Das Rezept
für deinen Tisch
Das Coupeglas eine halbe Stunde in den Gefrierschrank stellen.
Alle Zutaten ohne Eis in den Shaker geben und 20 Sekunden shaken - der Dry Shake.
Reichlich Eis hinzufügen und weitere 15 Sekunden shaken, bis der Shaker beschlagen ist.
Doppelt in das gekühlte Glas abseihen und den Schaum vor dem Servieren eine halbe Minute setzen lassen.
Die Geschichte
Die Pink Lady ist nach einem Broadway-Musical aus dem Jahr 1911 benannt und wurde während der Prohibition populär, als Gin von zweifelhafter Qualität war und Grenadine eine willkommene Tarnung bot. Genau diese Verbindung sollte ihr später zum Verhängnis werden: In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt der Cocktail als lasch und altmodisch, genau das Getränk, auf das ernsthafte Trinker herabsahen. Zu Unrecht - mit einem guten London Dry Gin, frischer Zitrone und echter Grenadine ist dies ein vollwertiger Sour, bei dem das Eiweiß für eine Textur sorgt, die du mit nichts anderem erreichst. In den letzten Jahren steht er wieder auf der Karte klassischer Cocktailbars.
Das richtige Glas
Ein Coupe- oder Coupetteglas mit 16 bis 22 cl ist hier die richtige Wahl, und das hat mit dem Schaum zu tun: Die breite, flache Schale bietet dir eine große Oberfläche, und genau dort bildet sich die Schaumkrone. In einem schmalen Glas bekommst du einen dicken Schaumpfropf statt einer glatten Schicht. Das Coupeglas ist außerdem historisch korrekt - dies ist ein Cocktail aus einer Zeit, in der noch niemand von einem Martiniglas gehört hatte. Das Glas immer vorkühlen; dieser Cocktail wird ohne Eis serviert.
RCR Melodia Coupetteglas 16 cl (6 Stück)
Lehmann Roma Champagnerglas / Coupe 22 cl (6 Stück)
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Das richtige Werkzeug
Für einen Pink Lady brauchst du neben dem Glas einen Shaker, einen Jigger zum präzisen Abmessen, ein feines Sieb zum doppelten Abseihen und eine Zitruspresse. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 4 Bar-Tools - zusammen € 87,75.
Variationen & Twists
Füge einen Schuss Apfelbrand hinzu, und du erhältst die historisch korrekte Version, wie sie in den frühesten Rezepten zu finden ist. Mit Sahne statt Eiweiß wird daraus ein weicherer, dessertartiger Cocktail. Ersetze die Grenadine durch Himbeersirup für mehr Frucht und weniger Süße. Wer den Schaum schön findet, aber kein Ei verwenden möchte, landet beim Clover Club mit Aquafaba. Mehr Inspiration findest du in allen Cocktailrezepten.
Serviertipp
Der Dry Shake ist nicht optional: Zuerst ohne Eis zu shaken, sorgt dafür, dass das Eiweiß aufgeschlagen wird, ohne sofort abzukühlen. Wenn du alles auf einmal mit Eis machst, erhältst du statt einer Krone nur eine dünne Schicht. Verwende frische Eier und bewahre sie kalt auf. Lieber kein rohes Ei? Aquafaba - die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen - funktioniert fast genauso gut; rechne mit 2 cl.
Häufig gestellte Fragen
Welches Glas verwendet man für einen Pink Lady?
Eine Coupé- oder Coupette-Schale mit 16 bis 22 cl, vorab gekühlt. Sieh dir unsere Coupette-Gläser an.
Wie bekommt man eine gute Schaumkrone?
20 Sekunden ohne Eis trocken shaken, danach weitere 15 Sekunden mit Eis. Doppelt abseihen und das Glas eine halbe Minute stehen lassen, bevor du servierst.
Geht es auch ohne rohes Ei?
Ja. Aquafaba erzeugt einen vergleichbaren Schaum, und es gibt auch pflanzliche Schaummittel speziell für Cocktails. Rechne mit 2 cl Aquafaba pro Glas.
Welchen Gin verwendest du?
Ein klassischer London Dry funktioniert am besten: Die Wacholderbeere behauptet sich gegen die süße Grenadine. Ein blumiger oder zitrusbetonter Gin tritt zu sehr in den Hintergrund.
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