Das Dirty-Martini-Rezept
für deinen Tisch
Das Martiniglas kurz in den Gefrierschrank stellen oder mit Eis füllen, damit es kalt wird.
Eis in ein Rührglas geben. Den Gin, den Wermut und die Olivenlake dazugeben.
Etwa 30 Sekunden rühren. Wenn das Rührglas außen beschlägt, ist der Drink fertig.
Die Flüssigkeit ins gekühlte Glas abseihen. Zwei grüne Oliven auf einen Spieß stecken, dazugeben und fertig.
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Die Geschichte
Es heißt, dass Barkeeper in New York schon um 1900 Oliven in den Martini gaben und später auch einen Schuss Olivenlake. Wirklich populär wurde er Mitte des 20. Jahrhunderts. Präsident Franklin D. Roosevelt soll ihn gern serviert haben, allerdings ist das vor allem überliefert. Genaue Jahreszahlen gibt es kaum. Klar ist jedoch, dass der Cocktail erst richtig bekannt wurde, als Wodka in den 1960er-Jahren aufkam. Mit dem Martini-Revival der letzten Jahre sieht man ihn wieder auf fast jeder Karte.
Das richtige Glas
Einen Dirty Martini trinkt man aus demselben Glas wie einen Dry Martini. Also aus einem Martiniglas mit kegelförmigem Kelch auf einem langen Stiel. Der Stiel hat hier einen echten Zweck. Das Getränk enthält kein Eis, deshalb merkt man jeden warmen Finger am Kelch. Wir nehmen ein Glas mit 19 bis 21 cl. Größere Gläser klingen großzügig, aber der letzte Schluck ist dann lauwarm. Durch die weite Öffnung riechst du die Olive und die Kräuter sofort. Lieber ein kleineres Glas mit rundem Kelch, aus dem nicht so leicht etwas überschwappt? Dann schau dir unsere Nick-&-Nora-Gläser an.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Dirty Martini brauchst du neben dem Glas ein Rührglas, einen Barlöffel zum Rühren, einen Jigger zum genauen Abmessen, ein Julep-Sieb und Cocktailspieße. Das sind die Barwerkzeuge, die wir selbst verwenden; alles findest du in unserer Barzubehör- und Cocktailsets.
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Variationen & Twists
Wenn du statt Gin Wodka nimmst, wird der Drink klarer und neutraler, und die salzige Note kommt noch stärker zur Geltung. Ein Filthy Martini kommt auf etwa 3 cl Lake. Das ist fast Suppe. Bei einem Gibson liegt statt einer Olive eine Silberzwiebel im Glas. Wenn du unsicher bist, fang mit einem halben Zentiliter Olivenlake an. Das Grundrezept findest du auf unserer Seite zum Dry Martini. Wenn du lieber einen milderen, würzigen Martini suchst, probier den Martinez oder den Tuxedo.
Serviertipp
Kühle das Glas und bewahre den Gin im Gefrierfach auf. Nimm Lake aus einem Glas mit guten Oliven. Flüssigkeit aus einer Dose schmeckt oft metallisch. Hol die Oliven mit einem sauberen Löffel heraus, dann bleibt der Rest im Glas länger frisch.
Gut zu wissen
Was macht einen Martini dirty
Der Unterschied zum Dry Martini ist eine einzige Zutat: Olivenlake. Das ist die salzige Flüssigkeit, in der die grünen Oliven im Glas liegen. Sie macht den Drink milchig statt klar. Das Salz nimmt dem Gin die scharfen Kanten und sorgt für einen runderen, herzhafteren Geschmack. Süßer wird der Drink dadurch nicht. Ansonsten bleibt alles gleich: viel Gin, ein wenig trockener Wermut, eiskalt gerührt und ohne Eis ins Glas gefüllt. Mit einer Olive garnieren. Zitronenzeste passt nicht zu all dem Salz.
Extra Dirty Martini: Wie viel Olivenlake kommt hinein?
Extra dirty bedeutet einfach mehr Olivenlake. Ein normaler Dirty Martini bekommt etwa anderthalb Zentiliter. Bei extra dirty sind es 2,5 bis 3 cl, und manche Bars nennen alles darüber filthy. Achtung: Mehr Lake bedeutet auch mehr Verdünnung und mehr Salz. Der Gin tritt dann schneller in den Hintergrund, als du denkst. Probiere mit einem Strohhalm, bevor du abseihst. Nachschenken kannst du immer noch, rückgängig machen nicht. In einer Bar bestellst du einfach einen Dirty oder Extra Dirty. Jede Barkeeperin und jeder Barkeeper zieht die Grenze ohnehin etwas anders.
Dirty Martini mit Gin oder Wodka zubereiten
Beides geht, und es macht einen großen Unterschied. Gin bringt Wacholder und Kräuter mit, die zusammen mit dem Salz für einen herzhaften, fast würzigen Drink sorgen. Nimm dafür am besten einen klassischen London Dry Gin mit etwa 43 Prozent Alkohol. Ein milder moderner Gin geht in der Lake unter. Mit Wodka wird die Variante klarer. Dann kommen das Salzige und der Wermut voll zur Geltung, und genau deshalb bestellen viele diesen Cocktail. Wie auch immer du dich entscheidest, du rührst ihn. Eine Flasche direkt aus dem Gefrierfach hilft in beiden Fällen.
Welche Oliven und welche Lake du nimmst
Nimm grüne Oliven in Lake, keine Oliven in Öl. Die klassische Wahl sind Manzanilla-Oliven aus Spanien. Sie sind fest, leicht nussig und haben eine salzige, aber nicht zu kräftige Lake. Castelvetrano-Oliven sind milder und süßer und machen den Drink runder. Mit Knoblauch oder Pfeffer gefüllte Oliven geben ihren Geschmack deutlich ab, also probiere die Lake vorher pur. Am besten eignen sich Gläser mit Wasser und Salz als einzigen Zutaten. Enthält die Lake viel Essig oder Zitronensäure, wird dein Cocktail scharf. Zwei Oliven am Spieß sind üblich, mit drei machst du aber auch nichts falsch.
Rühren, abseihen und einschenken
Auch mit Olivenlake wird dieser Cocktail gerührt. Dreißig Sekunden in einem mit Eis gefüllten Rührglas kühlen ihn ab und verdünnen ihn um etwa ein Fünftel. So wird der Alkohol gerade ausreichend gemildert. Wenn du ihn schüttelst, entsteht Schaum, er wird noch trüber und die Textur leidet. Anschließend gründlich abseihen. Ein Olivenstück oder Eissplitter im Glas macht das Kühlen zunichte. Am besten eignen sich dafür ein feines Hawthorne- oder Julepsieb, die du bei unseren Cocktailsieben findest.
Dirty Martini, Vesper und Gibson nebeneinander
Alle drei basieren auf derselben Grundlage, haben aber jeweils eine eigene Note. Der Gibson ist ein gerührter Martini mit einer Silberzwiebel. Er schmeckt herzhaft und etwas säuerlich, bleibt aber klar. Der Vesper Martini wird mit Gin, Wodka und Lillet Blanc geschüttelt und schmeckt milder und blumiger. Der Dirty Martini ist der herzhafteste von allen und am wenigsten würzig. Wenn du zum ersten Mal einen Martini probierst, ist er oft der beste Einstieg. Durch das Salz wirkt der Alkohol milder, als er ist.
Häufige Fragen
Was ist ein Dirty Martini?
Das ist ein Dry Martini mit einem Schuss Olivenlake. Die salzige Flüssigkeit aus dem Glas macht ihn trüb und herzhaft, und der Gin schmeckt weniger scharf. Am Rest änderst du nichts. Viel Gin, etwas trockener Wermut, eiskalt gerührt und mit grünen Oliven garniert.
Wie viel Olivenlake kommt in einen Dirty Martini?
Beginne mit anderthalb Zentilitern auf 6 cl Gin. Bestellst du einen extra dirty martini, werden es 2,5 bis 3 cl und der salzige Geschmack tritt deutlich stärker hervor. Fang lieber mit weniger an und probiere, bevor du abseihst. Mehr Lake kannst du immer noch dazugeben, herausnehmen kannst du sie nicht.
Gin oder Wodka in einem Dirty Martini?
Beides ist weit verbreitet. Gin ergibt einen würzigen, herzhaften Martini, in dem Wacholder und Salz gut zusammenpassen. Mit Wodka wird er milder, sodass Salzlake und Wermut im Vordergrund stehen. Wenn du Gin wählst, nimm einen klassischen London Dry. Ein milder moderner Gin kann sich nicht gegen die Lake behaupten.
Welches Glas verwendet man für einen Dirty Martini?
Ein klassisches Martiniglas mit 19 bis 21 cl, mit kegelförmigem Kelch auf einem langen Stiel. Es kommt kein Eis hinein, halte das Glas also klein und fasse es am Stiel an. Durch die weite Öffnung kannst du die Olive gut riechen. Wir haben sie bei unseren Martinigläsern.
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