kelch riechst du außerdem den Rauch des Mezcals, bevor du trinkst, und genau darum geht es hier zur Hälfte. Wenn du ihn lieber ohne Rand und etwas eleganter servierst, funktioniert ein Glas auf Fuß genauso gut; sieh dich dafür bei unseren Cocktailgläsern um.
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Das richtige Werkzeug
Für eine Mezcal-Margarita brauchst du neben dem Glas einen Shaker, einen Jigger zum genauen Abmessen und einen Glasrimmer für den halben Salzrand. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools- und Cocktailsets.
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Variationen & Twists
Ersetze den Agavensirup durch Triple Sec, und du kommst näher an die klassische Margarita heran, mit mehr Orange und etwas weniger Tiefe. Lässt du den Likör dagegen ganz weg und arbeitest nur mit Agavensirup, erhältst du die Grundlage einer Tommys Margarita, hier mit Mezcal in der Hauptrolle. Ein halber Barlöffel Agavensirup zusätzlich bringt eine kräftig rauchige Flasche besser zur Geltung, und wer es schärfer mag, mischt gemahlene Chili oder Sal de gusano unter das Salz am Rand. Mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Stell das Glas eine halbe Stunde vorher in den Gefrierschrank und bring den halben Salzrand erst an, wenn das Glas kalt ist, dann haftet das Salz besser. Gieß die Margarita ohne Eis aus dem Shaker ins Glas, damit sie nicht weiter verdünnt wird, und leg das Limettenrad auf die ungesalzene Seite.
Gut zu wissen
Warum ein halber Salzrand
Ein vollständig gesalzener Glasrand bestimmt jeden Schluck für dich, und das wirkt einer Mezcal-Margarita entgegen: Das Salz verstärkt den Rauch und kann ihn so stark in den Vordergrund rücken, dass von der Agave und der Limette wenig übrig bleibt. Bedecke daher nur die Hälfte des Randes. Drehst du das Glas in deiner Hand so, dass du von der ungesalzenen Seite trinkst, schmeckst du das Getränk pur; drehst du es um, bekommst du das Salz dazu. So entscheidest du bei jedem Schluck neu und musst dich nicht vorher festlegen.
Salz mit gemahlener Chili oder Sal de gusano
Grobes Meersalz ist die Grundlage, aber in Mexiko wird oft noch etwas hineingemischt. Ein Teelöffel gemahlene Chili auf zwei Esslöffel Salz sorgt für eine trockene Schärfe, die im hinteren Rachen nachklingt und gut zum Rauch passt. Sal de gusano ist die bekannteste Variante: eine Mischung aus Salz, getrockneter Chili und der gemahlenen Larve, die in der Agavenpflanze lebt. Das klingt heftiger, als es schmeckt; hauptsächlich verleiht es eine herzhafte, erdige Note. Bereite die Mischung im Voraus zu und bewahre sie trocken auf, dann verklumpt sie nicht am Glasrand.
Agavensirup gegenüber Triple Sec
Agavensirup bringt nur Süße und etwas von der Pflanze selbst mit, sodass der Mezcal ungestört die Hauptrolle spielt. Triple Sec bringt zusätzlich Orange und Alkohol mit: Das Getränk wird voller und runder, aber der Rauch bekommt einen Gegenspieler. Möchtest du den Mezcal hervorheben, wähle Agavensirup. Möchtest du eine vertraut wirkende Margarita, nimm Triple Sec. Du kannst sie auch kombinieren, zum Beispiel mit jeweils einem halben Zentiliter, allerdings wird das Ganze dann süßer.
Welcher Mezcal eignet sich hier am besten
Espadín ist die Agave, aus der mit Abstand der meiste Mezcal hergestellt wird, und ein milder Espadín ist hier die bessere Wahl als eine sehr rauchige Flasche. In einer Margarita kommt der Rauch nämlich nicht allein, sondern zusammen mit Säure und Salz, und diese drei verstärken sich gegenseitig. Eine Flasche, die pur bereits stark rauchig schmeckt, drängt bei diesem Verhältnis alles andere in den Hintergrund. Wenn du unsicher bist, probiere zuerst einen kleinen Schluck pur: Schmeckt er vor allem nach Feuer und Teer, reduziere die Menge und fülle mit Tequila auf.
Die Tommy's-Variante ohne Likör
Bei einer Tommy's Margarita ersetzt Agavensirup den Orangenlikör vollständig, sodass nur drei Zutaten im Glas bleiben: Agavendestillat, Limettensaft und Agavensirup. Mit Mezcal ist das ein logischer Schritt, denn gerade der Likör ist die Komponente, die dem Rauch entgegenwirkt. Verwende dann 5 cl Mezcal, 2,5 cl Limettensaft und 2 cl Agavensirup, also etwas mehr Süße als im Hauptrezept. Ein Salzrand gehört in dieser Variante nicht standardmäßig dazu, also probiere sie zuerst ohne.
Häufig gestellte Fragen
Was steckt in einer Mezcal Margarita?
In eine Mezcal Margarita kommen 5 cl Mezcal, 2,5 cl frischer Limettensaft und 1,5 cl Agavensirup oder Triple Sec. Du schüttelst alles mit Eis und seihst es in ein Margaritaglas mit halbem Salzrand ab, dann legst du ein Limettenrad darauf.
Was ist der Unterschied zwischen Mezcal und Tequila?
Tequila wird nur aus blauer Agave hergestellt, Mezcal darf aus einer ganzen Reihe von Agavenarten stammen. Der größte Geschmacksunterschied entsteht durch die Zubereitung: Die Agavenherzen für Mezcal werden in einer Grube im Boden über Holz und heißen Steinen gegart, wodurch Rauch in das Getränk gelangt.
Warum macht man nur einen halben Salzrand?
Weil Salz den Rauch des Mezcal verstärkt. Bei einem halben Rand entscheidest du mit jedem Schluck, ob du Salz mittrinkst, indem du das Glas drehst, anstatt dass jeder Schluck gleich schmeckt.
In welchem Glas serviert man eine Mezcal Margarita?
In einem Margaritaglas mit breitem, flachem Kelch, denn nur darin kannst du den Rand ordentlich verzieren und den Rauch riechen, bevor du trinkst. Passende Modelle findest du bei unseren Margaritagläsern.
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