Burgunder oder Bordeaux, und wie viel cl
Die beiden klassischen Formen bewirken genau das Gegenteil voneinander. Der Burgunderkelch ist bauchig und breit, mit einem Rand, der sich leicht nach innen wölbt, damit flüchtige Aromen hängen bleiben. Dieses Modell ist für Pinot Noir, Nebbiolo und andere Rebsorten gedacht, bei denen der Duft wichtiger ist als die Struktur, und reicht von 75 bis 96 cl. Der Bordeauxkelch ist höher und gerader, leitet den Wein tiefer in den Mund und mildert so die Tannine von Cabernet Sauvignon, Syrah oder Tempranillo. Hier liegst du bei etwa 55 bis 75 cl. Beide Formen gibt es in gehärtetem Gastronomieglas und in dünn geblasenem bleifreiem Kristallglas, und den Unterschied merkst du vor allem am Rand.
Möchtest du ein Glas für jeden Rotwein, dann wähle einen Universalkelch zwischen 43 und 55 cl: groß genug zum Schwenken, klein genug, um nicht leer zu wirken. Suchst du gerade die allergrößten Modelle, dann findest du sie bei den großen Weingläsern. Für Weißwein gelten andere Maße und eine andere Form, die findest du bei den Weißweingläsern.